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Kundenrezension

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Traum wird Wirklichkeit - Die Geburt einer Legende, 28. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: When Dream & Day Unite (Audio CD)
Anders kann ich das erste Album der Prog-Metal-Götter aus New York nicht zusammenfassen. Sicher ist „When dream and day unite" etwas straighter als spätere Werke von DT, aber die musikalische Klasse von John Petrucci (Gitarre), John Myung (Bass), Mike Portnoy (Drums) und damals noch Kevin Moore (Keyboard) wird sofort deutlich. Zudem enthält das Debüt einige Klassiker, die auch heute und nach ungezählten Durchgängen immer wieder musikalisch überraschen können.
Von Beginn an wird klar, dass es sich bei Dream Theater um etwas Besonderes handelt. Der Opener „A fortune in lies" besticht durch Vielschichtigkeit. Harte gitarren-orientierte Passagen wechseln sich mit keyboardlastigen ruhigen Phasen ab. Der Sound ist brillant (was ja bei Debüt-Alben nicht immer der Fall, aber gerade bei solcher Musik unerlässlich ist) und der geneigte Hörer vermeint einen leichten Rush-Sound wahrzunehmen. Hinzu kommt ein phantastisches Gitarren-Solo. Insgesamt gesehen ein echter DT-Klassiker, der leider viel zu selten live gespielt wird.
Ein weiteres Highlight der CD ist die (inoffizielle) Band-Hymne „The Ytse Jam". Darin beweisen die vier Instrumentalisten, dass musikalische Brillanz keineswegs immer in technischen Frickeleien und Fingerübungen ausarten und damit langweilig werden müssen. Dabei wechseln sich Gitarre, Keyboards, Drums und Bass (ja, auch ein Bass kann ein wunderbares Solo-Instrument sein) in den Einzel-Spots ab. Das Stück wird getragen von diversen unisono-Läufen der Instrumente, bei denen Musiker vor Ehrfurcht auf die Knie sinken und die Götter preisen. Für diesen Fall schon einmal ein Kissen bereit legen, sonst geht es am nächsten Tag wieder zum Orthopäden.
Ebenfalls zu begeistern weiß das daran anschließende „The killing hand". Ein wunderbares musikalisches Opus mit verschiedenen Parts und einer stimmungsvollen Steigerung zum Mittelteil, in dem sich die Verzweiflung und Zerrissenheit, die in den Lyrics zum Ausdruck kommt, auch in der Musik wiederspiegelt (ohne dass die Musiker je an ihren Instrumenten verzweifeln würden oder diese zerstören). Dies ist schon ein Vorgeschmack auf "The Change of Seasons", ein 25-minütiges Werk, dass als absolutes Highlight des musikalischen Schaffens von DT bezeichnet werden muss.
Nach der Veröffentlichung von „When dream and day unite" gab es auch schon die erste Umstellung im Line-up der Band. Waren es sonst immer die Keyboarder (Kevin Moore und Derek Sherinian), die ihre Tasten packten, musste dieses Mal Sänger Charlie Dominici gehen. Er passte weder musikalisch zur Band (so verpasst er auf „When dream and day unite" tatsächlich einmal den richtigen Ton, was auf einem Studio-Album schon hart ist). Zudem passte er vom Alter nicht zu den anderen (Dominici war mehr als zehn Jahre älter als die anderen DT-Mitglieder). Er wurde dann ersetzt durch James LaBrie, der auch stimmlich sicherlich eher den Anforderungen einer solchen Band etspricht, da er ein größeres Spektrum im Stimmumfang abdeckt.
Auf den folgenden Alben (ab „Images and Words") entwickelten die New Yorker dann ihren spezifischen Sound, der hier schon angelegt ist, immer weiter und die musikalische Entwicklung scheint noch nicht abgeschlossen, wie das neueste Studio-Werk „Train of Thought" beweist. Bei Dream Theater ist der Hörer nie vor einer Überraschung sicher (Ja Wowi, wir wissen: und das ist auch gut so).
Das Einzige, was den Jungs heute vielleicht peinlich sein müsste, sind die Fotos der Musiker. Nun gut, es waren die 80er und da lief man so rum. Zudem gab es Bands, die diesen Look zur Perfektion brachten (Bon Jovi, Europe, Poison). Aber aus heutiger Sicht sind sie schon leicht peinlich (oder aber zumindest amüsant anzuschauen).
Abschließend lässt sich lediglich sagen: großartiges Debüt einer Band, die bereits zu Lebzeiten Legenden-Status erreicht hat. Die nachfolgenden Alben sind sicherlich musikalisch und stilistisch noch höher zu bewerten. Als ich 1989 diese CD kaufte wusste ich zwar noch nicht, dass DT solch einen Erfolg haben würden, aber für mich war klar: diese CD gebe ich nie wieder her. Absolute Weltklasse. Fünf Sterne (mit leichter Tendenz zu einem Bonus-Stern und dem Mozart-Award für musikalische Brillanz in jungen Jahren).
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 29.10.2010 11:21:39 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.10.2010 11:22:22 GMT+02:00
ageispolis meint:
"Er wurde dann ersetzt durch James LaBrie, der auch stimmlich sicherlich eher den Anforderungen einer solchen Band etspricht, da er ein größeres Spektrum im Stimmumfang abdeckt."

