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Kundenrezension

am 23. Mai 2014
Nun ist der dritte Arnie-Comeback-Film ist ins Land gezogen. War ich von Last Stand doch sehr enttäuscht, von Escape Plan in einer Szene peinlich berührt (war aber als Ganzes immerhin ein relativ solider Thriller), hatte ich doch eher Bedenken bei der Sichtung des Trailers zu „Sabotage“, denn irgendwie mag so ein Film so gar nicht zu Arnie passen. Wer sich den ansieht, der wird in Teilen aber dann auf eine falsche Fährte gelockt.
Hatte ich innerlich schon damit abgeschlossen, mir womöglich eine peinliche Action-Gurke mit Arnie reinzupfeifen (die zum Vergleich herangezogenen Filme End of Watch und Training Day vom gleichen Regisseur bzw. Drehbuchautor David Ayer waren einfach nicht mein Fall muss ich allerdings dazu sagen), wurde ich zumindest von Arnies Part echt positiv überrascht:

Breacher (Arnold Schwarzenegger) wird zu Beginn als gebrochener Mann gezeigt. Er sieht in sich zusammengesackt ein Video von seiner Frau an, mit der ein Mann mit Maske gerade nicht zimperlich umgeht. Zum Hintergrund dazu erfahren wir im Laufe des Filmes natürlich mehr.
Ansonsten ist Breacher aber schon der coole zigarrenqualmende Daddy mit flotten Sprüchen, der eine Sondertruppe vom DEA anleitet und zu Beginn reichlich actionlastig ein Drogenkartell auffliegen lässt. Das Geld, was eigentlich vernichtet werden soll, wovon sie sich aber etwas abzweigen wollen, ist nach dem Transport durch die Kanalisation plötzlich nicht mehr aufzufinden. Ein Hinterhalt?
Breacher als auch seine Truppe geraten natürlich in Verdacht, sich selbst das Geld an Land gezogen zu haben und dürfen ihrer regulären Tätigkeit erstmal nicht mehr nachgehen. Breacher wird wohl nicht als Einziger überwacht, man verhört die Truppe einzeln und will sie gegeneinander ausspielen.
Das lassen sie vor anderen Leuten nicht mit sich machen, aber im Team selbst ist längst ein Vertrauensbruch spürbar.
Als plötzlich nach und nach Team-Mitglieder auf blutige Art und Weise das zeitliche segnen, bringt das Caroline (Olivia Williams) von der Mordkommission ins Spiel…

Soweit erstmal zur groben Geschichte. Das Ganze ist allerdings wirklich recht undurchschaubar inszeniert. Man mag keinem so recht trauen, auch wenn Arnold Schwarzenegger schon die Sympathiepunkte auf seiner Seite hat. Der Film bietet so einige nicht unbedingt vorhersehbare Überraschungen. Man muss allerdings vorsichtig sein, wenn man sich eben auf Grund des Trailers auf eine reine Action-Baller-Orgie einstellt. Dem ist nicht so! Der Film hat sicher einige harte Actionszenen zu bieten und die Altersfreigabe ab 18 ist klar berechtigt, aber Hauptaugenmerk sehe ich hier eher in der Ermittlungsarbeit, es wird mitunter doch eher dialoglastig, was in meinen Augen hier schon positiv zu bewerten ist. Somit ist der Film keine seelenlose Actiongurke geworden, wie ich befürchtet hatte.

Nun kommen wir aber zu den dicken Minuspunkten des Filmes in meinen Augen:
Das Team, was ständig als Familie erwähnt wird, kommt so nicht rüber. Die Jungs und das nervige Klappergestell Lizzy mit der übertrieben frechen Schnauze (Mireille Enos) sind dermaßen unsympathisch, dass es mir vollkommen egal ist, wer da gerade qualvoll zu Tode kommt – übrigens geht es nicht nur mir so. Die „Familie“ trauert keine Sekunde um seine verlorenen Familienmitglieder, es wird zwar lachend und fluchend angestoßen zum Wohl des jeweils zu Betrauernden, aber das kann es ja wohl nicht sein! Meine Güte, beim Casting der Truppe hat man sich aber derart verhauen, da stimmt weder die Chemie noch das Schauspiel (und das Drehbuch an der Stelle der „Familientruppe“ sowieso nicht!). Wenn zum 2. Mal innerhalb der ersten 10 Minuten über einen Furz hergezogen wird („Wer hat hier einen losgeknattert?“), dann nenne ich das nicht nur müde Witzwiederholung sondern einfach nur peinliche und platte Drehbuch-Lückenfüller.
Überhaupt wird an manchen Stellen so unnötig übertrieben geflucht – und ich habe beileibe nichts gegen das Fluchen, das kann man auch irrwitzig und cool inszenieren! – das man fast nur noch Kopfschütteln kann. Kleiner Trost: ein paar markige Sprüche haut zwischendurch Arnie raus (der leider beim Drehbuch auch nicht verschont wurde, der muss auch mal etwas zu viel unter der Gürtellinie fluchen). Also es gibt auch gute Lacher, das sei mal versprochen!
Hätte man nur vielleicht anstelle von Mireille Enos lieber z. B. Michelle Rodriguez (man denke an Machete oder S.W.A.T., da hat sie einiges aufgepeppt) als coole und sexy Kampfsau eingesetzt und auch den Rest des Teams durch ein paar sympathischere Figuren ersetzt, dem Drehbuch den nötigen Feinschliff innerhalb der Truppe gegeben – was hätte das für ein gutes Gesamtbild gegeben!

