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Kundenrezension

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Philip Roth nicht in Höchstform, 24. Februar 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Empörung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe schon einige Bücher dieses Autors (z.B. Sabbaths Theater) gelesen. Seine Sprachvirtuosität, sein Stil, seine Erzählkunst sind mir bekannt. Bei diesem Buch sei es mir gestattet, ein wenig meine Enttäuschungen laufen zu lassen. Das Thema ist möglicherweise aus Gründen der Notwendigkeit, -- also um zuweilen ein bisschen amerikanische Geschichtsaufbereitung zu treiben, aufgegriffen. Vielleicht ist das Ereignis des Koreakrieges auch ein in den USA verdrängtes, historisches Geschehen. Das hätte mich auch nicht so gestört. Für mich hat das Buch einfach zum Ende hin immense Schwächen: Die Handlung erscheint abgebrochen; die letztliche Entscheidung des Protagonisten zum Kriegseinsatz ist mir zu unschlüssig, trotz all seiner Lebensenttäuschungen, -- und daher unglaubwürdig. 3 Sterne dafür, weil der Autor auch bei schwächeren Büchern noch Niveau hat; so ist die Schilderung des jüdischen Kleinstadtlebens und die Kinderstube des Metzger-Einzelkindes Markie interessant und authentisch geschildert; ebenso die moralischen Wertvorstellungen der 50er Jahre. Das Aufbegehren der jungen Studenten gegen die geheuchelte und enge Moralwelt, ebenso die Auseinandersetzung von Markie mit Dean, dem Mann für studentische Angelegenheiten, wohl so etwas wie ein Tutor, geben dem Buch den grundlegenden Reiz. (Markie, eigentlich Jude, aber Atheist, ist gegen Dean, den Vorzeige-Christen) Markies eigenbrötlerische Beziehungsunfähigkeit gegenüber den Mitstudenten als auch das sonderbare Verhältnis zu Olivia sind mir zu befremdlich; aber seine innere Rebellion gegen Autorität, gerade aufgrund des Elternhauses (man funktioniert nur) und dem Wunsch sich aus dieser klaustrophobischen Welt zu befreien, schlüssig. Die Moral des Autors ist richtig: Die banalsten, zufälligsten und sogar komischsten Entscheidungen haben manchmal die unverhältnismäßigsten Folgen. Am Schlimmsten aber ist, sich seiner inneren Stimme kein Gehör verschafft zu haben; sich nicht bewegt -- und das Leben nicht gelebt zu haben.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 01.03.2011 18:09:18 GMT+01:00
Ich kann in den meisten Punkten zustimmen. Jedoch war der Kriegseinsatz keine freie Entscheidung sondern Markus war - wie seine Mitstudenten - aufgrund des Studiums zurückgestellt. Nach der Exmatrikulation von Amts wegen war kein (erneuter) Wechsel an eine andere Uni / college möglich, so daß er zum Kriegsdienst eingezogen wurde.
War aber deutlich beschrieben. Vielleicht doch nicht so genau 'hingelesen'?!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.03.2011 01:15:09 GMT+01:00
Walter meint:
Kann sein, dass ich das überlesen habe. Entscheidend finde ich aber etwas anderes: Warum rebelliert ein Heranwachsender gegen seinen Tutor und sein Elternhaus und prangert die menschenverachtende Lebensphilosophie und -moral der Kirche an? Etwa um dann später, wenn auch unfreiwillig, in den Krieg zu ziehen? Das wäre doch das nächste Unterdrückungssystem. Meines Erachtens zeigt sich hier ein eindeutiger Bruch in der Glaubwürdigkeit der Charaktereigenschaften des Protagonisten. Für mich eine unstimmige Figur.
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Ort: Buxtehude, Baden-Württemberg

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