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Kundenrezension

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer noch aufregend!, 29. November 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Sabotage/Live LP (Vinyl)
1979 war ,Sabotage` wahrscheinlich eine der kompromisslosesten Rock Alben überhaupt und auch wenn diese Scheibe gerne mit dem Etikett ,Underground` versehen wird, so war Sie eigentlich ,nur` ein härteres update zu dem Garage Rock den Cale einst mit VU zu pflegen spielte. Allerdings ist diese Platte sehr ungemütlich, aber - auch 34 Jahre später - immer noch aufregend.

Der opener, das Lied über die Söldner, ist zynisch, dreckig gespielt, aber auch aufrüttelnd vorgetragen und Ende der 70er galt das tatsächlich als Underground - in den 90ern hätte man das wohl Grunge mit Rock'n'Roll Einschlag genannt. Kein Wunder, dass Bauhaus diese Nummer später coverten, denn Sie passte perfekt zum frühen gothic Sound der Engländer. ,Baby You Know` klingt wie die Vorlage für U2's Version von ,All Along The Watchtower` und diese Parallele ist gar nicht weit hergeholt, gaben sich doch Bono + Co zu just dieser Zeit noch einem punkig-new wavigen Sound hin. Die kratzige lead Gitarre von Mark Aaron, die Marc Ribot wohl sehr genau studiert haben dürfte, sägt auf ,Evidence` dann so richtig rein; gefolgt wird dieser seht starke Rocksong von ,Dr. Mudd`, das auf einem Disco-Beat reitet, dafür aber keineswegs weniger rockig ist - passt perfekt zur damaligen New Yorker ,No-Wave` Szene.

Rufus Thomas` ,Walkin` The Dog` wird dann langsamer und sehr Garage-sounding interpretiert. Hat nicht ganz die böse Aura von Cale's ,Heartbreak Hotel` Version, geht aber schon in diese Richtung.

Seite 2 beginnt mit dem epischen ,Captain Hook` das zu Beginn fast ein wenig Prog-Rock mäßig anmutet, allerdings ist der Sound natürlich viel roher und ungeschliffener; auch hier wieder ganz groß - die Leadgitarre, die fast so inbrünstig klingt wie die von Neil Young, wenn er den Grunger gibt. Auch der ,lyrische` Part dieses Stücks wird rau und dreckig instrumentiert aber mit fast engelsgleichen Background Vocals konterkariert und Cale selbst bellt die letzten Zeilen dieser Nummer geradezu - ganz großes Kino!

Mit dem von einer Dame namens ,Deerfrance` gesungenen, anrührigen ,Only Time Will Tell` gönnt Cale dem Publikum im CBGB's eine geradezu liebliche Verschnaufpause, bevor er den atonalen und bösen Titeltrack zum Besten gibt. Der verzerrte Bass die schräge Rasierer-Gitarre, Cale's Vortrag und das Weglassen von drums u. percussion erzeugen tatsächlich das Bild völliger Zerstörung vor dem geistigen Auge des Zuhörers und dieser track ist dann auch tatsächlich underground. Cale entlässt sein Publikum mit dem hymnischen, aber absolut großartigen ,Chorale`, das fast sakral klingt, wenn nicht hin u. wieder ein paar verzerrte Gitarren-chords die Ruhe stören würden...

Ein Album, das unverständlicherweise dzt. nicht erhältlich ist, dessen Anschaffung sich aber unbedingt lohnt, denn es gehört auf alle Fälle zu den Top 3 Platten dieses Künstlers. Die CD Ausgabe zu suchen lohnt sich, weil auf der auch noch das nicht minder großartige ,Rosegarden Funeral of Sores`plus 3 weitere Bonustracks - u.a. ein Chuck Berry Cover von ,Memphis` - draufgepackt wurden.
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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 29.11.2013, 14:02:10 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 29.11.2013, 14:02:25 GMT+1
sauber rangearbeitet; bravo; ich las gerade den Vergleich eines amerikanischen Fans, dem als Kontrapunkt Reed's RocknRoll einfiel als Alpha und Omega der 7oer Jahre; geschliffen gestylt gegen rohen, bracchialen Excess; wir selbst haben diese Platte mit ACDC und Lemmy Kilminster gemischt - im weissen Raum mit Neons; mehr brauche ich nicht zu sagen; das Vinyl kostet auch in Amerika kaum mehr als 1o.- €, wohingegen die cd - schweigen wir lieber !

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.11.2013, 15:10:31 GMT+1
V-Lee meint:
naja - mir fiel vor kurzem in einem second hand laden eine sehr gut erhaltene vinyl erstpressung (UK) in die hand um 15 EUR. der preis ist abers sehr OK, zumal die scheibe ja echt ganz großartig ist. sagt die 'no-wave' eigentlich was? nur bzgl. dem was ich zu 'dr. mudd' geschrieben habe.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.11.2013, 16:22:39 GMT+1
klar, sorry, habe ich vergessen zu erwähnen; der Cross-Over mit der Szene - zwischen Disco-Blondie und erstem Rap und Lydia, eventuell auch Richard Hell - war eben der Gegenentwurf zu der englischen Szene, die Talking Heads kamen da, Suicide, und der Film-Sampler mit Kid Creole und Coati Mundi für Jean Michel Basquiat Downtown 81 OST war ebenfalls ganz weit vorne in der Tanzszene, die aber nicht mehr rein Punk, sondern eben anders war.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.11.2013, 17:11:18 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 29.11.2013, 17:11:43 GMT+1
V-Lee meint:
ich würd's am ehesten als post punk disco sound beschreiben. fasziniert mich aber heute noch. schöne sammlung hierzu gibt's auf no wave bzw. auf den anderen ze record samplern Mutant Disco Vol.1 u. Mutant Disco Vol.2 die freilich chronologisch schon weiter greifen. ich steh ja sehr auf die ersten beiden alben von lizzy mercier.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.11.2013, 12:41:06 GMT+1
nicht nur Du, das alles war auch Programm damals; und Post Punk Disco passt auch gut; habe lebhafte Erinnerungen an die Zeit und wie manches musikalisch kreuz und quer im Laden lief - auch mit Hass, natürlich
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V-Lee
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