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Kundenrezension

am 20. August 2013
Hammerfall haben ja 1997 mit Ihrem melodischem 80er-orientierten Heavy Metal dazu mitgeholfen den Heavy Metal wieder auferstehen zu lassen. Dazu haben Hammerfall 4 erstklassige Studio-Alben vom Stapel gelassen, die ihresgleichen suchten und die zum damaligem Zeitpunkt mit zum besten gehörte, was man an Heavy Metal kaufen konnte. Selbst so renomierte Bands wie Judas Priest, Def Leppard, Scorpions, Bon Jovi, Iron Maiden und wie sie alle hiessen, gingen ja zu dieser Zeit oft recht seltsame musikalische Wege, nur um sich dem gewöhnungsbedürftigen Zeitgeist anzupassen. Von dieser Warte her sollte man Hammerfall nicht unterschätzen, denn sie haben gezeigt dass man auch wieder als echte Heavy Metal-Band Erfolge feiern kann, ohne sich dem Zeitgeist anzubiedern.
Ich muss allerdings sagen dass das bisherige Konzept bei Chapter V nicht mehr so ungebrochen funktionieren sollte. Es mag vielleicht daran liegen, dass die Musik doch schleichend von Album zu Album immer zahmer wurde und man nun doch irgendwie den Eindruck hatte, dass man bereits Vorhandenes wieder und wieder in immer wieder neuen Variationen präsentiert bekam. Es ist einfach mit der Zeit schwierig dasselbe Ding immer und immer wieder durchzuziehen, die Verkäufe werden zwangsweise weniger aus verschiedenen Gründen - zum einen lebt plötzlich im Windschatten Hammerfalls mehr Konkurrenz auf, zum anderen wird das 5.Studio-Album mit dem nahezu identischen Songmaterial einfach irgendwann mal langweiliger und nutzt sich ab - hätte man damals schon einen überarbeiteten aktuelleren Musikstil gewählt, hätte es aber vielen bisherigen Fans sicherlich auch nicht gepasst. Von daher ist das eine natürliche Entwicklung, dass man, egal was man macht, einfach nach gewisser Zeit Fans verliert - mit Crimson Thunder(2002) hatte man eben den Zenith erreicht.

Auf Chapter V wird abermals auf soliden hymnischen Heavy Metal gesetzt, leider sind die Speedanleihen früherer Alben fast gänzlich weg, und damit auch ein Srück weit die etwas härtere, brutalere Gangart. Man setzt auf melodische Midtempo-Groover mit supereingängigen mitsingbaren Refrains, leider hört sich dabei vieles recht harmlos an. Die Unterschiede zu Crimson Thunder sind zwar nur marginal, aber eben doch deutlich spürbar - gefühlt hat man einfach an Biss verloren und die Genialität bisheriger Songs ist zum Grossteil abhanden gekommen. Es ist ohne Frage ein klasse Album, dennoch fehlt so der letzte Zacken - die Magie war grossteils weg und Ernüchterung macht sich breit.

Zu den Songs:

1.Der düstere hymnische Opener "Secrets" erfüllt noch voll alle Erwartungen und das lange Solo weiss super zu gefallen, das Spinett ist ein netter verspielter Gegenpol zum sonst harten humorlosen Song, der Refrain weiss zu punkten - insgesamt eine super Hymne 5/5

2.Die Single "Blood Bound" lässt Erinnerungen an alte Glanztaten wieder aufleben und der perfekte harte Mitsing-Refrain ist einfach nur genial - für mich einer der besten Hammerfall-Songs überhaupt 5/5

3.Das flotte "Fury of the Wild" mit seinem hohen weichen Gesang soll eine gewissen Wechselwirkung erzielen zwischen weichem verletzlichem Gesang und harten Gitarren, das gelingt auch ganz ordentlich 4/5

4.Der unvermeidliche "Hammer-Song" hört diesmal auf den Namen "Hammer of Justice" und setzt die Tradition relativ gut fort - ein humorlos-riffender harter Midtempo-Heavy Metal Track 4/5

5.Im Gegensatz zu Vielen hier sehe ich Hammerfalls Stärken keinesfalls in Balladen liegen, und so ist das schwülstige "Never Ever" zwar mit einem wirklich schönen Refrain gesegnet, reisst mich aber wieder mal nicht richtig mit, wie die meisten Hammerfall-Balladen - aber "Never Ever" gehört zu den besseren 4/5

6."Born to Rule" ist dann abermals ein trocken hart rockender langsamerer Rocker, der mich mit seinem recht einfachen Refrain aber nicht besonders packt - obwohl es ein paar ganz nette Melodien in dem Song zu hören gibt 3/5

7.Der langsame Rocker "The Templar Flame" lässt es dann wieder richtig ordentlich krachen, mit einem majestätischen bedächtigen Refrain, der eines Templers würdig ist 5/5

8.Imperial ist quasi ein akkustisches Zwischenspiel - ohne Note

9."Take the Black" überzeugt mich von Beginn an voll mit hart rockigen Gitarren, bis dann leider der recht harmlos bemüht wirkende Refrain einsetzt 4/5

10.Neue Wege beschreitet man dann mit dem düsteren 12-minütigem Epos "Knights of the 21st century". Das Cronos von Venom dabei den anfänglichen Sprachpart übernimmt, kommt eigentlich eher belustigend rüber als dass man in eine Horror-mässige Stimmung gerät. Ansonsten ein relativ anspruchsvoller Hammerfall-Song mit einem schönen Refrain, der zumindest bei mir mit seiner Horrorartigen Stimmung punkten kann 4/5

Ein recht bemühtes grooviges Hammerfall-Album, das eigentlich nicht weit entfernt ist von seinen Vorgängern, leider fehlt es häufig an etwas mehr Geschwindigkeit und dem letzten Funken, der einfach nicht richtig überspringen will.
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