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Kundenrezension

am 1. Januar 2009
Keine Frage, natürlich hat Mankell wieder ein spannendes Buch geschrieben, das man nicht so leicht aus der Hand legt. Genau dafür kennt man ihn ja auch. Trotzdem weckt die Lektüre sehr zwiespältige Gefühle. Wie fast immer bei Mankell, aber dieses Mal ganz besonders, transportiert die Romanhandlung eine untergründige historische und gesellschaftspolitische Lehrstunde. Dass ein Kriminalroman auch in einem sozialen Kontext spielt und diesen ausleuchtet, ist gute Tradition und trifft gerade auch für Mankells frühe Romane zu. Hier ist es aber doch ein bisschen viel des Guten bzw. gut Gemeinten geworden. Man bekommt immer mehr den Eindruck, dass die wieder einmal außerordentlich blutrünstige und stellenweiswe abscheuliche Kriminalstory nur noch das Appetithäppchen für den Leser ist, damit er einen Rest willig zu sich nehme, den er ohne die Kriminalhandlung wohl kaum zu lesen geneigt gewesen wäre. Dabei bleiben die Ausführungen über die Geschichte des Kolonialismus und die politische Situation in Afrika und China letztlich doch oberflächlich und gehen praktisch nirgends über das hinaus, was der einigermaßen gebildete Zeitungsleser ohnehin schon weiß. Richtig peinlich wird, es, wenn ausgerechnet Robert Mugabe in Zimbabwe noch als weiser Revolutionär idealisiert wird - zugegeben, 2005 konnte Mankell noch nicht wissen, was man 2008 aus Zimbabwe erfahren hat, aber das Prinzip war schon damals dasselbe und es bedurfte hartnäckiger ideologischer Scheuklappen, nicht wahrzunehmen, was aus ihm geworden ist. Auch, was die Charakterisierung der handelnden Figuren anbetrifft, ist das kein wirklich guter Roman. Einigermaßen gut gelungen, wenngleich in den Handlungsweisen und Gedanken oft nicht sehr plausibel, ist eigentlich nur die Person der schwedischen Richterin. Die ganzen auftauchenden Chinesen sind mehr überindividuelle Verschnitte historischer Geschehnisse, sie bleiben letztlich blass und abstrakt und es läuft mal wieder auf einen eigentlich doch sehr trivialen Antagonismus zwischen den nur Guten und den nur Bösen hinaus, ohne Zwischentöne und Überraschungen.
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