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Kundenrezension

am 27. Juli 2011
Ich besitze nun seit 5 Monaten die D7000 und finde es daher an der Zeit hier von meinen Erfahrungen zu berichten. Über die Vorzüge und Nachteile dieser Kamera ist hier und auf etlichen Webseiten ja schon Einiges geschrieben worden. Technische Details gibt's Bei Nikon.de zuhauf, daher versuche ich mich auf Grundsätzliches und Ergänzungen zu beschränken und möchte diese Rezension als Ergänzung zu anderen sehen.

Zur Mechanik / Verarbeitung:
- Die D7000 ist hervorragend verarbeitet, wenn auch aus einer Kombination aus Magnesium und Polycarbonat (und nicht vollständig aus Magnesium wie häufig zu lesen ist)
- Die Kamera liegt gut in der Hand auch wenn man wie ich sehr große Hände hat, was nicht zuletzt an der griffigen Gummierung (anders als bei anderen kleinen Nikons) liegt.
- Gewöhnungsbedürftig - aber hervorragend - ist der Auslöser Gelungen. Dieser ist sehr sensibel (ähnlich der professionelleren Nikons) und man neigt anfangs zu ungewolltem auslösen, aber mittlerweile habe ich die Möglichkeit mit einer hauchfeinen Berührung den Autofokus zu animieren zu schätzen gelernt.

Zur Ausstattung:
- Eigentlich fehlt es an nichts. Alle Basics sind vorhanden und gut ausgeprägt. Darüber hinaus wurde in anderen Rezensionen schon alles gesagt. Freunde des bewegten Bildes werden vielleicht einen Klappbildschirm vermissen, ich für meinen Teil kann gut ohne auskommen. Das vorhandene Display ist allerding hell und kontrastreich.
- Nikon hat der Kamera zudem einige Spielereien (Scene Modes, Effektfilter etc.) spendiert, die man von Kompaktkameras und Fotohandys kennt. Über Sinn und Unsinn dieser Features kann man sicherlich streiten aber wer will eine (mit Objektiv) DSLR von über 1 KG um am Ende doch nichts Anderes als den Auslöser zu verwenden? Sehr nützlich sind hingegen die zwei User-Modes (endlich). Diese lassen zwar schnell über das obere Wählrad aufrufen. Allerdings das Speichern eines Profils im Menü entsetzlich unkomfortabel gelöst (das geht sicher einfacher).
- Der (Prismen-) Sucher der Kamera ist angenehm hell (für APS-C) und ausreichend groß. Die 100%ige Abdeckung wie die Nikon verspricht kann ich nicht exakt nachprüfen, viel kann aber nicht fehlen. Leider lassen sich nur wenige Belichtungsinformationen im Sucher gleichzeitig einblenden. Eine Sucher-Anzeige wie bei der Canon 7D wäre hier sicher noch ein I-Tüpfelchen.
- Anders als ihre kleineren Schwestern besitzt die Kamera auch einen Motor für den klassischen Stangen-Autofokus wodurch sich der AF auch bei älteren oder exotischeren Objektiven nutzen lässt.
- Besitzer älterer Objektive wird es zudem freuen, dass die D7000 auch über eine AI-'Nase' am Bajonett verfügt um Blendeninformationen des Objektivs mit der Kamera zu teilen. Zudem können 9 verschiedene Objektivprofile in der Kamera hinterlegt werden sodass diese ähnlich einer Linse mit CPU bedient werden können. Auch eine Fokus-Feinsteuerung bei Objektiven mit leichtem Front-/Backfokus ist möglich. Alles Funktioniert soweit gut (getestet u.A. am F1.2/50 AI-S und F3,5/35-70 AI-S), jedoch entlarvt die extreme Auflösung auf kleinem Sensor (siehe unten) die im Vergleich zu heutigen Gläsern eher geringe Schärfe dieser Schätzchen gnadenlos, selbst wenn diese an analogen oder alten DSLRs noch tolle Ergebnisse gezaubert haben. Ich vermute, dass die schlechten Erfahrungen anderer Rezensenten mit einigen Kit-Objektiven die gleiche Ursache haben. Ach ja: PC-E Nikkore sind zwar als kompatibel gelistet, passen aber physisch kaum auf die Kamera da zwischen dem Blitz und dem Bajonett einfach zu wenig Platz ist. Diese zu bedienen ist so kaum sinnvoll unmöglich.
- 39 Autofokuspunkte sind im Vergleich zu den 'alten' D90 oder D80 ein enormer Sprung und durchaus nützlich. Die Kamera findet sofort und zielsicher einen Fokus, der muss allerdings nicht unbedingt genau auf dem gewünschten Objekt liegen. Da ich hier bisher nichts Gutes gewöhnt war, sind anfangs einige Bilder insbesondere bei offener Blende an den falschen Stellen scharf geworden obwohl der Fokuspunkt nur sehr knapp neben dem eigentlichen Ziel lag. Hier heißt es aufpassen oder im Menü lieber 11-AF Punkte wählen. Nach etwas Eingewöhnung möchte ich die Möglichkeiten dies AF aber nicht mehr missen. Auch der neue Fokus Hebel/Knopf links unterm Objektiv hätte besser kaum platziert sein können.
- Sportfotografen sollten sich trotz 6 Bilder/s bei Serienbildaufnahmen nicht zu viele Hoffnungen machen. Trotz schnellster SD-Karten reicht es bei voller Auflösung nur für max. 10-11 Aufnahmen, danach verlangsamt die Kamera die Bildfrequenz drastisch. Das können Andere besser.

