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Kundenrezension

52 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trotz kleiner Schwächen das zweifellos beste RPG, 11. November 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Witcher (Computerspiel)
Ich habe The Witcher gerade durchgespielt und muss zugeben, es hat alle meine Erwartungen übertroffen. Zugegeben, ich habe etwas gezögert, als ich vor ein paar Wochen vor dem Spiel stand.
"Kaufen oder nicht"? Trotz guter Previews und Ankündigungen ist es nicht verwunderlich, dass man zögert, erinnert man sich an die guten Vorankündigungen von Gothic 3 und Two Worlds. Und was war das Ende vom Lied? Mal wieder 50 Euro für zwei unter allem RPG-Niveau befindliche Spiele ausgegeben.

Die RPGs haben sich in den letzen 10 Jahren drastisch verändert. Statt guter Storyline wird vermehrt auf Grafikwunder und optische Präsentationen gesetzt. Statt fesselnder Atmosphäre rennt man durch seelenlose Welten und macht bis zum Schluß immer dasselbe. Hauptsache, der Charakter wird gelevet, das Licht besiegt die Finsterniss etc. Das die Welt nicht Schwarz-Weiß ist, sondern eher grau, das es kein Gut und Böse gibt, sondern nur Entscheidung und Konsequenz, fehlt in so vielen Spielen. Und vielleicht war es auch jener letzte Satz über Entscheidung und Konsequenz, der mich dazu brachte, The Witcher zu kaufen. Und genau dieses Versprechen wurde bis zum Schluß eingehalten.

The Witcher ist endlich mal Balsam auf die RPGler-Seele. Trotz einiger Schwächen überzeugt mich das Spiel auf ganzer Linie und hat mich dermaßen (auch nächtelang) an den PC gefesselt, wie ich es nur aus den alten "glorreichen" Tagen kenne.

Dabei wurde ganz besonders auf eine komplexe, sehr verwobene und wendungsreiche Storyline gesetzt. Kein Wunder, ist The Witcher doch die geistige Kreation von Andrzej Sapkowski. Kaum hat man sich das Intro (eines der Besten überhaupt) angesehen, wird man gleich in den ersten Minuten in den Witcher-Bann gezogen und für die nächsten Wochen nicht mehr losgelassen. Selten, daß ich ein RPG nächtelang gespielt hatte, bis mir wirklich die Augen zufielen. Held und ganz besonders die NPCs überzeugen, da sie nicht nur kurz auftreten sondern unseren Helden entweder ganz oder sporadisch durch die einzelnen Kapitel des Spiels begleiten und man selbst deren Geschichte im Laufe des Spiels miterleben kann. Die Quests sind sehr gut durchdacht und auch viele Nebenquests sind mit den Hauptquests verwoben. Kein Quest spielt sich langweilig. Die meisten Erfahrungspunkte bekommt man im Übrigen nicht für das Killen von Monstern, sondern für das Erfüllen von Quests, die teilweise gar nichts mit dem üblichen "Auftrag-Moinster töten-Belohnung kassieren-EXP erhalten" zu tun haben. Man bekommt sogar EXP für Würfelpokerspiele und anderlei kuriose Quests. Dabei kann jede Entscheidung zu einem neuen Wendepunkt im Spiel führen, also sollte man immer aufpassen, wofür man sich entscheidet und welche Quests man für wen ausführt. Denn erst nach einigen Spielstunden oder teilweise im nächsten Kapitel werden die Konsequenzen der Entscheidung in einer Art Retrospektion gezeigt. Allein das sorgt schon für hohen Wiederspielwert, sagte doch der Publischer, dass es drei verschiedenen Endings gibt.

Die Atmosphäre in The Witcher ist einzigartig, aber nicht, weil es schon wieder eine schöne Wiesen-und Waldlandschaft mit weißen Elfenstädten, und verschnörkelten Goldtürmen ist, sondern hier sehr viel Wert auf eine authentische mittelalterliche Kulisse gesetzt wurde. Burgen und Landschaften sind mal schön, mal bedrohlich, alles wirkt echt und authentisch, keine zusammengewürfelte Retortenlandschaft. Ausrüstung, Waffen, Kleidung, alles wirkt sehr authentisch und nicht zusammengeschnitten. Das kommt sehr gut an. Die Musik ist sehr stimmig und unterstreicht das Spielgeschehen sehr gut. Einige BGMs sind echte Ohrwürmer und auch für mich der Beweis, dass allein eine vernünftige BGM die Atmosphäre eines Spiels sehr stark zum Positiven oder auch zum Negativen beeinflussen kann, auch wenn ich die Vielfalt etwas bemängle. Einige Songs dudeln stundenlang daher, da hätte etwas mehr Abwechslung stattfinden können.

