Hier klicken MSS Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren Blind-Date mit Audible Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Fire Shop Kindle Ghostsitter longss17
Kundenrezension

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragende Aufnahmen im konventionellen Stil, 22. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Mozart: Eine Kleine Nachtmusik / Posthornserenade (Audio CD)
Mozarts Kleine Nachtmusik aufzuführen oder einzuspielen ist sicherlich alles andere als einfach. Kaum ein Werk, dass so viele, die auch nur ein klein wenig für klassische Musik interessieren so gut kennen. Kaum ein Werk, dessen Aufführung/Einspielung einem bei Kritikern so leicht den Ruf des Populismus einbringt. Das bei professionellen Rezensenten häufig diskutierte Kriterium "Repertoirewert", also inwieweit füllt die Aufnahme des Stücks oder wenigstens die Interpretation eine Lücke auf dem Tonträgermarkt ist wohl selten so deutlich nahe bei Null wie im Falle dieses Stücks. Dennoch bleibt es natürlich dabei: es ist nicht zufällig so populär, sondern es ist ein wunderschönes Stück und eine gute Aufnahme dieses Stücks gehört einfach in jede gute Klassik-Sammlung.

Und es gibt nicht nur gute Aufnahmen - gerade ältere Aufnahmen konventionell spielender Orchester, also im Gegensatz zur historischen Aufführungspraxis - neigen dazu, das Stück süßlich zu interpretieren und damit endgültig im Mozartkugelkitsch zu versenken. Karajan z.B. passiert dieser Fauxpas meines Erachtens nicht. Dennoch finde ich seine Aufnahme problematisch, da sie durch das typische Mozartklangbild Karajans geprägt und dieses mir einfach zu wenig Transparenz bietet und von der Klangfülle her einfach zu dick aufgetragen ist.

Die hier vorliegende Aufnahme von James Levine mit den Wiener Philharmonikern hingegen ist für meinen Geschmack ausgesprochen gelungen. Die Durchhörbarkeit ist ordentlich gelungen, es klingt nicht breiig, es wird zwar mit sattem, aber nicht zu übertriebenem Vibrato gespielt, die Tempi sind in keine Richtung extrem, Temperament und Humor dieses herrlichen Stücks kommen gut rüber. Von den mir bekannten ist das mit solidem Abstand die beste unter den konventionell interpretierten Aufnahmen. Kleine Abstriche möchte ich beim Menuett machen, dem meines Erachtens eine Idee mehr Tempo gut täte, das klingt fast ein wenig betulich, aber gut wirklich schlecht ist es auch nicht und spätestens das exquisite Rondo versöhnt mich dann regelmäßig wieder.

Ich habe mich relativ schwer damit getan, Aufnahmen von Vertretern der historischen Aufführungspraxis zu finden, obwohl ich gerade auf die vom Klangbild her schlankere und von der Artikulation her pointierteren Interpretationen dieser "Stilrichtung" gespannt war. Bisher habe ich was die Orchesterversion betrifft, lediglich eine Aufnahme von Harnoncourt mit dem Concentus Musicus Wien, in die ich noch nicht reingehört habe und eine von Jordi Savall, die ich besitze, gefunden. Die Version von Streichquartett besitze ich vom Salomon Quartett. Für Tipps für andere Aufnahmen bin ich sehr dankbar. Savalls Aufnahme finde ich herrlich.
Die Quartett-Version hingegen ist ebenfalls exzellent, wobei ich insgesamt eine Präferenz für Orchesterversionen hätte.

Die Posthorn-Serenade steht in der Popularität zwar weit hinter der Kleinen Nachtmusik, aber dennoch insgesamt auch relativ weit vorne. Auch hier überzeugen mich Levine und die Wiener Philharmoniker nahezu vollständig. Trotz des relativ großem Orchesterapparats bleiben sie beweglich, trotz Wohlklang wird es nicht süßlich (wie es dem gleichen Gespann als Begleitung von Perlman bei den Violinkonzerten Mozart unterlaufen ist) und insgesamt kommt ein putzmunterer Mozart dabei heraus. Der Quervergleich mag nicht unproblematisch sein. Aber wenn ich Norringtons Aufnahme der Symphonie nach der Posthorn-Serenade allerdings mit Levines Posthornserenade vergleich dann merke ich allerdings, dass noch deutlich mehr Temperament drin wäre. Aber gut, mag es sein, dass es noch besser ginge, ich kann auch Levines Aufnahme der Posthorn-Serenade nur wärmstens emfpehlen.
Für die hier eingespielte Symphonie KV 318 ziehe ich eindeutig Norringtons brillante Interpretation vor.

Das ändert aber nichts daran: eine exzellente, empfehlenswerte CD!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
  [Abbrechen]

Kommentare

Kommentare per E-Mail verfolgen
Von 1 Kunden verfolgt

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 15.06.2012, 16:06:48 GMT+2
thomasspass meint:
Lesenswert wie immer sind Ihre Rezensionsgedanken, für die ich - wie immer - dankbar bin. Für mich ist allerdings der absolute Favorit Jordi Savall, der die "Kleine Nachtmusik" viel frischer und schöner eingespielt hat, weil es auch noch in der Kammermusikweise wie zu Mozarts Zeiten geschah (ASIN: B000COQ8IC) Serenate Notturne/Nachtmusik .

