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Kundenrezension

8 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchwachsener Start, 26. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit - Eine unerwartete Reise [Blu-ray 3D + Blu-ray] (Blu-ray)
Die Hobbitverfilmung krankt eben von Anfang an der unausgegorenen Idee, die Handlungsstränge nahtlos an den Herrn der Ringe anknüpfen zu lassen. Klar hat Tolkien selbst das auch irgendwie gemacht, aber es gibt eine Reihe von Quellen oder Textauszügen aus den Anhängen, dem Silmarillion oder den Nachrichten aus Mittelerde, die die Fahrt zum Erebor mit einem anderen Duktus wiedergeben, als der Hobbit.

Insofern hätte sich Peter Jackson im Vorfeld eben entscheiden müssen, ob er ein Buch so verfilmen möchte, dass es der wunderbaren Romanvorlage einfach nur gerecht wird, oder ob er eine Episode aus dem Ringkrieg erzählen möchte, die sich formal in die vorangegangenen Filme einbettet. Peter Jackson, den ich nie für einen sonderlich talentierten Regisseur gehalten habe, hat sich leider für beides entschieden und das kann nicht funktionieren. Bestes Beispiel hierfür sind die Trolle, die im Buch ganz wunderbar funktionieren, als Teil der Mittelerde-Epik aber eben nur lächerlich wirken.

Insgesamt war es bei den Herr der Ringe Filmen schon so, dass nie nachvollziehbar war, an welchen Stellen sich Jackson warum von der Romanvorlage abwendet und warum er an manchen Stellen wider besseres Wissen daran festhält. Auch im Hobbit ist dies nicht anders, wie u.a. die Szene mit den Bergriesen zeigt. Bei jedem Regisseur, der halbwegs bei Verstand ist, wäre diese Szene dem Schneidetisch zum Opfer gefallen. Nicht so bei Jackson, Walsh und Konsorten. Steht ja schliesslich so im Buch und 3 Filme sind irgendwie zu füllen.

Stattdessen präsentiert er uns eine reichlich durchschnittlich CGI-Fassung eines Orks, der bestenfalls nach World of Warcraft Maßstäben ausreichend charakterisiert ist und gemäß literarischer Vorlage von Dain Eisenfuss vor den Toren von Moria erschlagen wurde. Kein Problem für Jackson, wenns hollywoodtauglich der Charakterisierung des Protagonisten dient. An sich wäre das auch nicht so problematisch, wenn sich Jackson selbst nicht an hundert anderen Stellen immer so übertrieben werkgetreu geben würde.

Und so pendelt der Film von Anfang bis ende ständig zwischen der hervorragenden Inszenierung des geschichtlichen Backgrounds rund um Durins Volk (hervorragend gelungen ist die Einleitung des Hobbit) und Karnickel-Schlitten und kiffenden Istari auf der anderen Seite. So geht das eben nicht, Herr Jackson. Steht aber in einer Linie mit Surfer Legolas in den beiden vorangegangenen Blockbustern.

Unter Kennern ist eben wirklich nur der erste Teil der Ringtrilogie von Jackson wirklich akzeptiert. Ab die 2 Türme domierte dann nicht mehr die Erzählkunst und die pontierte Inszenierung, sondern der CGI-Overkill von WETA. Die schlechtesten Szenen in der Hobbit sind daher wie schon in den Vorgängern die hysterisch inszenierten Massenszenen in den Orkhöhlen.

Ich hatte mir im Vorfeld ehrlich gewuenscht, dass ein anderer als Jackson den Hobbit verfilmt. Hätte ja nicht gerade Ridley Scott sein müssen. Jackson hat eben zu keinem Zeitpunkt je verstanden, dass weniger in der Regel mehr ist. Dies wird ihn auch immer von einem wirklich guten Regisseur unterscheiden.

An Thorin als einen König der Langbärte hatte ich offenbar überzogene Erwartungen, weshalb ich mit der geschrumpften Version von Aragorn nicht glücklich werden kann. Vielleicht haben aber auch nur die Proleten unter den - von mir bislang immer geachteten - Zwergen lange Bärte und idiotische Frisuren. Kann auch nicht sein, da Thrain und Thror ebenfalls mit Bart zu sehen waren. Die einzige Erklärung ist, dass Richard Armitage beim Lesen des Drehbuchs die Haare ausgefallen sind.

Nicht ganz verstehen kann ich den optischen Altersunterschied zwischen Thorin und Balin (der alte weisshaarige Zwergenknacker), da die beiden m.W. nur 20 Jahre trennen und Thorin im Hobbit bereits so um die 200 Lenze auf dem Buckel hat. Danke Peter Jackson.

Jaja, Bücher sind keine Filme. Dass man offenbar für vollendeten Filmgenuss erst zum Analphabeten mutieren muss, geht dann doch zu weit.
Besser wärs aber, dann könnte ich mich jetzt freuen auf sprechende Spinnen in Teil 2, Robert Pattinson als Dain Eisenfuss, eine CGI-Only-Fassung von Bard dem Bogenschützen und eine Motion-Capture Drossel gespielt von Andy Serkis. Oder macht der am Ende noch den Drachen??! Ausdruckstanz bewahre!

Edit: Himmerl! Ich hab ganz Beorns Haustiere vergessen, die das Abendessen servieren... Mal schauen wir werktreu dieser Goblin von einem Regisseur DAS umsetzt...
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 01.01.2013 17:01:47 GMT+01:00
Nico1908 meint:
Robert Pattison als Dain Eisenfuß - das wär's ja! *würg*

Veröffentlicht am 10.01.2013 22:54:28 GMT+01:00
Theisentheis meint:
Vielen Dank für diese gelungene Rezension. Ich stimme Ihnen absolut zu: ich halte Jackson ebenso für einen mittelmäßigen Regisseur.
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