Zur Bildqualität:
- Zunächst: Phantastisch. Einschränkend muss man allerdings hinzufügen, dass hier stärker als bei Nikons mit 12MP Sensoren das Objektiv zur Bildqualität beiträgt. Die Pixeldichte des 16MP APS-C Sensors lässt einem kaum eine andere Wahl als in hochwertiges Glas zu investieren. Canon Benutzer kennen dieses Dilemma wahrscheinlich schon länger.
- Der Dynamikumfang dieser Kamera ist fast spektakulär. Selbst bei Gegenlicht und starken Licht/Schatten Kontrasten bleibt die Detailzeichnung sehr gut erhalten. In diesem Zusammenhang kann ich nur empfehlen sich die Arbeit zu machen und die (14Bit-)Raw Bilddateien selbst im Nachgang zu 'belichten'. Zwar ist die JPG Ausgabe gut, die Vorzüge des RAW-Formats zeigen sich bei Kameras wie dieser aber sehr deutlich.
- Farben werden sehr neutral wiedergegeben, was die (JPG-) Bilder der D7000 im direkten Vergleich mit Wettbewerbern manchmal etwas flau, dafür aber naturgetreu aussehen lässt. Liebhaber effektvollerer Farben sollten für JPGs unter 'Picture Control' daher gleich 'Brillant' (Canon Modus ;-) ) wählen. Für die Rohbildbearbeitung lassen die ausgewogenen Farben alle Möglichkeiten offen.
- Die Videoqualität kann ich aufgrund fehlender Vergleiche nicht beurteilen, zumal ich diese selten nutze.
- Das Rauschverhalten der Kamera ist meiner Meinung nach das Beste, was in dieser Preisregion zu bekommen ist. Verglichen mit Canon 60D, 7D und auch mit Nikon's D300s(ja ich bin mir sicher) bleiben auch bei höheren ISO-Werten Details gut erhalten. Rauschen tritt vor allem in Mitteltönen auf, Farbrauschen ist kaum zu erkennen. Von den HI-Modi (bis ISO 25600) sollten rauschempfindliche Fotografen aber deutlich Abstand nehmen, die kann man wirklich nur gebrauchen, wenn gar nichts Anderes hilft. In Kombination mit lichtstarker Optik ist die D7000 für Available-Light Fotografie daher bestens gerüstet. Für mich eines der wichtigsten Kaufargumente.
- Die häufig zitierten Hotpixel habe ich noch nicht gefunden - auch nicht mit der alten Firmware-Version (hatte ich Glück?)
- Auch wird der Kamera häufig die Tendenz zur Überbelichtung bei hellen Motiven nachgesagt. Das stimmt meiner Meinung nach (nur) teilweise, da können die Herrschaften von dreview.com schreiben was sie wollen. Auffällig ist nur, dass im Vergleich zu anderen Kameras bei der Matrixmessung die Belichtungseinstellung sich sehr stark an den gemessenen Fokusfeldern orientiert (ist ja auch Sinn dieser Messmethode). In Zusammenhang mit den vielen AF Messpunkten von denen schnell 5 oder mehr bei gleichem Fokus einen Treffer erzielen kann ein einzelnes Objekt die Belichtung ungewollt beeinflussen. Naja, wenn man drauf achtet ist es kein Problem und heißt es nicht auch: "Expose to the right"? ;-)

