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Customer Review

on September 23, 2013
ZITAT: Der Bonvivant. Die Bestie. Das verletzte Kind. Wer war der wahre Bernard? Ich nahm an, er war alle drei.
S. 356

Das COVER finde ich wirklich wunderschön, die abgebildete Frau ähnelt der Hauptprotagonistin und auch der Titel ist eine Umschreibung ihrer Haarfarbe!

INHALT: Boston; 1855: Nach dem Tod ihres Vaters reist die junge Sophia nach Wyndriven Abbey, zu ihrem Patenonkel, welcher nun ihr Vormund und sehr wohlhabend ist. Bernard de Cressac erweist sich als äußerst gut aussehender Gentleman, der gewillt ist, Sophie zu verwöhnen. Aber bald muss sie erkennen, dass nicht alles ist, wie es scheint...

LESEEINDRUCK:

Gleich zu Beginn des Buches steht ein Ausschnitt aus "Blaubart" von den Gebrüdern Grimm, was ich sehr passend fand, da es deutliche Parallelen dazu gibt. Nicht nur, dass Bernard immer wieder Tage oder Wochen auf Geschäftsreisen ist, er vertraut ihr auch seine Schlüssel an, von denen sie fast alle verwenden darf und in seinem schwarzem Haar befindet sich ein blauer Schimmer.

Die Hauptfigur, Sophia, ist zu Beginn noch ein recht unerfahrenes, aber neugieriges Mädchen. Ihre Handlungen sind nachvollziehbar, dabei war sie mir weder besonders sympathisch, noch besonders unsympathisch. Schnell wird einem als Leser klar, dass die Beziehung zwischen ihr und Bernard nicht der eines Mädchens und ihrem Patenonkels entspricht. Dies zeigt sich schon am Anfang, als de Cressac nicht wünscht von ihr Onkel genannt zu werden. Unweigerlich fühlt sich Sophia zu den attraktiven Mann hingezogen.
Bernard de Cressac empfand ich als einen sehr interessanten und facettenreichen Charakter. Er zeigt sich höflich, aber sehr bestimmt. Hat er einmal nein zu etwas gesagt, so bleibt es dabei, völlig egal, ob Sophia zu Widersprechen versucht. Einerseits ist er sehr großzügig und möchte sie beschenken, aber andererseits gibt er ihr nur das, von dem er der Ansicht ist, dass es notwendig ist, es zu besitzen. Mit der Zeit ist er immer häufiger Stimmungsschwankungen ausgesetzt und nach und nach wird einem klar, dass sich hinter seiner lockeren Art ein gänzlich anderer Mann verbirgt, was sich auch in der Behandlung seiner Bediensteten widerspiegelt. Auch immer deutlicher beweist er Sophie seine Zuneigung.
Die Vergangenheitsgeschichte um Bernards verstorbene Gemahlinnen fand ich gelungen, auch wenn man sie nicht anders erwartet.
Dann wäre da noch Gideon Stone, der freundliche Pastor, der in der zweiten Hälfte des Buches auftaucht und mit seiner natürlichen Art einen Gegensatz zu Bernards übernatürliche Schönheit bildet.
Nebenpersonen wie das Hausmädchen oder Sophies Familie nehmen ebenfalls Gestalt an und spielen eine Rolle, ihre Charaktere werden jedoch nicht weiter vertieft.

Die Sprache im Buch ist angenehm und zeitbedacht. Umgebung und Kleider, sowie Personen, werden bildlich dargestellt, ohne zu langweilen oder dabei zu arg auszuschweifen und so schafft die Autorin eine tolle Atmosphäre.
Das Buch geht eher langsam voran (und das bleibt auch so), hält den Leser aber mit schönen Momenten, gelungenen Beschreibungen und macht auch neugierig, weiter zu lesen. Fühlt sich Sophie zuerst noch zu Bernard hingezogen, so sind ihre Lächeln später zunehmend erzwungener Natur und ihr Traum verwandelt sich in einen goldenen Käfig.

FAZIT: Auch wenn die Geschichte wenig Überraschungen bereit hält, hat mir das Buch gut gefallen. Märchenhaft und prickelnd erzählt!
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3.3 out of 5 stars
61