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Kundenrezension

am 17. Februar 2009
Ich habe mir dieses Spiel gleich zum PS3-Release schicken lassen und bin fast völlig davon begeistert. Bereits jetzt habe ich "Eternal Sonata" durch, was aber nicht auf eine zu geringe Spielzeit zurückzuführen ist, sondern darauf, dass es mich wirklich von der ersten bis zur letzten Sekunde gefesselt hat!

Story:
An sich nichts Besonderes. Ein durchgeknallter Herrscher hat es sich in den Kopf gesetzt, die ganze Welt zu beherrschen und macht sich dafür das Mineralpulver zu nutze. Das ist eine Substanz, die einerseits heilend wirken kann, andererseits bei regelmäßiger Einnahme die Menschen jedoch zu seelenlosen Monstern macht. Diesem Herrscher stellt sich eine bunt gemischte Truppe spielbarer Charaktere entgegen, darunter auch Polka und Allegretto, die Hauptcharas.
Die Geschichte ist sehr fesselnd erzählt, hat viel Humor, aber auch ernsthafte und traurige Stellen sowie einige unerwartete Wendungen.
Von diesem Hauptplot mal abgesehen, gibt es noch eine Besonderheit: Frédéric Chopin. Der berühmte Komponist spielt eine tragende Rolle, denn die Geschichte ist im Prinzip ein Traum (oder vielleicht auch nicht?), den er kurz vor seinem Tod hat.

Graphik:
"Eternal Sonata" kommt in einer sehr knuddelig-bunten Animé-Graphik mit Cel-Shading daher, die enorm märchenhaft wirkt. Der Stil lässt sich wohl am Besten mit "bauchig" beschreiben. Speziell die Charakter-Designs sind meist ziemlich rund, was sich oftmals auch durch die pompöse Kleidung erklären lässt.
Die Graphik ist sehr detailliert und liebevoll gestaltet (auch in den Dungeons!) und befindet sich auf einem hohen qualitativen Niveau, allerdings merkt man, dass sie nicht mehr ganz up to date ist. Dies merkt man vor allem an der Flora (also der Pflanzenwelt). Viele Büsche oder auch Baumwipfel sind nichts weiter als Pappaufsteller und das erkennt man auch sehr oft. Außerdem haben die Entwickler sehr oft mit Blur-Effekten gearbeitet, meiner Ansicht nach haben sie es dabei ein klein wenig übertrieben.
Ähnlich wie z.B. in "Final Fantasy X" gibt es keine Oberweltkarte. Das finde ich gut, denn dadurch wirkt die Welt homogener und glaubwürdiger.
Insgesamt ist die Graphik sehr schön, einigen wird der Stil jedoch eindeutig zu kitschig sein.

Musik:
Da Chopin eine wichtige Figur im Spiel ist, gibt es neben dem Score von Motoi Sakuraba (unter anderem "Star-Ocean"-Reihe) auch einige Klavierstücke von ihm zu hören. Diese werden in regelmäßigen Abständen im Verlauf der Story eingespielt und währenddessen werden auch einige Infos über das reale Leben des Komponisten preisgegeben.
Die Musik von Sakuraba ist komplett sehr schön. Es gibt wirklich tolle, unverbrauchte Melodien, die mit echten Instrumenten eingespielt wurden und hervorragend die Atmosphäre und die Bilder unterstützen. Dabei ist die Musik aber nie zu aufdringlich.

