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Kundenrezension

VINE-PRODUKTTESTERam 29. Juni 2013
Mal ehrlich: wann hast Du das letzte Mal eine CD gekauft, auf der jeder Song ein absoluter Knaller war? So um 86 rum, Master of Puppets? Oder vielleicht 84, Defenders of the Faith? Oder war es 81 Blizzard of Ozz? - Egal, denn solche Klassiker erscheinen nicht mehr im Jahrestakt. Das letzte Mal, dass mich ein ganzes Album so umgehen hat, wie "13" ist jedenfalls schon ziemlich lange her. Viel Gutes ist trotzdem erschienen, aber ein echter Klassiker?! - Natürlich fällt es mir als altem Ozzy Supporter nicht ganz leicht, objektiv an die Sache ranzugehen. Und deshalb habe ich mit meinem Review einfach mal ein paar Wochen gewartet. Um zu schauen, ob sich die Begeisterung auch schnell wieder abkühlt. Um zu checken, ob das Album vielleicht sogar weiter wächst.

Mein Fazit: Klassiker, kaufen. Jeder Song, jeder Ton ist ein echtes Highlight. Dass Bill Ward nicht dabei ist, finde ich schade. Aber Brad Wilk macht seine Sache super. Und die Herren Osbourne, Butler und Iommi sind jeder für sich in Bestform. Ja, auch Ozzy. Bei Tony Iommi gab es sowieso selten ein Schwächeln. Der heimliche Star von "13" ist aber in meinen Augen Geezer Butler. So muß ein Heavy Rock Bass klingen. Klasse, welche Läufe er spielt. Und auch klasse, wie Rick Rubin das Ganze produziert hat. Ein warmer Klang, nicht zu laut aufgenommen und mit deutlichen 70ties Anleihen. Ich bin begeistert.

Vielleicht noch ein paar Takte zu den einzelnen Songs:

1. End of the Beginning: ist in drei Teile aufgebaut. Sehr schwerer, schleppender Anfang á la "Black Sabbath", dann swingender Mittelteil und schließlich Heavy Rock mit Beatles Anklängen in den Gesangsharmonien. Allein der Anfang von Ozzy's Gesang "Is this the End of the Beginning or is the Beginning of the End" ist alleine schon das Geld wert.

2. God is dead?: Hat bei mir lange gebraucht, um wirklich zu zünden. Aber inzwischen steht der Song für mich auf einer Stufe mit Zeitlos-Klassikeren wie "War Pigs" oder "Iron Man". Einfach nur super, diese Dynamikwechsel von laut/leise. Im Mittelteil grüßt "Hole in the Sky" ähnliches Riffing, klasse Gitarrensolo. Die Wucht!

3. Loner: erinnert mich von der Struktur irgendwie an "Voodoo". Toller Song mit wirklich absolut genialem Ohrwurm-Refrain, maßgeschneidert auf Ozzy's Gesang. Hammer Groove.

4. Zeitgeist: ähnlich wie "Planet Caravan", aber noch besser. Die Verbindung von Text und Musik: einmalig. Wie Ozzy's Stimme im Song erst psychedelisch aus der Ferne kommt, um dann in den ersten zweieinhalb Minuten immer klarer und deutlicher zu werden, um dann mit diesem sensationellen "Goodnight" in ein geniales jazziges Iommi Akustiksolo zu übergeben. Wirklich genial.

5. Age of Reason: Majestätisches Riff, ganz großes Ohrenkino. Wie beim abschließenden Iommi-Solo der Chor im Hintergrund einsetzt, ist einfach sensationell. Jedesmal Gänsehaut.

6. Live forever: erinnert mich irgendwie an die "Master of Reality" (die nach "Sabbath, bloody Sabbath" meine bisherige Lieblings-CD von Sabbath war. Jetzt ist das "13"). Cooler Rocker.

7. Damaged Soul: diesen Song meinte Ozzy mit Sicherheit, als er vor Veröffentlichung in einem Interview von "Satanic Blues" sprach. Sabbath mit einem schweren Blues...und Ozzy holt nach Ewigkeiten mal wieder die Mundharmonika raus. Anders, aber gut!

8. Dear Father: Geezer's Abrechnung mit der Verlogenheit der Kirche ist ein schwerer, typischer Sabbath Rocker mit tollem Refrain. Und einem Ende, das jedem Fan wieder eine meterdicke Gänsehaut auf die Arme zaubert, wenn der Song genau so aufhört, wie vor 40 Jahren die erste Sabbath LP begann. Eine tolle Idee!

Bonus Tracks

1. Methademic: klasse Uptempo-Track, der meiner Meinung nach unbedingt auf das reguläre Album gehört hätte, und zwar hinter "Zeitgeist" und vor "Age of Reason". Sensationelles Drumming, tolle Gitarren und Ozzy erzählt uns mal wieder, wie schlimm Drogen sind. Wer, wenn nicht er?! ;-)

2. Peace of Mind: zu Recht nur ein Bonustrack. Auf so ziemlich allen anderen Ozzy oder Sabbath CDs nach "Sabotage" und ausgenommen "Blizzard of Ozz" und "Diary of a Madman" wäre "Peace of MInd" aber als Highlight durchgegangen.

3. Pariah: Nochmal ein Bonus-Song, der eigentlich noch auf das reguläre Album gehört hätte. Ein Hammer-Riff, tolle Dynamik in dem Song. Echter Ohrwurm.

4. Naiveté in Black: zu Recht Bonustrack, aber noch einen Tick besser als "Peace of Mind". Schönes Uptempo Stück. Paranoid lässt leicht grüßen.

Summasummarum das beste Comeback-Album, was ich kenne. Jeder Song auf der regulären CD braucht sich hinter den alten Klassikern definitiv nicht zu verstecken. Und 2 der 4 Bonus-Songs halten dieses Niveau. Mir gefallen viele Bands sehr, sehr gut. Aber bei diesem Album fühle ich mich zu Hause. Eine der besten Heavy Rock Scheiben ever. Und die alten Herren haben tatsächlich an ihre besten Zeiten anknüpfen können. Die Vorfreude auf das Dortmund Konzert ist gewaltig. Ozzy, enttäusch uns da nicht ;-)
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