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Kundenrezension

TOP 500 REZENSENTam 30. März 2013
Nun ist es ja nicht so, dass die Fragen nach dem "Danach" die Menschheit nicht bereits seit jeher berührt hätte. Wir halten uns in der Mehrzahl für viel zu wichtig, für viel zu einzigartig, um einsehen zu wollen, dass der Tod auch den endgültigen Schlussstrich unter unsere Existenz auf diesem Planeten zu ziehen in der Lage wäre. Die Religionen werden durch diesen allzu menschlichen Wunsch gespeist; jeder Dorfpfarrer warnte vor noch nicht allzu langer Zeit streng blickend und mit erhobenem Zeigefinger vor der Hölle, die auf all jene wartete, die sich im Hier und Jetzt nicht an Gebotenes zu halten vermögen, esoterische Buchschreiber scheffelten Millionen mit Übersinnlichem, das dem Menschen eine Zukunft über den Tod hinaus verheißen sollte... Und so weiter. Und so fort.
Dann die Berichte jener von uns, die bereits über kürzere Zeiträume hinweg jene magische Grenze überschritten hatten, mithilfe der modernen Medizin jedoch zurückgeholt werden konnten. Ihr Erlebnistenor fiel äußerst übereinstimmend aus: Man sah seltsam entfernt zu, wie die Ärzteschar am OP-Tisch den Körper bearbeitete, dann gleißendes Licht, tiefe Ruhe und Harmonie, Menschen, die man einst liebte und dann der stets als Grauen beschriebene Akt des Wiedereinswerdens mit der doch bereits aufgegebenen menschlichen Hülle.

Den durch derlei Schilderungen aufkeimende Hauch an Trost wusste unsere ach so allwissende Wissenschaft alsbald zu erklären und gleichermaßen die Hoffnung schnell wieder zum Versiegen zu bringen, mindestens jedoch erhebliche Zweifel (gerade bei mir) zu nähren. "Biochemische Vorgänge" wurden apostrophiert, ein "letztes Aufbäumen der Vitalfunktionen" ins Feld geführt, um uns alle wieder in die Nüchternheit von menschlich Beweisbarem zu geleiten. Motto, wie stets: Was nicht sein kann, das nicht sein darf. Nur das ist existent, was der Mensch verifizieren kann - schließlich sind wir die Krone der Schöpfung!

Wie klein, wie ärmlich (nicht zuletzt aber auch in hohem Maße anmaßend) auf diese Weise reagiert und gedacht wird, wie Gottgleich sich keineswegs irrelevante Teile unserer Spezies begreifen, zeigt Dr. Eben Alexander's Buch, das ich gerade mit großem Interesse und auch ebensolchem Erstaunen gelesen habe. Interessiert, weil der Autor allgemeinverständlich auch kompliziertere Vorgänge nachvollziehbar zu erklären versteht und er als Verfechter ebendieser Plattitüden von den besagten "Fantasieprodukten chemischer Hirnreaktionen" VOR seiner Nahtoderfahrung galt; erstaunt vor allem, dass er nun nach einer Woche im "erfahrenen" Koma den Mut aufbringt, sein bisheriges Dogma zu zerstören, da er als Mann vom Fach NACH der Inaktivierung seines durch e-coli-Bakterien außer Gefecht gesetzten Teils der Großhirnrinde, die für die Verarbeitung(!) von Sinneseindrücken verantwortlich zeichnet, die eigene übliche Standardversion wie die seiner Kollegen nicht mehr zu stützen gewillt ist, es schlichtweg nicht mehr kann.

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf? Ein richtungsweisendes Buch liegt vor, gut geschrieben allemal, in jedem Falle aber eine Abkehr vom menschlichen Wahn, jedweden Vorgang unseres Daseins, unserer Existenz "wissenschaftlich erklären" zu können. Was, um im Wortsinn Himmels Willen, bilden wir uns eigentlich ein?
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