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Kundenrezension

am 29. Mai 2014
1970 veröffentlichte die Heavy/Hard Rock Gruppe Uriah Heep in der Besetzung - David Byron (Vocals), Ken Hensley (Keyboards), Mick Box (Gitarre), Paul Newton (E-Bass), Ollie Olson (Schlagzeug), Alex Napier (Schlagzeug) und Colin Wood (Keyboards) - ihr Debütalbum "Very 'eavy.....Very 'umble". Produziert wurde es vom legendären Vertigo-Label.

"Very 'eavy.....very 'umble" war der Startschuss für die Engländer und die ersten, prägnanten und prägenden Markenzeichen von Uriah Heep waren innerhalb der Songs schon präsent. Der hohe zweistimmige Falsett-Gesang von David Byron lag zwar noch mehr in den Geburtswehen, doch fand er auch schon des öfteren Verwendung. Zu Zeiten dieses Debüts (und später noch) wurde die Band immer wieder als billige Deep-Purple-Kopie abgespeist, und man musste sich viel Gefallen lassen, was solche Statements anbelangt. Trotz der kräftigen, scharfen Riffs und dem Vorhandensein von drei, vier Klassikern der Gruppe sind die einfachen Arrangements und die dürftige Produktion zur damaligen Zeit schwer im Magen gelegen und es war für viele nicht einfach, das Werk zu schlucken. Und trotzdem ist das Ergebnis des Albums unter dem Strich überzeugend ausgefallen und nach mehreren Durchläufen erkennt man auch erst recht das kreative Potenzial der Songs.

`Gypsy` ist ein musikalisch sehr gut arrangierter Track und vielleicht D E R Eröffnungssong für ein Heep-Album. Auch vom Text her interessant, steigert man sich im Mittelteil und gegen Ende, und gibt dann eine Feuerwerk des Heavy/Hard Rock zum Besten. Damals musste sich die Band oft an diesem formidablen Geniestreich messen lassen.
Weitere grundsolide gute bis sehr gute Songs sind `Come away melinda`, `Lucy Blues`, `Dreammare`, `Real turned on` und das abschließende `Wake up (Set your sights)`. Auch `I'll keep on trying` ist *eigentlich* gut, aber es fehlt etwas, und `Walking in your shadow` passte in der damaligen Zeit - wie auch `The Park` vom Nachfolgealbum - nicht so recht zum Stil von Heep. Hier wäre mehr drin gewesen.

Zu der eher schwächeren, aber doch zeitgemäßen Neuveröffentlichung und Remastering gesellt sich - wie bei allen Wiederauflegungen - unzähliges Bonusmaterial und bisher unveröffentlichte Tracks. Heep 1970 sowohl im Studio als auch auf den nachziehenden Touren eine Macht. Zwar konnte man sich (noch nicht) mit ihren deutlichen Einflüssen Deep Purple auf internationaler Ebene messen lassen, doch ist die schwer im Magen liegende Debütplatte gleich der erste Klassiker von Heep mit einigen bis heute unentdeckten Perlen im Katalog. Dazwischen mangelt es aber auch an Kreativität; man erwartet hin und wieder etwas *mehr*, und somit sind die hier komponierten Songs auch "nur" als gut bis sehr gut zu bezeichnen. 5 Sterne sind aber insgesamt schon verdient und der Weg für kommerziell erfolgreicherer Alben war schon geebnet, auch wenn sich das Potenzial der Songs stellenweise im Zaum hält.

Fazit: Erster, wegebnender Heep-Klassiker. 5 Sterne!
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Produktdetails

4,6 von 5 Sternen
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