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Kundenrezension

am 13. Februar 2011
Der Texaner Richard(Richard Jenkins) muss Elizabeth(Julia Roberts) genau sagen, worum es geht. Allein scheint die Amerikanerin das nicht zu wissen. Auch wenn sie bis nach Indien reisen musste, um diese banale Lebensweisheit aus dem Munde eines ihr eigentlich völlig fremden Menschen zu erfahren. Doch das ist für Elizabeth nichts Neues.

Nach achtjähriger Ehe mit Steven(Billy Crudup) merkt die Autorin Elizabeth, dass ihr Leben unvollkommen und ihre Ehe unglücklich ist. Sie denkt zurück an eine Reise nach Bali. Dort fühlte sie sich bei dem Guru Ketut glücklich und zufrieden. So entschließt sich Elizabeth die Zelte in den Staaten abzubrechen und ihre Ehe zu beenden. Für ein Jahr will sie die Welt kennenlernen, so wie sie sich das schon immer wünschte. Ihre Freunde befürchten, dass Elizabeth einen Nervenzusammenbruch hatte, aber sie lassen sie ziehen; auch der junge David(James Franco), mit dem sie eine Affäre begonnen hat.

Zunächst reist Elizabeth nach Italien. Sie lernt Sophie kennen und die führt sie in eine Clique von lebenslustigen Italienern ein. Hier dreht sich alles um das Essen und die Familie. Elizabeth lernt, locker zu werden und nicht mehr jede Kleinigkeit ihres Lebens detailversessen zu planen.

Nach dem Italien-Aufenthalt geht es nach Indien. Im Ashram eines Guru lernt Elizabeth Richard kennen. Der ehemalige Geschäftsmann hat sich zurückgezogen, weil er einen furchtbaren Fehler im Leben begangen hat. Er gibt Elizabeth ihren neuen Namen "Hau rein" und öffnet Türen in ihren Gedanken, von denen Elizabeth nicht mal ahnte, dass es sie gibt.

Der letzte Ort der Reise ist Bali. Dort trifft Elizabeth wieder auf Ketut. Aber sie lernt auch ihren "Reiseführer" Felipe(Javier Bardem) kennen. Der ebenfalls geschiedene Brasilianer begehrt Elizabeth. Bei ihr trifft das auf Gegenliebe. Als jedoch die Zeit gekommen ist, um zu entscheiden, wie ihr Leben weitergehen soll, kneift Elizabeth. Anscheinend hat sie ihren eigenen Weg noch immer nicht gefunden. Aber genau für solche Momente gibt es gute Freunde...

Ich habe Elizabeth Gilberts Buch -Eat,Pray,Love- nicht gelesen; das ist nicht unbedingt der Stoff, der in meinem Bücherregal steht. Den Film von Ryan Murphy habe ich mir jedoch angetan, und: Ich war positiv überrascht. Murphys filmische Version der Story ist unterhaltsam, hervorragend fotografiert, mit guten Schauspielern besetzt und bietet kurzweilige Unterhaltung. Was den Inhalt der Story angeht, und all diejenigen, die sich von dem Plot Erleuchtung für ihr Leben erhoffen, kann ich nur sagen: Die Sinnsuche der Elizabeth Gilbert spielt sich eher auf durchschnittlichem Niveau ab. Wer Antworten auf die wichtigen Fragen des Lebens sucht, sollte da vielleicht doch eher auf die Sinnsprüche des Abreiss-Küchenkalenders schauen; die können es in puncto Sinntiefe und transzendentaler Erleuchtung locker mit -Eat, Pray, Love- aufnehmen. Am wenigsten nachvollziehbar war für mich, dass Elizabeth über zwei Stunden auf der Suche nach ihrem Ich und der eigenen, freien Entscheidung war und am Ende eben nicht das tat, was sie selbst wollte, sondern was ihr Guru ihr vorschlug. Das nennt man dann wohl unlogisch...

Unter dem Aspekt der Weiterbildung habe ich -Eat, Pray, Love- jedoch nicht in den Player geschoben. Ich wollte unterhalten werden; von einem Film, und nicht von der exakt wiedergegebenen Realität. Das hat Ryan Murphy hervorragend hinbekommen. Wenn er zum Beispiel den Einspieler über die Italienischen Gesten ablaufen lässt, dann ist das ganz großes Kino. Weitere Highlights sind neben der wunderbaren Kameraführung die Auftritte von Richard Jenkins. Auch die Aufteilung des Stoffs in die drei Storyblöcke Italien-Essen, Indien-Beten und Bali-Lieben, ist perfekt gelungen. Unterlegt werden die Bilder von Elizabeths Reise mit herrlicher Musik von Fleetwood Mac, Neil Young und dem genialen Pearl Jam Sänger Eddie Vedder.

-Eat, Pray, Love- war für mich, was Sinnsuche und geistige Tiefe angeht, nicht mehr als Mittelmaß. In puncto Unterhaltung hat der Film jedoch absolute Stärken, die sich nicht von der Hand weisen lassen. Ganz ehrlich, wenn ein Film diese Voraussetzungen erfüllt, hat er bei mir schon ein dickes Plus auf der Habenseite. Sie können und dürfen dann wieder mal selbst entscheiden, ob -Eat, Pray, Love- für sie den Beginn eines neuen Lebensabschnitts bedeutet, vielleicht doch eher nur Murks ist, oder sie einfach nur gut unterhalten hat. Viel Spaß dabei.

Ich habe mich am Ende dann noch gefragt, ob Ryan Murphy die Figur seines Gurus Ketut ein wenig von Yoda abgeschaut hat. Obwohl...Krieg der Sterne ist dann ja wieder ein ganz anderes Thema...
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