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Kundenrezension

VINE-PRODUKTTESTERam 10. Juni 2013
Wer die "Twilight"-Bücher gelesen oder die Filme gesehen hat, erwartet von "Seelen" sicher, dass Stephenie Meyer ihr Augenmerk erneut auf die Liebesgeschichte richten würde. Umso überraschender die Erkenntnis, dass dies nicht der Fall ist. Stattdessen konzentriert sich die Autorin auf die Entwicklung ihrer Hauptfigur, einer Außerirdischen, die durch eine Fügung des Schicksals dazu gezwungen wird, die Lebensweise ihres ganzen Volkes zu überdenken:

Wanderer ist eine Seele. Diesen harmlosen Namen gibt sich eine außerirdische Rasse, die von lebensfähigem Planet zu Planet zieht und diese besetzt: Als Parasiten übernehmen sie auf der Erde die Körper der Menschen, löschen deren Bewusstsein aus und führen eigene, friedliche Leben. Seit sie die Erde kolonisiert haben, ist aus ihr ein gewaltfreier Planet geworden, die Umweltverschmutzung ging stark zurück - aber die Menschheit ist fast völlig ausgestorben.

Die Seele Wanderer kommt gerade von einem anderen Planeten. Sie soll den Körper einer jungen Frau übernehmen, die sich offensichtlich seit Jahren vor den Seelen versteckt hat. Die Seelen hoffen, dass Wanderer in den Erinnerungen ihres Wirts etwas findet, was die Verstecke weiterer Widerständler angeht. Doch etwas läuft anders als sonst: Melanie, die junge Frau, deren Körper Wanderer übernimmt, erweist sich als zu stark. Es gelingt der Seele nicht, Melanies Bewusstsein voll auszulöschen und den Körper ganz in Besitz zu nehmen. Stattdessen teilen sich die beiden fortan einen Körper- ein Umstand, den Wanderer wohlweißlich vor den anderen Seelen geheim hält.

Mehr noch, zu ihrer eigenen Überraschung beginnt Wanderer, sich mit Melanie anzufreunden. Schließlich gelingt es der Menschenfrau sogar, die Seele zu überzeugen, in die Wüste zu fliehen. Dort treffen sie auf Melanies Onkel Jeb, der mit einigen Widerständlern in einem unterirdischen Höhlenversteck eine geheime, phantastische Menschensiedlung gegründet hat. Unter ihnen Melanies kleiner Bruder Jamie und ihre große Liebe Jared.

Doch nicht alle sind davon begeistert, dass Melanie wieder aufgetaucht ist. Können die Menschen einem Körper trauen, in dem eine Seele lebt? Wie viel von Melanie ist wirklich noch in Wanderer vorhanden? Und wie groß ist die Gefahr, dass die anderen Seelen nach ihr suchen? Je besser Wanderer die Menschen kennenlernt, desto mehr zweifelt sie an der Lebensweise ihres eigenen Volkes ...

Die Verfilmung hält sich im Großen und Ganzen stark an Meyers Vorlage, gewichtet aber bestimmte Dinge anders. So spielt im Film das ungewöhnliche Liebesdreieck Jared - Melanie/Wanderer - Ian eine viel größere Rolle.

Wer jetzt die Stirn runzelt und an "Twilight" denkt, sei erneut beruhigt: Dass der Film dieses Gefühlschaos auslotet ist einer seiner ganz großen Pluspunkte. Die Situation ist kompliziert, und zu beobachten, wie alle Beteiligten damit umgehen, macht wahnsinnig Spaß und regt zum Nachdenken an. Zudem rückt es nie so sehr in den Mittelpunkt, als dass der Streifen die Haupthandlung aus den Augen verlieren würde.

Dass diese Szenen überzeugend gelingen, liegt natürlich nicht zuletzt am glaubhaften Spiel der Hauptdarsteller: Saoirse Ronan (In meinem Himmel, Wer ist Hanna) überzeugt als Melanie / Wanderer, macht den Zwiespalt ihrer Figur(en) sehr transparent. Auch dank ihrer Mimik und Gestik ist für den Zuschauer erkennbar, wann Wanderer und wann Melanie die Herrschaft über den gemeinsamen Körper hält. Die Chemie zwischen ihr und ihren beiden männlichen Kollegen Max Irons (Jared; bekannt aus Red Riding Hood) und Jake Abel (Ian; Percy Jackson-Filme) stimmt. Darüber hinaus agieren William Hurt und Frances Fisher als Melanies pragmatischer Onkel Jeb und ihre abweisende Tante Maggie.

Der für mich überraschende Star des Films ist allerdings Diane Kruger (Troja, Inglourious Basterds), die hier eine Leinwandpräsenz besitzt, die ich ihr nicht zugetraut hätte. Sie spielt eine "Sucherin", eine Seele, die davon besessen ist, herauszufinden, wohin Wanderer verschwunden ist und sich durch nichts und niemanden von ihrem Vorhaben abbringen lässt.

Die Rolle der Sucherin ist im Vergleich zur Buchvorlage etwas uminterpretiert und wesentlich erweitert worden - übrigens sehr zum Vorteil des Films, weil dadurch das dramatische Element viel größer und die Spannung konsequent oben gehalten wird. Die Filmversion von "Seelen" weißt nicht die Längen des Buches auf; dafür muss man aber in Kauf nehmen, dass einige Zuschauerfragen nicht beantwortet werden und die Story dadurch einige wenige Logiklöcher zu haben scheint, die die Vorlage gar nicht besitzt. Warum Melanie sich beispielsweise nicht gleich ihren menschlichen Freunden offenbart, bleibt im Film frustrierend unklar.

Visuell überzeugt "Seelen": Die gewaltfreie, klinisch reine Welt der Seelen bzw. der Sucher ist in pures Weiß, Cremefarben und in Chrom und Silber gehalten und hebt sich so von der schmutzigen, erdbraunen Wüstenlandschaft ab, in der die überlebenden Menschen Unterschlupf gefunden haben.

Ich wünsche dem Streifen wirklich, dass er nicht nur das typische Twilight-Publikum in die Kinosäle lockt, denn er hat das Potential, auch Zuschauer zu überzeugen, die mit Glitzer-Vampiren und liebestollen Schulmädchen nichts anfangen können. Was das angeht, könnte der Twilight-Ruhm sich für den Film sogar eher als Handicap erweisen. Auch wenn die Tatsache, dass die Story von Stephenie Meyer stammt, vermutlich dafür Sorgen wird, dass die Kinokasse klingelt.

Wer sich unsicher ist, sollte sich den Trailer anschauen. Der vermittelt ein sehr gutes Gefühl dafür, was einen bei der Verfilmung erwartet. Wen der Trailer anspricht, dem wird auch der Film gefallen.
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