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Kundenrezension

am 10. April 2008
Ausgehend vom Titel erwartete ich zunächst einen kritischen zeitgenössischen Text zum Thema Public Relations. Dementsprechend war ich überrascht zu sehen, dass der Autor das Buch schon 1928 geschrieben hat, und zwar als Plädoyer FÜR Propaganda; er wollte den negativ besetzten Begriff schon von seinem negativen Image befreien, bevor wir in Deutschland überhaupt einen Reichspropagandaminister hatten.
Die USA sind uns auf dem Gebiet der PR eben einen deutlichen Schritt voraus, und die geschichtliche Entwicklung, die sich einem hier offenbart, bringt einen auf bemerkenswerte Gedanken: Propaganda von Goebbels und aus DDR-Zeiten ist naturgemäß „böse“ - aber inwiefern unterscheidet sie sich substanziell von der „Öffentlichkeitsarbeit“, die uns im 21. Jahrhundert von demokratischen Regierungen sowie von den Werbestrategien kapitalkräftiger Großunternehmen geboten wird. Letztere sind schließlich der sprichwörtliche Eisberg, von dem wir in Form von Plakatkampagnen, TV-Spots, Anzeigen etc. nur die Spitze wahrnehmen.
Insofern sind es Binsenweisheiten, die uns Edward Bernays da erläutert. Schließlich sind wir Medienprofis, die ihre Portion Aufklärung schon abgekriegt haben. Wieso aber wird einem trotzdem ganz anders zumute, wenn man von diesem Buch mitgenommen wird in eine Zeit, als Begriffe wie „Pressemeldung“ und „Lobbyarbeit“ noch nicht jedem Laien selbstverständlich waren, wieso hat bereits Bekanntes hier so eine ganz andere Wirkung? Der Autor kommt bei seinen Beschreibungen ohne die üblichen PR-Worthülsen aus, was sich sehr apart liest und vielleicht damit zu tun hat, dass der entsprechende Jargon einfach noch nicht gestanzt war. Man befindet sich in den Pioniertagen der PR, der Leser ist ganz dicht dabei bei diesem Entstehungsprozess, der letzlich unsere mediale Umwelt in ihrer heutigen Form hervorgebracht hat. Manchmal scheint es fast, als hätte sich die Redaktion der Sendung mit der Maus des Themas „PR“ angenommen, so klar, unvoreingenommen und scheinbar naiv wird es präsentiert – und das erinnert auf leicht gruselige Art dann eher an Science Fiction als an die 20er Jahre.
Ein erstaunliches Buch.
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