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Kundenrezension

am 26. Juli 2006
Die einzige Kritik, die es an PULSE gibt, ist die, daß man sie uns so lange vorenthalten hat. Aber was lange währt ...

PULSE zeigt die Aufzeichnung eines der letzten Pink Floyd Konzerte im Londoner Earls Court, eine Aufnahme, die es bereits seit vielen Jahren als VHS-Band zu kaufen gab. Wer Pink Floyd kennt, weiß, daß Bühnentechnik vom Feinsten und Sound "at its best" geboten wird. Neben ihrer Musik ist das im Laufe der Jahre zu einer Art Markenzeichen der Gruppe geworden: die Stücke werden nicht einfach heruntergespielt, sondern in eine Multimedia-Show eingebunden, die man mit nichts vergleichen kann, sozusagen das "Bayreuth der Floyd-Fans". Kristallklarer, satter Sound wabert durch das Stadion oder die Riesenhalle, Vari-Lites, Laser, Scheinwerfer in allen Varianten, computergesteuert zm Rhythmus des Songs, dazu psychedelische Filme auf der schon historischen runden Riesenleinwand, von Band und Fans mit "Mr. Screen" bezeichnet.

Als jahrzentelanger Pink Floyd - Konzertbesucher stellt man einschränkend fest: das reale, bombastische Feeling einer solchen Show, den vibrierenden Boden, den 100 m weiten Surround Sound kann man technisch einfach nicht ins 35 m² Wohnzimmer holen. Aber die DVD ist die beste Annäherung, die man sich wünschen kann.

Die Schnitte sind so gesetzt, daß es nicht langweilig wird, aber trotzdem Zeit bleibt, ein Gesamtbild des ständig wechselnden "Bühnenbildes" zu erleben, so wie man es als Zuschauer hat und wie es als Konzept vorgesehen ist. Zur Musik muß man sicher nur wenig sagen: die Songs sind den Interessenten sicher bekannt, die Interpretation ist - gewohnt -perfekt. Auf der DVD ist u.a. der komplette "Dark Side of the Moon" - Zyklus enthalten.

Es ist heute gute Sitte, DVDs mit zusätzlichen Features auszustatten. Ob es die enthaltenen Fotos wert waren, einen Platz darauf zu finden, sei dahingestellt, aber drei andere Bonbons sind für jeden Fan ein Genuß: da sind einmal die Screen-Filme, also die kleinen Meisterwerke der runden Leinwand, in perfekter Bildqualität separat zu sehen. Dann gibt es ein Amateurfilmchen, das aus vielen kleinen Filmsequenzen während der Tour zusammengesetzt ist. Nur beiläufige Liebhaber von Pink Floyd werden vielleicht achtlos darüber hinwegzappen, aber wer weiß, wie rar Aufnahmen aus dem Backstage-Bereich und dem privaten Alltag der Floyds sind, wird dieses witzige Video schätzen. Gerade erst gab es ein Interview mit Rick Wright, in dem er von einem bisher wenig bekannten "Donkey's Knob" erzählt, einem kleinen Raum der Roadies unterhalb der Bühne, in dem nächtliche Partys mit eine Minisimulation der Show stattfanden. Hier kann man ihn sehen!

Das dritte Feature ist meiner Meinung nach schon eine kleine Sensation. "Bootlegging the Bootleggers" zeigt aufbereitete Amateurfilme der Show. Schon seit den ersten Konzerten der Gruppe gab es Tonmitschnitte von nahezu jedem Auftritt, weil die Band relativ tolerant mit dem Thema umging. Mit dem Aufkommen von Videokameras entstanden nach und nach Filmdokumente von Zuschauern, die z.T. wie Reliquien in der Szene getauscht wurden. In Zeiten, in denen die Musikindustrie am liebsten jeden Ton extra bezahlt haben möchte, ist es eine sehr sympathische Geste, wenn auf der eigenen Profi-DVD ein paar Hobby-Made-Videos - vermittelt von Vernon Fitch, einem alten Fan in der Internet-Szene - ihren Platz finden. Darunter ist auch eine Aufnahme des nur einmal live gespielten Stückes "Marooned", nicht nur herrlich anzuhören, sondern auch anzusehen, denn es gibt meiner Meinung nach sehr treffend die Atmosphäre eines Floyd-Konzertes aus Sicht eines Zuschauers wieder.

Zum Schluß noch eine Anmerkung zu den Kritikern der Bildqualität. Auch in meiner Pink Floyd Community wurde sehr

kontrovers darüber diskutiert. Es tut mir leid, Leute, auf meinem normalen TV ist das eine der besten DVDs, die ich kenne. Immerhin handelt es sich um 12 Jahre altes Videomaterial. Manchmal scheint mir, daß die Ansprüche einiger Zuschauer ins Unermeßliche steigen, weil heute immer alles schöner, weiter, höher sein muß. Könnte es sein, daß dies eher Ausdruck der Selbstverliebtheit in die teure Technik ist, die man sich gekauft hat, und von der man eine preisgemäße Leistung forden muß? Ich kann das nicht nachvollziehen. Ich kann auch nicht

nachvollziehen, daß man beim Anschauen eines Pink Floyd Konzertes auf "Treppchen" an der linken Haarsträhne der

Sängerin achtet. Wenn mich sowas interessiert, dann kaufe ich mir eine DVD mit Testbildern! Ich möchte nur Pink Floyd sehen, und das kann ich, wie nirgendwo sonst, auf disen beiden PULSE-DVDs.
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