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Kundenrezension

am 11. Juni 2007
Stil haben sie, die Kaiser Chiefs, da gibt's nichts zu meckern -- sie gehören zu diesen vielen britischen Bands, die in den letzten Jahren mit soliden Debütalben Furore machten und mit dafür sorgten, dass Techno out ist, und "richtige" Musik wieder in.

"Employment" ist ein geradliniges Britpop-Album mit guten Ideen, und die Band um Ricky Wilson verbindet in ihren besten Momenten Punk mit Harmoniegesang. E-Gitarren und Schlagzeug dominieren aus dem Hintergrund heraus, aber der Sound bleibt klar und schnörkellos, ohne diese Neigung zum Bombast, die Gitarrenrock früher so nervig machte. Und Wilsons Gesang passt zum Kaiser-Stil wie maßgeschneidert: Er singt mit markanter Stimme ohne Allüren.

Den stärksten Eindruck bei diesem Album hinterlassen coole Punk-Nummern wie "Everyday I Love You Less and Less", "Saturday Night" oder "I Predict a Riot" (mit starkem Bass-Intro); manchmal erinnern die schnellen Passagen der Kaiser Chiefs ein wenig an die frühen Boomtown Rats, manchmal, vor allem in "Oh My God", klingt's wie Andante-Rap, und ich hab noch selten einen Harmoniegesang gehört, der fieser, vipernhafter daherkäme als der der Kaiser Chiefs in "What did I Ever Give You". Die Songs haben bei aller Härte Ohrwurmqualitäten, und einen Durchhänger findet man im ganzen Album nicht.

Sie spielen also schnörkellosen Punk, die Kaiser Chiefs, aber sie können's auch ruhiger: Neben "What did I Ever Give You" beweist auch "Modern Way" deutlich, dass diese Band Sinn für Melodien hat und diesen Instinkt in gute Songs umsetzen kann. -- -- Noch schöner ist allerdings "You Can Have It All": Locker, cool, synkopisch, mit einer eingängigen Melodie, die locker durch den Song spaziert. Wer behauptet, dass gute Songs düster sein müssen?

"Employment" ist ein Album, das man immer wieder hören kann, eingängig und doch nicht beliebig. Klar ist das noch steigerungsfähig, und manches klingt gelegentlich ein klein wenig monoton. Man sollte den Kaiser Chiefs aber nicht vorwerfen, dass auch sie nicht die neuen Beatles sind -- das ist sowieso, will mir scheinen, jene ultimative Wunderkeule, die Kritiker immer dann auspacken, wenn ihnen sonst nichts einfällt; damit erledigt man schließlich jeden.

Eine Jahrhundertband sind die Kaiser Chiefs freilich nicht, aber eine gute Band mit viel Potential sind sie auf jeden Fall. Also her mit dem nächsten Album!
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