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Kundenrezension

24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 3 - 3,5 Sterne: Wunderschöne Sprache, enttäuschende Handlung, 22. April 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Wise Man's Fear: The Kingkiller Chronicle 2 (Taschenbuch)
Ich habe sehr lange auf die Veröffentlichung von THE WISE MAN'S FEAR hingefiebert und nach dem grandiosen THE NAME OF THE WIND waren meine Erwartungen entsprechend groß. Leider muss ich aber sagen, dass mich der zweite Band der KINGKILLER CHRONICLES insgesamt eher enttäuscht hat.
Mein großes Problem mit THE WISE MAN'S FEAR ist die Handlung, die sich für mich sehr ziellos angefühlt hat und mehr oder weniger im Sande verläuft.

*** Vorsicht, leichte SPOILER enthalten ***

Zunächst war ich noch recht guter Dinge. Kvothe verbringt ungefähr die ersten 300 Seiten des Romans auf der Universität und feilt an seiner Ausbildung. Obwohl er keine wirklich neuen Erkenntnisse gewinnt, konnte mich Rothfuss bei der Stange halten. Danach begibt sich Kvothe auf große Fahrt und mit der Spannung geht steil bergab. Für sich gesehen sind Kvothes Reiseerlebnisse vielleicht nicht uninteressant, sie sind im Grunde aber vollkommen belanglos. Kvothes Geschichte wird durch sie so gut wie gar nicht weitergebracht und einige der Episoden erscheinen mir schlicht und einfach sinnlos, vor allem da sie teilweise doch sehr in die Länge gezogen werden. Gestört hat mich auch, dass die Handlung im Grunde überhaupt keinen roten Faden hat. Ein Reiseerlebnis wird an das nächste gehängt und das war's dann auch schon. Am Ende von THE WISE MAN'S FEAR steht Kvothe genau da, wo er am Ende von THE NAME OF THE WIND gestanden hat: Er hat keine nennenswerten neuen Fähigkeiten für den Kampf gegen die Chandrian gewonnen, er weiß immer noch so gut wie gar nichts über seine Feinde und wie er sich ihnen entgegenstellen soll, er ist immer noch Universitätsstudent und seine Beziehung zu Denna hat sich auch nicht weiterentwickelt.

*** SPOILER Ende ***

Ich frage mich, wie Patrick Rothfuss seine Geschichte im dritten Band zu einem würdigen Ende bringen will, ohne die Handlung nicht vollkommen zu überstürzen. Mittlerweile habe ich den Verdacht, dass die KINGKILLER CHRONICLES in einer Trilogie nicht abgeschlossen werden können, und dass es einen vierten Band geben wird.
Aber es ist bei weitem nicht alles ist schlecht an THE WISE MAN'S FEAR. Patrick Rothfuss bedient sich nach wie vor einer wunderschönen Sprache, die stellenweise fast lyrisch anmutet. Das Lesen wird so zum Hochgenuss und die knapp 1.000 Seiten haben sich trotz der schwachen Handlung so praktisch von selbst gelesen. Auch die Figuren des Romans können mich immer noch überzeugen. Kvothe ist mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen und auch die Nebenfiguren, allen voran Kvothes Mitstudenten, gefallen mir. Im Laufe der Handlung macht unser Held außerdem einige neue Bekanntschaften, die mir auch gut gefallen haben. Am wenigsten sagt mir Denna zu, die mich aber auch schon in THE NAME OF THE WIND gestört hat. Das Klischee von der Hure mit dem Herz aus Gold gefällt mir gar nicht und ich finde einfach, dass sie überhaupt nichts zur Geschichte beiträgt. Aber das ist reine Geschmackssache.

