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Kundenrezension

TOP 1000 REZENSENTam 26. März 2014
Schon der erste 2033 Roman von Dmitry Glukhovsky hatte seine schriftstellerischen Schwächen, aber der Autor und Erfinder des Hintergrunds konnte dies mit einer spannenden Story und einer interessanten Welt hervorragend überdecken. „Im Tunnel“ ist da anders: der Hintergrund wird kaum erweitert und wenn dann eher seicht, die Geschichte ist vorhersehbar, die Charaktere hölzern. Der Autor verwendet die Welt, ohne tatsächlich darin eintauchen zu lassen.

Eine Gruppe von Anarchisten – die Guten – ziehen mit einem angeblichen Überläufer der Kommunisten – die Bösen, aber nicht so böse wie die Faschisten – aus, eine Art Dr. Frankenstein und seine Experimente aufzuhalten. Statt aber Helden zu werden bildet genau dieser Trupp letztlich die Grundlage für die wissenschaftlichen Experimente. Hier kommt das erste große logische Loch der Geschichte auf: warum eine Truppe von Männern aus einem anderen Ende der U-Bahn mit einer durchschaubaren Geschichte herlocken, anstatt sich einfach am eigenen und überreichlich vorhandenen Menschenpotential zu bedienen?

Bei diesem Logikloch bleibt es nicht, doch wäre mehr davon nur mehr Spoilern. Ohne zuviel zu verraten aber sei deutlich gewarnt: ja, die hübsche junge Kommunisten wird natürlich zum Schutzschild des Dr. Frankenstein und ja, der sich moralisch und menschlich zum Guten wandelnde Reisegefährte opfert sich natürlich für die Mission und ebenfalls ja, die Hauptperson ist am Ende natürlich der Held in leuchtender Rüstung, der glücklich bis an sein Lebensende mit seiner großen Liebe leben wird.

Die Reise an die Oberfläche, das Highlight im ursprünglichen Metro Roman, verkommt zur Kampf- und Ballerorgie. Der Vorbeimarsch am Kreml setzt voraus, dass dem Leser andere Romane der Serie bekannt sind, will er nicht irritiert vor und zurück blättern müssen. Wie nuklearer Niederschlag binnen einer menschlichen Generation Pterodactyle entstehen lässt, bleibt weiterhin ein Geheimnis schriftstellerischer Fantasie.

Ich habe mich durch den Roman gequält. Und nicht einmal das Finale war diese Qual wert, sondern vom Niveau auf dem gleichen niedrigen Level, das schon die 350 Seiten zuvor durchzieht. Schade. Der Hintergrund bietet soviel. Sergej Antonow kann es nicht nutzen.
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