Das Kampfsystem ist erfrischend anders und allein deswegen schon den Kauf wert. Statt langweiliger Kampfsequenzen a la Oblivion, Gothic 3 oder Two Worlds wurden alle Kampfsequezen von Stundmen und Martial Arts Experten ausgearbeitet, mit MotionCapturing aufgezeichnet und ins Spiel integriert. Das wahrhaftig "BESTE", was ich an Kämpfen in einem RPG gesehen habe. Und statt dummen Dauergeklicke, geht es hier darum, im richtigen Moment an der richtigen Stelle zu klicken, um weitere Kombos und Angriffssequenzen einzuleiten. Der Held Gerald besitzt zwei Schwerter. Ein normales Stahlschwert im Kampf gegen Menschen und ein Silberschwert gegen Monster. Dazu besitzt Geralt drei Kampfmethoden: einen starken, einen schnellen und einen Gruppenkampfstil. je nach Gegner muss man seinen Kampfstil anpassen. Dazu kann man aus 5 verschiedenen Kampfzaubern wählen, die man mit der anderen Maustaste aktiviert. Die Gegner sind sehr intelligent, man kommt mit der alten "Klicken-bis-er-tot-umfällt-Methode" häufig nicht weiter, sondern muß spezielle Strategien entwickeln, um seinen Gegner zu bezwingen. Besonders die Schlachten gegen viele Gegner mit Verbündeten sind unglaublich motivierend. Allerdings gibt es hier einige leichte Balancing-Probleme. Bei einigen Gegnergruppen kann man geschickt einen nach dem anderen "herauspullen" (aus der Gruppe ziehen) und alleine erledigen und die anderen bleiben hinten stehen. Der Igni-Zauber ist gegen fast alle Gegner "overpowered" (zu stark). Einige Gegner sind zu leicht, andere zu schwer. Hier herrscht noch etwas Nachbesserung.

Die Kameraeinstellung ist variabel auf drei Positonen einzustellen. Anfangs etwas knifflig, aber man gewöhnt sich schnell dran. Die Welt ist im Gegensatz zu anderen Spielen nicht frei begehbar, was mich allerdings im Gesamtbild nicht stört, sondern aufgrund des Umfangs recht hilfreich ist. So bleibt es wohl jeder Person selbst überlassen, was sie davon hält. Das Interface ist gut durchdacht, wenn auch die Darstellung des Inventars sehr klein geraten ist. Ein dickes Plus gibt es für Die Quest-Logs, Tutorials, Character-Logs etc. Sehr umfangreich und hilfreich. Auch die Skillentwicklung im Laufe des Spiels ist sehr, sehr gut und besitzt hohes Suchtpotential (nächsten Level erreichen, um neue Skills zu lernen, um neue Kampfsequenzen durchzuführen/stärkere Zauber zu benutzen etc.). Ein großer Schwachpunkt im Spiel sind die durch die Engine bedingten langen Lade- und Speicherzeiten, besonders, wenn man schon viele Spielstände gespeichert hat. Das nervt auf Dauer und führt dazu, dass man seine vorherigen Spielstände bis evtl. auf die letzten zehn Savegames in einen anderen Ordner verschieben oder löschen muß, um schneller zu laden, denn jedes Savegame ist ca. 19 MB groß und es dauert ab 150 Savegames unglaublich lange bis man darauf zugreifen kann. Muß man häufig von einem zum anderen Ort wechseln, stört die Ladezeit für jedes Areal zunemend. Gelegentlich traten einige Bugs und Abstürze auf, im Vergleich zu anderen RPGs aber eher sehr selten.

