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Kundenrezension

am 15. August 2010
Für mich umgibt die Manic Street Preachers etwas grossartiger, eigenes, wieder deutlich spürbar in der Ankündigung der Band, dass dieses Album gross werden wird, oder in ihren eigenen Worten "one last shot at mass communication." Auch wenn die Ankündigungen der Band schon immer etwas cryptisch waren, im Nachhinein waren sie gut nachvollziehbar. Für die Manics geht es nicht mehr um Erfolg, Geld oder Berühmtheit. Selbst in ihren für einen Rockmusiker schon gehobenen Alter von 40, zeigen sie immer noch das relevante Quentschen an Nonkonformität, dass sie schon seit fast 20 Jahren über jeden Trend, der seitdem in und aus UK gekommen ist, abhebt. Dieses Spiel mit den Erwartungen, ist zentraler Bestandteil der Band und ermöglicht es den Manics mit so vielen Fans in Verbindung zu treten wie nur Möglich, und diese Verbindung spannend und über all die Jahre aufregende zu halten.

'Postcards from a young man' ist folglich und ganz logisch kein Nachfolger von 'Journal For Plague Lovers', die Manics wissen nur zu gut, dass sie diese Band eben nur mit den Texten von Richard James Edwards sein können. Dies hier ist der Nachfolger von 'Send away the tiggers", dem Album mit dem die Manics 2006 ihren anziehenden Stadion und Breitwandsound wiederentdeckt haben. Hier bekommen die Fans die grossen, einprägsamen Melodien, hier bekommen wir Streicher, wie sie noch nie auf einer Manics Platten zu hören waren, hier bekommen wir Gospelchöre. Und wir bekommen Gastauftritte von McCulloch, Duff McKagan und John Cale.

Die Songs sind grossartig und monströs, im positiven Sinne der Worte. Die erste Single '(It's Not War) JUST THE END OF LOVE' ist eine der grössten Hymnen, die sie jemals aus dem Studio entlassen haben, mit einem dieser Refrains, den man wirklich nur einmal hören muss, um ihn für immer mitsummen zu können. Vom Text her haben wir es hier mit dem altersgemässen Update ihrer (Selbst-)Zerstörungskultur zu tun, ein kleiner feiner Reminder, dass keine noch so grosse Kulturelle Müdigkeit, dieser Band den Geist rauben kann. 'POSTCARDS FROM A YOUNG MAN' ist eines der zentralen (das zentale?) Lieder des Albums. Musikalisch ganz einfach zu beschreiben, Queen Bombast. Wobei der Versuch auch von den Vocals her Freddie-Mercury zu erreichen, natürlich wieder nur die Hälfte der Geschichte ist. Auf zutiefst romantische Weise, mit der Metapher der abgegriffenen Postkarten, die sich die Bandmitglieder früher geschickt haben, wird hier eine alte Liebesgeschichte erzählt, nicht aufgewärmt, sondern erneuert, der Liebe zur greifbaren und ewigen Natur des Rock'n'Roll. 'SOME KIND OF NOTHINGSNESS' ist eine weitere Remiszenz, ein Duett mit Echo and Bunnymen's Frontmann Ian McCulloch. Das erste Duet auf einem Manic Album mit einem Mann, weniger bombastisch, mehr verträumt und reflektiv, untermalt mit Streichern und Chören. THE DESCENT ist eine AufdenPunkt Zusammenfassung all dessen, was heute als Britpop formuliert wird. In einem Tour de Force Ritt wird die englische Musikhistorie (bzw. ihre guten Seiten ;-) von Mott the Hopple bis Oasis konsolidiert und mit einem zum Himmel jubilierenden Refrain versehen. 'GOLDEN PLATTITUDES' abschliessend - mit mehr Streichern, mehr Gospelchören, mehr Emotionsknöpfchen drücken. Und einem mehr an Verneigung gegenüber altvorderer Rockgrössen, hier natürlich den Beatles in ihren psychodelischen und wehmütigen Momenten.

Hört sich das Lichtjahre entfernt an, von allem was die Manics bis jetzt gemacht haben? Ja und nein, es ist einfach die insich konsequenteste Weiterentwicklung einer Band, die - zumindest ich mir - wünschen kann.
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