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Kundenrezension

am 30. Dezember 2010
Zunächst ein paar allgemeine Informationen: 'Tamar Weinberg ist Expertin für Internet-Marketing mit den Schwerpunkten Social Media und Virales Marketing.' Soweit die Selbstbeschreibung auf dem Einband des Buches und auch insoweit zutreffend ' das Buch lässt tatsächlich keinen Zweifel in Bezug auf diese Aussage. Die Autorin stellt jedes nur erdenkliche Social Media-Tool vor und verweist, wenn nötig, auf weiterführende Quellen. Auch lassen insbesondere ihre sechs viralen Strategien im letzten Kapitel und die Netiquette-Empfehlungen im Anhang auf ein profundes Wissen schließen, das auf vielen praktischen Erfahrungen beruht.

Dennoch stellte sich mir als geneigtem Leser dann und wann wiederholt die Frage, inwieweit es sich tatsächlich um ein Marketing-Buch handelt; fast schon penetrant redundant wiederholt Frau Weinberg, wie wichtig ist es, die digitale Community auch als reale Gemeinschaft wahrzunehmen und insofern das Verhalten gegenüber realen Menschen mit ins Internet zu nehmen: Respekt, Austausch, freundschaftliches, zumindest aber geschäftliches Verhalten. Auch wird sie gerade in den ersten Kapitel nimmer müde, die unendliche Notwendigkeit eines Social Media-Engagements hervorzuheben: die Zahlen sind beeindruckend, der Einfluss wächst.

Aus diesen Fakten leitet sie zweierlei Dinge ab:
Ein Engagement im World Wide Web, das über das 'statische Internet' hinausgeht, ist dringend notwendig: Web 2.0, Social Media, mittlerweile Web 3.0 (findet aufgrund des US-Erscheinungsdatums des Buches keinerlei Berücksichtigung) und die Verlagerung der Konsumentengewohnheiten machen die Umsetzung einer Social Media-Strategie insbesondere für große und themenspezifische Unternehmen zwingend erforderlich.
Die Strategie muss auf sozialen Ideen fußen, ein Social Media-Konzept, das auf kurzfristigen Erfolg abzielt, kann nicht funktionieren. Sicherlich ist dieser Punkt zutreffend, wie auch die meisten Leser dieses Blogs wissen: dennoch klingt diese flehende Aufforderung im Buch zeitweise wie Angst davor, eine Horde unwissender Marketing-Directors anzufassen, welche die zarte Pflanze Social Web zertreten könnten.

Das, was sich der interessierte Leser von diesem Buch jedoch wünscht, ist kaum vorhanden: den wirklich gut ausgesuchten Praxisbeispielen und Fallstudien stehen leider nur sehr wenige Empfehlungen und Ausführungen für die Marketing-Praxis des Buches gegenüber. Kann man sie bei den Kapiteln zu twitter und facebook noch erahnen (hier gibt es frei verfügbare Leitfäden, die wesentlich mehr Informationen geben), verwischen sie bei der Beschreibung von XING und den VZ-Netzwerken (vermutlich von den deutschen Übersetzern hinzugefügt) zunehmend. Spätestens bei den sehr ausführlichen Abhandlungen zu Social Bookmarking und Social News Sites verschwinden sie komplett. Hier habe ich zwar unglaublich viel gelernt, auch mein eigenes soziales Profil ausgeweitet, der Bezug zum Begriff Marketing ging bei dieser reinen Sach- und Funktionsbeschreibung leider komplett verloren.

Ein weiterer wichtiger und fehlender Punkt: Risiken, negative Aspekte, womöglich sogar greifbare Gefahren für ein Engagement in Social Media. Es gibt immer wieder kritische Situationen, wie der vor einiger Zeit erfolgte Nestlé-Fall zeigt. Wie man in solchen Krisen richtig mit den Fans, Followern, Kontakten oder Freunden umgeht, verschweigt Frau Weinberg. Dass es überhaupt so weit kommen kann oder wann man sich besser nicht engagieren sollte, verschweigt sie. Jemand, der aus der Branche kommt, ist ' genau wie ich auch ' sicherlich glühender Verfechter, der Chancen und Möglichkeiten und kann mehr 1.000 Möglichkeiten nennen, erfolgreiches Krisenmanagement zu betreiben. Erwähnt werden muss es trotzdem.

Das Buch zu verteufeln oder nicht zu empfehlen, wäre falsch: es enthält die wohl beste und umfangreichste Sammlung von sozialen Webseiten mit deren Funktionsweise und Möglichkeiten; konkrete Marketing-Strategien bzw. Ideen, wie man die Dienste ausnutzen kann, müssen allerdings von jedem Marketing-Menschen, der dieses Buch liest, selbst erdacht und entwickelt werden. Ein Abschlusssatz: sehr interessant, umfang- und lehrreich, nur am Thema Marketing vorbei.
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