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Kundenrezension

am 25. November 2012
"Castle of Illusion" für den Sega Mega Drive war für mich eines der ersten und wichtigsten Spiele, mit denen ich in der Welt der Videospiele das Laufen gelernt habe. Dementsprechend groß war meine Vorfreude, als der erste Trailer zu "Micky Epic: Macht der Fantasie" (engl. Power of Illusion) erschienen ist und die Vorbestellung so früh es ging getätigt.

Story: Micky wird von Oswald, dem glücklichen Hasen, nach Wasteland gerufen. Dort ist das Schloss der bösen Hexe Mizrabel erschienen, die wie bereits in "Castle of Illusion" Minnie entführt hat. Micky begibt sich daraufhin auf eine Rettungsaktion, die ihn quer durch das Schloss sowie die Welten der Filme "Peter Pan", "Aladdin" und "Arielle die Meerjungfrau" führt. Auch drei Endgegner gilt es zu bezwingen.(dazu später mehr) Auf seiner Reise begegnen Micky zahlreiche alte und neue Charaktere aus dem Disney-Universum, die nach ihrer Rettung einen Raum im sicheren Teil des Schlosses ziehen. Es wurde hier wirklich eine Menge an Dialog eingebaut, und jeder Charaktere hat eine Vielzahl an kleinen Nebenaufgaben für Micky, die es zu erfüllen gilt.

Grafik: Hier gibt es kaum was zu meckern, die Animationen sehen toll aus und die elf Level + drei Bossfights sehen wirklich schön aus. Lediglich der 3D-Effekt hätte ein wenig schöner genutzt werden, und richtig animierte Zwischensequenzen gibt es leider gar keine. Da bin ich leider von zahlreichen anderen 3DS-Titeln besseres als Standbilder mit Zoom- und Pan-Effekten gewohnt.

Sound: Sowohl einige Musikthemen als auch zahlreiche Soundeffekte aus dem ersten Titel der "Illusion"-Reihe wurden übernommen. Gleich im ersten Level kommt daher für den Retro-Fan wahre Freude auf.

Spielspaß: Hier gibt es eigentlich auch kaum was zu meckern, denn es wird sich hier relativ strikt an die Grundbausteine eines "Castle of Illusion" gehalten. Gegner werden Stampfattacken oder Fernangriffen in Form von Tintenklecksen bezwungen. Einige Gegner halten deutlich mehr als einen Treffer aus, und so kann man mit gefundenem Geld oder durch Nebenaufgaben Upgrades erhalten, die Angriffe stärker machen, oder einem mehr Lebensenergie verleihen. Wie bereits bei Micky Epic ist natürlich der Pinsel eine wichtige Waffe und so findet man zahlreiche Möglichkeiten um Objekte in der Spielwelt zu platzieren bzw. sie zu entfernen. Die meisten Objekten kann man nur an einer Stelle platzieren, die auf dem unteren Screen angezeigt wird, lediglich Objekte von Skizzen dürfen frei platziert werden. So lässt man beim Spielen ständig den Blick von oben nach unten wandern. Für jedes Objekt muss man ein kleines Ausmal-Minispiel absolvieren, was irgendwann dann doch nervig wird. Insbesondere gibt es auch Stellen, in denen man erst eine Kette ausradiert, damit das dort befestigte Beil abfällt, nur um dann wieder an der selben Stelle eine neue Kette zu zeichnen, an der sich Micky entlang schwingen kann. Auch andere Passagen bestehen aus ständigem Zeichnen-Löschen-Zeichnen-Löschen, das hätte man besser lösen können. Die Navigation auf der Level- bzw. Raumkarte ist ebenso recht umständlich gestaltet und man braucht zum Navigieren unnötig viel Zeit.

Umfang: Kommen wir zu den wirklich üblen Dingen, die eigentlich (bei mittelmäßigen Spielspaß) nur eine Ein-Stern-Bewertung zulassen würden. "Micky Epic: Macht der Fantasie" ist ein glorreiches Beispiel für ein halbfertiges (pardon, dreiviertelfertiges) Videospiel, welches unbedingt noch vor dem Weihnachtsgeschäft fertig werden musste. Das wird einem bereits dann klar, wenn man das Cover mit dem tatsächlichen Spielinhalt vergleicht. Dort blicken Dschafar, Captain Hook, Ursula und die Herzkönigin aus den einzelnen Toren hinter denen sich Agrabah, Nimmerland, Atlantica und das Wunderland befinden. So könnte man doch im fertigen Spiel dann insgesamt vier Spielwelten und die jeweiligen Bösewichte als Endgegner erwarten... aber nicht so mit Disney, denn das Wunderland ist komplett dem Schnitt zum Opfer gefallen und auch Ursulas Bossfight fehlt im fertigen Spiel. Einigen findigen Journalisten (siehe Rezension von Destructoid) gegenüber wurde sogar bestätigt, dass aus Zeitgründen einige ursprünglich geplante Inhalte nicht im fertigen Spiel enthalten sind, das Spiel musste schließlich innerhalb von einem Jahr pünktlich fertig werden. Dies erklärt auch die fehlenden animierten Cutscenes, trotz der ziemlich großen Kapazität der 3DS-Speicherkarten. Nichtsdestotrotz darf der Kunde natürlich den vollen Preis dafür zahlen. Ein wenig länger als 5-6 Stunden hat man nur dann was von dem Spiel, wenn man wirklich jede Nebenaufgabe, die daraus besteht in den sage und schreibe elf Leveln (geplant waren wohl 16) nach neu aufgetauchten Schätzen und Charakteren zu suchen. Diese "Backtracking" bringt kaum Abwechslung mit sich und sorgt dafür, dass die Spielzeit künstlich gestreckt wird, denn viele Level wird man dreimal oder öfter beenden müssen. Wie in einem typischen "Metroidvania"-Titel lassen sich zwar einige Gegenden erst mit entsprechenden Skizzen erreichen, das bleibt jedoch die Ausnahme. Die Upgrades, die man für die Nebenaufgaben erhält, waren mir auf Dauer zu wenig um noch weiter zu motivieren, denn der Schwierigkeitsgrad für erfahrene Spieler ist zu gering. (aber das lasse ich natürlich nicht als Kritikpunkt für ein "Kinderspiel" einfließen) So steht man dann nach ein oder zwei Spielsessions am Abend schon vor dem Ende.

Fazit: "Micky Epic: Macht der Fantasie" ist leider vom Umfang und vom spielerischen genau wie das Setting: eine Illusion von Retro inmitten eines Wastelands. Das Spiel hätte mit ausreichender Entwicklungszeit soviel mehr werden können, denn viele gute Ansätze sind da. Leider sind Termindruck und Raffgier aber der Grund, warum wir dieses Spiel wohl nie in seiner vollen Pracht erleben dürfen. In der Wertung können natürlich persönliche Faktoren, wie z.B. Nostalgieempfinden und Enttäuschung nicht ganz ausgeschaltet bleiben, aber dennoch würde ich es keinem empfehlen mit dem Kauf des Spiels das Signal zu setzen, dass es okay ist ein unfertiges und zu kurz geratenes Spiel auf den Markt zu werfen; eine Mentalität der Publisher, die man leider immer mehr antrifft.
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