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Kundenrezension

am 14. Dezember 2013
Carl Zellers "Vogelhändler" von 1891 gehört bis heute zu den beliebtesten Werken aus dem so genannten "goldenen Zeitalter" der Wiener Operette, die mit unsterblichen Klassikern wie "Grüß' Euch Gott, alle miteinander", "Ich bin die Christel von der Post", Schenkt man sich Rosen in Tirol" aufwartet. Das besondere des Stückes ist, dass es viele größere Rollen gibt, die auch musikalisch anspruchsvoll sind und deshalb ein sehr ausgewogenes Ensemble erfordern, und das ist das besondere an dieser Aufnahme von 1973, die nicht nur sehr prominent, sondern durchgehend nahezu optimal besetzt ist:

Da ist zum einen das junge Liebespaar. Das Postfräulein Christel singt Renate Holm als selbstbewusste junge Frau mit unübertrefflich jugendlichem Charme. Adolf Dallapozza erinnert als Tiroler Vogelhändler Adam in den besten Momenten an Fritz Wunderlich, kann als jugendlicher Draufgänger mehr als überzeugen. Ein besonderer Trumpf ist, dass er als Südtiroler den geforderten Dialekt sehr authentisch hinbekommt.

Die zweite - musikalisch fast größere - weibliche Hauptrolle, die Kurfürstin Marie, singt hier Anneliese Rothenberger. Zu der erwachseneren Rolle passt ihr im Verhältnis zu früher etwas reiferes Timbre gut. Zudem ist die Mannheimerin Rothenberger eine glaubwürdige Pfälzerin. Nur in ihrem Hit "Fröhlich' Pfalz" würde man ihr eine etwas leichtere Stimmführung wünschen.

Den intriganten, korrupten, dünkelhaften Baron Weps gibt Walter Berry wunderbar schmierig und mit einer überraschend leichten Höhe für einen Bassbariton. Auch er ist eine Idealbesetzung.

Die zweite große Tenorrolle, den Neffen des Barons, Stanislaus, einen adelligen Schwerenöter und Tunichtgut, singt Gerhard Unger, dem man seine 57(!) Jahre wahrlich nicht anhört. Der bekannteste deutsche Spieltenor der 50er und 60er Jahre überzeugt hier immer noch durch jugendlichen Charme und seine leichte Höhe.

Die Nebenrollen sind ebenfalls prominent und sehr überzeugend besetzt (z. B. mit Wolfgang Anheisser als Schneck und Jürgen Förster und Karl Dönch als korrupte Professoren mit dem wunderbaren Duett "Ich bin der Prodekan").

Schade ist lediglich der zwar sehr ausdrucksvoll gesprochene, aber stark gekürzte Text, der die etwas verwickelte Handlung, besonders die vielen Scheinidentitäten (verkleidete Kurfürstin, angeblicher Kurfürst) etwas schwer verständlich macht. Auch der Chor dürfte etwas deutlicher artikulieren. Sonst ist man ohne Textbuch etwas aufgeschmissen. Trotzdem ist dies eine insgesamt wunderbare Operetten-Gesamtaufnahme.
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