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.06.2012, 20:16:07 GMT+2
Meine volle Zustimmung. Savalls Aufnahme ist exzellent!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.06.2012, 14:36:39 GMT+2
thomasspass meint:
Leider enthält die Savall-CD keine Posthorn-Serenade. Welche ist nach Ihrer Meinung die beste Einspielung der Posthorn-Serenate? Hier die von Levine oder z. B. die von Harnoncourt ASIN: B000000SLD Posthorn-Serenade ?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.06.2012, 19:05:33 GMT+2
Ich kenne nur die von Hogwood und die hier von Levine. Beide sind gut, wobei ich Levine letztlich vorziehe. Hogwood ist fast ein wenig arg brav. Das was mir am besten an der Posthorn-Serenade gefällt arbeitet Norrington mit dem RSO Stuttgart in seiner Aufnahme der Symphonie nach der Posthorn-Serenade sehr schön heraus.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.06.2012, 19:56:57 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 03.06.2014, 18:22:37 GMT+2
thomasspass meint:
Danke für Ihre Rückmeldung. In die hervorragend gespielte und elementar wirkende Norrington-Aufnahme hörte ich mal hinein (ASIN: B0013816RE) Sinfonie 8+40+KV.320 . Es ist jedoch leider keine vollständige Serenade Nr. 9 "Posthorn" KV 320.

Neben der Ihnen mit Link schon geschriebenen Harnoncourt-Aufnahme der Mozartschen Serenade Nr. 9 "Posthorn" mit der Staatskapelle Dresden (in der Harnoncourt manchmal heftig draufschlägt) fand ich noch eine von Mackerras, der seltener schmettert (ASIN: B000003CTI) Kleine Nachtmusik , eine von Davis mit den dabei etwas langsam wirkenden Bayern (ASIN: B000026GD6) Posthornserenade/Serenata und noch eine von Wand, in die man allerdings leider nicht hineinhören kann (ASIN: B00005U8U1) Posthorn Serenade/Sinfonie N 4 . Mich würde Ihre Meinung zur Harnoncourt-, Mackerras- und Davis-Aufnahme im Vergleich zur Levine-Aufnahme sehr interessieren, ggf. nur aufgrund des intensiveren Hineinhörens. Levine schleppt sich zum Teil etwas durch die Phrasen, jedoch nicht so sehr wie Davis.

Harnoncourt brachte übrigens noch eine weitere Posthorn-Serenaden-Einspielung mit dem Concentus Musicus Wien heraus (ASIN: B00C5WR6KI) Mozart: Marsch in D-Dur / Posthorn-Serenade / Haffner-Sinfonie , die manchmal etwas aggressiv klingt. Vergleicht man diese mit der Einspielung der Academy of St. Martin in the Fields unter Iona Brown, dann sind deutliche Unterschiede zu erkennen (ASIN: B008P76WNE) Posthorn Serenade & Haffner Serenade; Sinfonien 33 & 35 . Ob Mackeras oder Brown? Brown hört sich besser an.

Die Szell-Aufnahme, welche ich auch noch fand (ASIN: B00008HE60 bzw. B000025T0E) Serenaden , erscheint mir jedenfalls manchmal etwas schneller als Brown und weniger nuanciert, damit aus der 'Konkurrenz'. Fricsay und das RIAS SO - das wäre es. Gibt es aber offenbar nicht...

Eine ebenso historische van-Beinum-Aufnahme gibt es noch, die nicht schlecht ist, als CD (ASIN: B0006ULW6K) Mozart/Posthorn Serenade und als mp3-Download unter den ASIN: B0059U9DLS bzw. B0059HD7UY bzw. B006YUOVW8 Mozart: Serenade in D Major, K. 320 'Posthorn' & String Quintet in D Major, K. 593 (History Records - Classical Edition 29 - Original Recordings Digitally Remastered 2011 in Stereo) .

Eine ähnliche Frage nach Ihrer Meinung stellte ich auch als Kommentar bei dieser Brahms-CD (ASIN: B000001G4R) Ungarische Tänze .

Weil man fürs Hineinhören Zeit und Muße braucht, macht es gar nichts, wenn 1 oder 2 Wochen ins Land gehen, bevor man aussagekräftig geworden ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.10.2013, 21:56:11 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 11.10.2013, 21:57:43 GMT+2
Miezemaus meint:
Was das "kennen der kleinen Nachtmusik" anbelangt, bin ich sicher, daß die meisten "Kenner" über die ersten acht Takte kaum hinauskommen und das Stück selten bis nie komplett angehört haben und schon gar nicht alle vier Sätze.

Seien Sie also unbesorgt...;O)
‹ Zurück 1 Weiter ›