Sonstiges, Tipps und Fazit:
Die Kamera hat sich bislang als zuverlässiger Begleiter erwiesen und macht einfach irrsinnig viel Spaß.
Als Objektiv taugen natürlich (fast) alle modernen Nikkors mit Goldring. Wer kein Vermögen investieren möchte, wird auch mit den günstigen 1.8er Festbrennweiten der G-Reihe viel Freude haben, auch bei denen kann sich die D7000 richtig austoben. Bei Drittherstellern finden sich ebenfalls günstige Alternativen. Mir hat zum Beispiel das 60mm Makro von Tamron schon viel Freude bereitet. Wer ein Superzoom möchte oder muss sich deutlich mehr als bei älteren Nikons auf eingeschränkt gute Ergebnisse gefasst machen. Das Tamron F3-5/18-270 PZD zum Beispiel ist zwar auf Reisen sehr praktisch, allerdings schwankt die Bildschärfe je nach Brennweiten/Blenden Kombination zwischen Gut und erschreckend schwach.
Menschen mit 2m Körperlänge (wie ich) kann ich dringend einen alternativen Tragegurt wie den Sniper-Strap empfehlen.
Einige Funktionen sind leider nicht im Handbuch Dokumentiert. So habe ich z. Bsp. zufällig herausgefunden, dass die Kamera bei aufgepoppten Blitz, wenig Beleuchtung und enger Blende ein Strobo-Licht beim Drücken der Blendenvorwahl-Taste erzeugt um das dunkle Sucherbild aufzuhellen.
Als extrem Hilfreich empfinde ich das Display auf der Schulter der Kamera. Alles wissenswert lässt sich hier bequemer ablesen als am Bildschirm auf der Rückseite. Wer den Bildschirm nur zur gelegentlichen Bildkontrolle nutzt und auf Live-View verzichtet wird erfreut feststellen können, das mit einer Akku-Ladungen > 800 Aufnahmen realistisch sind.

Alles in Allem ist die D7000 eine volle Kaufempfehlung wert (daher 5 Sterne). Für Einsteiger ist die Kamera wohl etwas teuer. Die D3100/D5100 bieten hier mehr Hilfestellungen um die Technik zu bewältigen und sind dabei kompakter und preiswerter. Ambitionierte Einsteigern allerdings, die gern was investieren wollen, können ihre Fertigkeiten lange an und mit der Kamera wachsen lassen. Videographen sind mit der D5100 aufgrund des Schwenkdisplays und des geringeren Gewichts sicher besser bedient (genauso wie mit einer Canon EOS 600D). D90 Besitzer können natürlich upgraden und bekommen einiges an Mehrwert, darauf zu verzichten braucht aber niemanden um den Schlaf zu bringen. Der Umstieg von der D80 oder auch einer D200 ist aber schon gewaltig und daher lohnenswert (was ich bestätigen kann). Schade nur dass altes Zubehör wie Akkus etc. nicht mehr genutzt werden kann.
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