Alles in allem gesehen hat mir THE WISE MAN'S FEAR nicht schlecht gefallen. Der Roman hat seine schönen Seiten und ist sehr stimmungsvoll geschrieben. Ich wünschte, ich könnte eine bessere Bewertung abgeben, aber leider ist die Handlung dazu einfach zu schwach. Ich hoffe, dass Patrick Rothfuss im dritten Band wieder richtig auftrumpfen und seine Stärken voll ausspielen kann.
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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 10.11.2011 23:00:27 GMT+01:00
S. Werner meint:
Ich kann der Rezension nur zustimmen, ebenso der Denna-Sache. Sie stört mich auch, und ich glaube es ist die Tatsache, dass sie so wenig Persönlichkeit hat, es aber so dargestellt wird, als hätte sie einen ganz einzigartigen Charakter, damit es nicht gar so wirkt, als ob sich der Protagonist nur für ihr Aussehen erwärmt hat.

Veröffentlicht am 22.12.2011 18:07:00 GMT+01:00
Karneades meint:
Danke für die klare Spoilerwarnung!

Veröffentlicht am 31.01.2012 18:22:28 GMT+01:00
Kann mich der Angabe, dass die Reise Kvothe nicht weiterbringen soll, überhaupt nicht anschließen. Stattdessen scheint mir die Reise eine der wichtigeren Ereignisse in Kvothe Charakterentwicklung zu sein. Sowohl was seine Fähigkeiten in angewandter Magie, in Bezug zu Frauen und im Kampf angeht. Hier hat man das erste Mal das gefühl, dass er vom Jugendlichen (wenn auch genial) zum Mann reift.
Finde es sehr wichtig, dass auch solche Ereignisse im Leben eines Charakters behandelt werden, die vordergründig den Plot nicht weiterbringen, dafür aber die Tiefe der Figur. Von daher von mir volle Punktzahl...

Veröffentlicht am 01.02.2012 02:23:30 GMT+01:00
Shay meint:
Ich kann Mebac nur zustimmen: Auf seiner Reise gewinnt Kvothe entscheidende Einblicke in die Welt der Fae, lernt entscheidendes über Frauen, Spurenlesen, über die Kunst des Kampfes und findet den Namen des Windes sogar 3mal. Noch dazu nutzt er seine Sympathiefähigkeiten das erste Mal in einem Kampf Mann gegen Mann- abgesehen vielleicht vom Spurenlesen sind dies essentielle Fähigkeiten, die in den Geschichten über ihn (die welche man bisher nachlesen konnte) am höchsten gelobt worden sind. Abgesehen davon, räumt er mit einigen "Kvothe-Klischees" auf, z.B. dass die Rettung der beiden Mädchen nicht ganz so spektakulär vonstatten ging wie es die Geschichten scheinbar erzählen- diese "Gewohnheit" mit übertriebenen Geschichten zu seiner legendären Person aufzuräumen zieht sich im Übrigen wie der vermisste rote Faden durch mittlerweile zwei Bände. Nebenbei hat er durch die Reise auch keine Geldsorgen mehr. Die Reise war also nicht im mindesten "belanglos".

Auf den gesamten Band bezogen hat sich die Beziehung zu Denna auch weiterentwickelt- nämlich zum schlechteren. Abgesehen davon ist sie weder eine Hure, noch hat sie ein Herz aus Gold, sondern sie ist maximal eine Kurtisane die so gut wie möglich versucht über die Runden zu kommen. behauptet man, sie wäre überflüssig, könnte man auch behaupten die Liebe in Romanen wäre überflüssig.

Im Übrigen darf man auch nicht vergessen, dass "The Kingkiller Chronicles" die AUTOBIOGRAPHIE einer legendären Person darstellen und wer schon einmal eine Autobiographie gelesen hat, weiß das diese mitunter "langatmig" sein können, wie ein Leben auch nicht durchgängig spannend ist. Ob dies einfach nur die mangelnde Erzählfähigkeit des Autors überspielt wird sich in späteren Werken des Autors zeigen- in diesem Falle finde ich das Tempo und die Handlungsfolge sehr angemessen.