Zusammenfassend kann man sagen:

Positiv ist:
- die geniale Storyline mit 3 verschiedenen Endings
- sehr gute Haupt- und Nebenquests
- einen sehr überzeugenden Helden, mit den man sich identifizieren kann
- sehr gute NPCs
- erotische Elemente sowie eine Storyline für Erwachsene
- ein sehr authentisches Gesamtbild
- authentische mittelalterliche Kulissen, Waffen und Rüstungen
- eine geniale Atmosphäre
- sehr guter und stimmiger Soundtrack
- das Kampfsystem ist einfach nur genial
- intelligente Genger
- von Zeit zu Zeit geniale Massenschlachten
- sehr gutes Logbuch und Tutorial
- sehr guter Einsatz von Waffenverbesserungen, Alchimie etc.
- geniales Skillsystem, dass zum leveln motiviert
- alles wirkt sehr intelligent und gut durchdacht
- kein Gut gegen Böse, sondern Entscheidung und Konsequenz-Prinzip

Negativ ist:
- Lade- und Speicherzeiten
- hier und da einige Balancingprobleme im Kampf
- gelegentliche Bugs (bei mir eher selten)
- Soundtrack hätte umfangreicher sein können (wiederholt sich zu oft)

Fazit:
The Witcher ist trotz kleiner Schwächen für mich das beste RPG, das es je gegeben hat. Wer The Witcher gespielt hat, wird so schnell nicht zu einen anderen RPG in seinem Regal greifen. Ich werde auch in der nächsten Zeit zum Hexer greifen und hoffe auf eine baldige Fortsetzung. Das Outtro spricht jedenfalls dafür.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.01.2008, 21:40:04 GMT+1
charlychaplin meint:
Die Rezension entspricht -grösstenteils- auch meiner Ansicht. Bis auf ein paar kleine Punkte.
unter den RPG`s schon eines der besten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.12.2013, 19:47:46 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 10.12.2013, 19:48:11 GMT+1
Roger Lynch meint:
Ich hatte mir beide Witcherspiele doppelt gekauft und bin jeweils beim ersten Fassung an der schlechten Umsetzung gescheitert.
Witcher 1 - schwerste Bugs. Die Schwertkämpfe auf der Burg im ersten Abschnitt waren reine Schattenkämpfe gewesen. Keine Punktanzeigen
Witcher 2- Die Katapultbedienung im Innenhof der zu erobernden Burg, auch hier ist nachgebessert worden. Die Auslösung erforderte ein so wahnsinnig wildes auf die Maus hämmern, dass ich Angst um meinen PC bekam!
Das eigentliche Thema ist aber Spiel Nummer Eins, zumal Quellen dazu im Netz immer schwerer zu finden sind, selbst wenn man expliziete Angaben macht. Ja, größtenteils stimme ich zu. Seit KotOR 1, dem STAR WARS RPG habe ich kein so! gutes Rollenspiel, das auch Erwachsene anspricht, ange-
spielt. Hier hat die Computerspiele Industrie einen gr0ßen Nachholbedarf zumal immer mehr Produkte entweder rein auf Online oder auf den schäbigen Ankauf von sogenannten DLCs angewiesen sind. DRAGON AGE ist dafür ein abschreckendes Beispiel, das Spiel lebt nur von seiner grottigen Schleich-
werbung im Spiel selbst! dafür.
Ich habe mich in Witcher 1 immer als Detektiv und Jäger und Sammler empfunden. So macht es für mich am meisten Spaß. Der alchemistische Teil ist nicht dringend erforderlich, mit zunehmender Erfahrung macht er aber auch sehr viel Spaß, zumal der Jargon historisch belegbar ist.
Die Kämpfe sind gewöhnungsbedürftig, zumal sie mit der Maus zulasten der Handwurzelknochen gehen, aber ergeben wirklich sehr viel mehr Sinn als das sogenannte " Ballet " in den Gothicspielen.
Die klare, aber nicht allzu schlauchige, Handlung ist ein weiteres großes Plus. In den Elder Scroll Spielen und in Gothic fühle ich mich immer zu verloren.
Ende 2005 haben Frau Schmitz und Herr Siegesmund in der Jahresübersicht gesagt, sie würden ein Spiel spielen das eine Kreuzung aus Oblivion und Dark Messiah of Might and Magic sei. Ich finde Witcher erfüllt diese Hoffnung in allen Maßen. Nur der zweite Teil ist mir zu schlachtenlastig geworden.
Die Graphik und Akkustik finde ich gelungen im ersten Teil und den NACKEDEI - Teil mit den Karten kann man weitgehend ignorieren.
Ich für meinen Teil werde vor allem das erstere Spiel noch oft nutzen. Es ist wie ein gutes Buch, es fesselt, auch wenn der Schluss in der Tat schwächelt.
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