Recht ordentliche Leistung bringt aber Olivia Williams* als toughe Mordkomissions-Ermittlerin durchaus zu Tage, obwohl auch hier dachte ich kurz daran, wie interessant eine Alternativbesetzung wie z. B. Ashley Judd („Twisted“) gewesen wäre – aber natürlich ist das hier kein Wunschkonzert ;-)
Für Einige mag es überraschend sein, dass man bei Arnold Schwarzenegger von richtigem Schauspiel sprechen kann. Er bringt hier keine einzige peinliche Szene. Die Balance zwischen dem gebrochenen Mann (bei End of Days konnte man das Talent aber schon deutlich sehen meiner Meinung nach) und dem verschmitzten Daddy mit den flotten Sprüchen kauft man ihm gut ab. Ein wenig sentimental werde ich, wenn ich sehe, wie er Türen eintritt. Ja, er kann es noch, aber die Bewegungen sind altersbedingt doch deutlich langsamer als noch zu Hochzeiten der 90er Jahre. Man muss es nun mal akzeptieren, dass auch das Alter an Arnie nicht vorbei geht. Aber dieser Film ist ein kleines Stück Charaktergeschichte für ihn, das hat mir deutlich gefallen.

Fazit: Ein in Teilen gelungener Action-Thriller mit einem leider unharmonischen und teils unlogischem „Familien“-Team (Casting- und Drehbuch-Schwächen), der die Plus-Punkte deutlich bei Arnies Schauspiel und die unvorhergesehenen Wendungen zu bieten hat.
Trotz der zumindest teils kernigen Sprüche ist der Schwerpunkt deutlich auf Thriller zugeschnitten, der Actionjunkie sei also ein wenig gewarnt. Es gibt eingestreute Action-Szenen, welche die 18er-Freigabe verdienen, aber es ist ein insgesamt doch deutlich ruhigerer Film, als man mal wieder vermarkten will. Wen das nicht stört, der kann ja mal den Blick riskieren.
P.S. Als Arnie-Fan sei nur mal angemerkt, dass mal wieder (wie bei Last Stand, bei Escape Plan spielte er ja auch nur die 2. Geige neben Stallone) zu viele Personen in den Mittelpunkt gerückt werden, Arnie trägt den Film nicht alleine, worauf wir Fans ja schon ein wenig warten, oder? ;-)

*ein kleine Spoiler muss an dieser Stelle leider sein (wer keine Spoiler mag, nicht weiterlesen!):
Zu Olivia Willams: stark erzwungen wirkt der Kuss zwischen Olivia Williams und Arnold Schwarzenegger. Das hätte es an der Stelle nicht gebraucht, zumal (auch wieder Drehbuchschwäche meiner Meinung nach) es recht unlogisch ist, dass er das überhaupt zulässt, wo er doch noch stark als gebrochener Mann an seiner Familie hängt (und ja, ich habe den späteren Vorwurf von ihr, dass er sie nur benutzt hat, mitbekommen. Dennoch eher unpassend bzw. ungeschickt inszeniert). Es war zu keiner Zeit eine Anziehung zu spüren zwischen den Beiden, man hätte es da konsequent beim Beruflichen lassen können, auch wenn ich die Witzelei am nächsten Tag zwischen ihrem Partner und ihr recht spaßig fand zur vergangenen vermeintlichen Liebesnacht. Allerdings muss man hier fairerweise auch einräumen, dass der Fehler einer erzwungenen Liebes-/Kuss-Szene schon in zig anderen Actionfilmen bzw. Thrillern aufgetaucht ist und man die Pille dann wohl einfach schlucken muss.
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