Kampfsystem:
Das Kampfsystem ist einerseits rundenbasiert, andererseits aber auch sehr actionreich und taktisch orientiert. Aber der Reihe nach:
Auf die Kämpfe nehmen Licht und Schatten Einfluss. Gegner verändern teilweise ihre Form und ihre Fähigkeiten, je nachdem, wo sie sich auf dem Kampffeld befinden. Die eigenen Charaktere wiederum haben ebenfalls Spezialangriffe, die entweder nur im Licht oder eben nur im Schatten angewendet werden können.
Aber es gibt noch andere Rahmenbedingungen für die Kämpfe, die vom sogenannten Gruppenlevel abhängig sind. Der Gruppenlevel erhöht sich regelmäßig nach bestimmten Bosskämpfen. Der niedrigste Level gibt dem Spieler praktisch unendlich viel Zeit für taktische Überlegungen. Es gibt außerdem eine auf fünf Sekunden begrenzte Aktionszeit, die allerdings nur dann läuft, sofern sich die Spielfigur bewegt wird. Im dritten Level sieht die Sache schon anders aus. Es gibt nur noch eine begrenzte Taktikzeit von drei Sekunden, die automatisch anfängt zu laufen, sobald der Spieler dran ist. Die Aktionszeit beginnt direkt danach zu laufen, auch wenn die Spielfigur nicht bewegt wird. Dadurch ist der Spieler gezwungen, schnell zu überlegen und vor allem zu handeln.
Später kommen dann auch "Blocken" und "Gegenangriff" hinzu. Dafür muss im richtigen Moment die O-Taste bzw. X-Taste gedrückt werden. Die Funktion ist sehr unausgewogen. Bei einigen Gegnerarten hat man immer recht viel Zeit um die Taste zu drücken, bei anderen muss man wirklich, und ich mein WIRKLICH, blitzschnell reagieren.
Besonders ist auch, dass im Spiel keine Magie angewendet wird. Demzufolge haben die Charaktere nur LP (Lebenspunkte) und auch die Spezialangriffe können unendlich oft angewendet werden.
Der Schwierigkeitsgrad ist sehr schwankend. Es gibt Dungeons, bei denen man froh ist, wenn man sie endlich hinter sich gebracht hat. Andere sind dagegen lächerlich einfach, selbst wenn man schon seit einiger Zeit kaum noch gelevelt hat. Das Gleiche gilt für die zahlreichen Bosskämpfe.

Spielsystem:
"Eternal Sonata" ist sehr linear aufgebaut. Es gibt praktisch keine Handlungsfreiheit, man hat immer nur den einen Weg. Einerseits ist das natürlich ärgerlich, zumindest ein paar Nebenquests oder Minispiele hätten ruhig eingebaut werden können, andererseits hat mich das Spiel aber durchweg bestens unterhalten.
Ist das Spiel beendet, kann man einen Speicherstand anlegen, mit dem das Spiel erneut begonnen werden kann. Folgende Dinge werden dabei in das neue Spiel übernommen:
- Gruppenlevel
- Gefundene Kostüme
- Gefundene Partituren (diese werden für das einzige Minispiel in "Eternal Sonata" benötigt)
- Das Heldenemblem (ein "wichtiges Item", das man kurz vorm Ende bekommt. Wozu es außerdem noch gebraucht werden kann, weiß ich nicht.)

Fazit:
Ich bin sehr froh, dass diese einst XBOX360-exklusive Rollenspielperle ihren Weg zu "meiner" Konsole gefunden hat. Im Vergleich zur Originalfassung haben die Entwickler noch einiges an Umfang für die PS3 draufgepackt. Neue Handlungsstränge, unterschiedliche Kostüme für die Spielfiguren, unterschiedliche Enden.
Dadurch ist das Spiel nicht mehr ganz so kurz, meine Spielzeit betrug 38 Stunden, als ich dem finalen Boss gegenüber stand. Allerdings lasse ich mir beim Spielen aber auch immer Zeit. Ich habe so ziemlich jeden NPC in den Städten angequatscht und stellenweise auch viel gelevelt. Andere werden "Eternal Sonata" sicherlich auch in 30 - 32 Stunden beenden können.
Somit gehört das Spiel nicht gerade zu den längsten unter den J-RPGs. Dieser Umstand sowie der unausgewogene Schwierigkeitsgrad kosten einen Stern.
Trotzdem empfehle ich das Spiel allen, die auch Spiele wie "Dragon Quest VIII", "Dark Chronicle" oder "Grandia" mochten.
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