Ist das Dein Ernst? LaBries "Pressgesang" soll besser passen? Einspruch! Gerade die Gesangsleistung JLBs ist der Grund dafür, warum ich trotz aller musikalischen Genialität nie richtig mit DT warm geworden bin.

Schöne Rezension übrigens ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.11.2010 14:03:47 GMT+01:00
Marc Langels meint:
Vielen Dank zunächst mal für das Lob.

Ich meine schon, dass LaBrie besser in das Anforderungsprofil passt. Damit schreibe und meine ich ja nicht, dass er mir besser gefällt. Und einen größeren Stimmumfang inbesondere in den hohen Lagen hat LaBrie zweifelsohne.

Aber auch ich habe schon etliche Shows von DT gesehen, bei denen ich und die anderen Fans froh waren, wenn er den Mund hielt. Zumal er sich mit den extrem hohen Gesangslinien ohnehin keinen Gefallen tut (aber die haben ihm ja auch zum Großteil Portnoy und Petrucci als Verantwortliche der Abteilung Musik auf den Leib geschneidert). Spätestens in fünf bis zehn Jahren wird er diese Passagen nicht mehr singen können. Aber in der Wahl von LaBrie zeigt sich auch, was DT musikalisch vorschwebte (zumal Portnoy nie einen Hehl aus seiner Begeisterung für John Arch von FATE'S WARNING gemacht hat).

Passender bedeutet also nicht unbedingt immer besser. Auch in diesem Fall.

Veröffentlicht am 04.08.2011 00:48:12 GMT+02:00
Thomas Koller meint:
finde LaBries "Pressgesang" auf IaW brilliant und auf sfam kann man es als solches nicht so bezeichnen. spätestens seit bcasl bin ich froh über ihn ;-)

Veröffentlicht am 28.02.2012 17:02:11 GMT+01:00
Ollowain meint:
Im Wesentlichen Zustimmung - bis auf eines: Der Sound ist klangtechnisch der mieseste, der mir je untergekommen ist. Die Aufnahme ist über den gesamten Frequenzbereich viel zu dünn, was den m.E. richtig guten Songs viel von ihrer Wirkung nimmt. Die klingt ja, als hätte das gesamte Equipment des Studios aus meinem alten Grundigkassettenrekorder bestanden, und den hätte der verantwortliche Tontechniker (war da wirklich einer dabei?) sich auch noch unter den Pulli gestopft, um ganz sicherzugehen, dass klanglich absolut keine Dynamik, keine Power und schon gar kein Bass rüberkommt. Wirklich ein Jammer! "The killing hand" und "Ytse Jam" sind eigentlich tolle Songs - aber in der Qualität macht es nicht gerade viel Spass, sich das anzuhören. Immerhin: "A fortune in lies" haben sie neulich auch live gespielt.

@ageispolis:Auf einigen Aufnahmen kommt La Brie tatsächlich stellenweise überanstrengt rüber - aber wer ihn jemals live gehört hat, für den gibt es keinen Zweifel, dass er tatsächlich eine großartige Stimme hat und den anderen Bandmitgliedern in nichts nachsteht. Warum die Techniker das im Studio nicht so hinkriegen, dass das auch dort herauskommt, kann ich nicht nachvollziehen - aber bei seinen Solo-Alben klappt es ja auch.
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