(nebenbei: Es mag vielleicht auch nur die mangelnde Tiefe der Person Denna überspielen, jedoch macht es Sinn wenn sie für den Leser nicht so tief rüberkommt wie Wil oder Sim. Schließlich lesen wir alles aus der Sicht Kvothes und mit den beiden genannten hat er erstens beinahe jeden Tag zu tun und zweitens versteht Kvothe die Frauen bis zur Begegnung mit Felurian eher schlecht und Denna, wie er ja selber auch zugibt, teilweise noch schlechter-natürlich kann er da nur ein eher seichtes Bild ihrer Persönlichkeit zeichnen)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.06.2012 22:44:06 GMT+02:00
Genaugenommen findet er den Namen des Windes sogar sechsmal, dreimal während er unterwegs ist und dreimal während seines Einzelunterrichts bei Elodin.

Wenn mich nicht alles täuscht, wird Denna im dritten Buch noch eine große Rolle spielen, denn schließlich muss Kvothes Alar brechen, sodass er zu Kote wird, der keine Bindungen mehr hinbekommt und auch die Künste der Adem nicht mehr nutzen kann. Man könnte sogar annehmen, dass sie was mit den Chandrian zu tun hat, freiwillig oder nicht.

Rothfuss weiß mMn sehr genau, was überflüssig ist, sonst hätte er uns mit einer detailreichen Beschreibung des Schiffsuntergangs beglückt. Das hätte der Story nun wirklich nichts beigetragen. Stattdessen hat er dem Leser kleine Infos geschenkt, deren selbst Kvothe blind gegenüber ist, wie z.B. seine Verbindung zur Lackless-Familie (es ist zu 99% sicher, dass Meluan Lackless seine Tante ist) und die Verbindung der Lackless zur Universität.

Und PR ist sich zu 100% sicher, dass er diesen Storyarc in drei Büchern abschließen wird.

Veröffentlicht am 08.08.2012 00:13:34 GMT+02:00
amazonymous meint:
Die Rezension empfinde auch ich als sehr treffend. Der gesamt Band hinterlässt den Nachgeschmack eines (seitenstarken) retardierenden Momentes.

Übrigens meine ich irgendwo gelesen zu haben, dass drei Bände für Kvothes Geschichte bis zur Gegenwart geplant sind und sich danach drei Bände mit der darauf folgenden Handlung anschließen. Wenn das richtig wäre, müsste in Band 3 nur der Mord an irgendeinem König erfolgen, Kvothes Kräfte schwinden und ein Krieg ausbrechen. Die Jagd auf die Chandrian und das Wiedererlangen der magischen Kräfte könnte auch in den Bänden 4-6 erfolgen. Quelle gerade aber nicht zur Hand...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.09.2012 12:53:13 GMT+02:00
S. Schwabe meint:
Mir gefällt Denna, wenn ich tippen müsste ist Sie eine der Chandrian. Erlichgeagt habe ich den Teil nur wegen Denna gelesen :-) und es dauerte mir viel zu lange bis sie entlich mal wieder auftauchte.

Veröffentlicht am 23.03.2014 13:56:17 GMT+01:00
Andi meint:
> Ich frage mich, wie Patrick Rothfuss seine Geschichte im dritten Band zu einem würdigen Ende bringen will

Ist denn der dritte Band das Ende? Die Aufzeichnung seiner Geschichte soll ja drei Tage dauern, das sind drei Bücher. Vielleicht gehts ja danach dann erst richtig los?

Mir hat das Buch super gefallen; es ist lange her daß mir eine Geschichte eine schlaflose Nacht beschert hat, weil ich das Buch nicht weglegen konnte. Das einzige was mich gestört hat ist die abgekürzte Reise; wie man ein Schiffsuntergang überlebt, ausgeraubt wird, dabei aber seinen wertvollsten/sperrigsten Gegenstand behält, das würde mich mal brennend interessieren, wurde aber einfach als "so war das und fertig" übersprungen.

Schade, daß der dritte Teil noch nicht erschienen ist...
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