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Kundenrezension

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Trotz Schwächen, in allen Bereichen "riesiges" Rollenspiel, 21. April 2006
Rezension bezieht sich auf: The Elder Scrolls IV: Oblivion (Computerspiel)
Auf dieses Spiel haben wohl so ziemlich alle begeisterten Solo-Rollenspiel Fans sehnsüchtigst gewartet. Ebenso groß waren dann auch die Erwartungen an das Spiel, stark angetrieben durch viele Previews mit überschwänglichen Berichten. Hat das Spiel nun die Erwartungen erfüllt? Ja, aber nicht ohne Schwächen...

Der Start des Spiels wird einem dabei sehr einfach gemacht. Aspekte, die für Kenner des Vorgängers "Morrowind" sehr bekannt vorkommen werden, wird Anfängern der Elder Scrolls Reihe sehr gut durch ein Tutorial des riesigen Spiels erklärt.

"Riesig" muss man hierbei in mehreren Aspekten sehen. Zum einem natürlich in der atemberaubend großen Fläche des Spiels. Schon allein die Hauptstadt der Region Cyrodiil ist so gigantisch, dass man über 15 Stunden mit Erkunden und Erfüllen von Aufträgen verbringen kann, bevor man überhaupt anfängt, den Rest der Welt zu entdecken.

"Riesig" aber auch in Anbetracht der grandiosen Grafik, die dermaßen klasse aussieht und eine unnachahmliche Atmosphäre aufbaut, dass man vom ersten Moment des Betretens der Welt an sofort in die Spielwelt absorbiert wird und alles um sich herum vergisst. Ob nun neigende Äste, verschiedenste Gräser und Getier oder Städte, die majestätisch auf einem Berg thronen, die fantastische Musik und Soundeffekte tun ihr Übriges dazu.

"Riesig" ist aber auch die Mechanik des Spiels, schließlich handelt es sich hier um ein waschechtes Rollenspiel. Es gibt also 10 unterschiedliche Rassen, die aus einem Pool von 21 verschiedenen Fertigkeiten mit bestimmenden Attributen 7 Hauptfähigkeiten wählen können und diese dann in fünf Stufen durch Verwendung ausbauen, was zum Beispiel den Erfolg des Schlossknackens erleichtert, die Herbeirufung eines mächtigen Verbündeten ermöglicht oder einen verheerenden Power-Angriff ergibt. Dazu kommt noch das Aussuchen eines Sternzeichens und einer Klasse, die weitere Boni verleihen.

Was jetzt sehr kompliziert klingt, regelt sich im Spiel allerdings etwas einfacher, da man gut über die Vorteile der einzelnen Aspekte informiert wird. Trotzdem muss man sich etwas einarbeiten, was allerdings viel Spaß macht.

"Morrowind" Kennern brauche ich im Prinzip nichts Neues zu erzählen, denn "Oblivion" ist quasi eine verbesserte und aufgemotzte Version vom Vorgänger in einer neuen Welt. Typischerweise muss man nicht der Hauptstory folgen, sondern man kann die Welt völlig frei erkunden und die hervorragend desingten Nebenaufträge suchen, davon gibt es massig! Einsteiger können aber auch ohne weiteres strikt der Hauptquest folgen und erleben eine Menge, trotzdem richtet sich das Spiel in erster Linie an Rollenspiel-Kenner mit viel Entdeckerdrang.

Positive Veränderungen gibt es besonders bei dem Questsystem und den Kämpfen zu bemerken.

Endlich kann man nun lange reisen immens abkürzen, in dem man auf der Karte den gewünschten Ort anklickt, der Charakter ist nach einer kurzen Ladezeit sofort da, während die Zeit natürlich entsprechend fortschreitet. Es ist allerdings freiwillig, man kann also nach wie vor den ganzen Weg alleine gehen! Quests werden ausführlich vermerkt, ein aktiviertes Quest blendet auf der Karte und dem immer aktiven Kompass einen Pfeil ein, der den als Nächstes zu besuchenden Ort anzeigt. Beides eine große Erleichterung!

Außerdem wurde endlich das Kampfsystem überarbeitet und dynamischer gestaltet. Nun ist es nicht mehr so, dass man tausendmal auf eine kleine Ratte einsticht und davon nur 3 mal trifft, sondern es läuft viel Actionbetonter ab ohne dabei den Rollenspielanspruch zu verlieren. Trotzdem muss erwähnt werden, dass man schon einmal Ego-Shooter zumindest probiert haben sollte, denn die Kämpfe sind sehr herausfordernd und schnell und gehen nur in der Ego-Perspektive gut von der Hand.

Aber auch "Oblivion" ist kein perfektes Spiel und muss mit Kritikpunkten leben:

Dafür, dass die Welt so riesig und wunderschön ist, ist sie auch sehr generisch aufgebaut. Besonders in den kleineren Dungeons, die überall auf der Welt verteilt sind, merkt man stark den reproduzierenden Charakter heraus (obwohl sie atmosphärisch sehr gruselig sind!) und das langweilt nach einer gewissen Zeit sehr stark.

Nur die elfischen Dungeons sind etwas abwechslungsreicher gestaltet worden und bieten auch auf Dauer einen ansprechenden Nervenkitzel, der sich auch von der materiellen Belohnung her stärker lohnt.

Zudem wirken die Städte, trotz all ihrer abwechslungsreichen Architektur, eher steril (besonders die kaiserliche Hauptstadt ist ein Negativbeispiel). Zwar sind sie sehr interessant gestaltet worden, so dass alle Bewohner einem eigenen Tagesablauf folgen und bei Gesprächen durch schön gestaltete Gesichtszüge ihre Emotionen passend ausdrücken, aber wenn das als verkommen verrufene Hafenviertel ähnlich rausgeputzt wirkt, wie das Palastviertel, ohne Müll und Dreck, ist das nicht sonderlich glaubwürdig und teilweise sogar verwirrend, wenn dadurch alle Viertel gleich aussehen.

Außerdem arbeitet das Spiel wieder übertrieben stark mit Mittelalter/Fantasy-Klischees, was besonders in der Hauptquest negativ auffällt. So muss ich sagen, dass die Hauptstory wenig kreativ ist, alles Dagewesene wieder einmal sehr konfus verwurstet und man oft bei den interessanteren Nebenmissionen besser aufgehoben ist.

Das Inventar hingegen ist sehr umständlich und zeitintensiv gestaltet worden, das wurde bei "Morrowind" besser gelöst.

Zudem wird die Schwierigkeit der Gegner immer nach dem Level des eigenen Charakters berechnet. Was an sich gut klingt, weil man dadurch nicht von übermäßig schwachen oder starken Gegnern genervt wird, hat aber auch eine üble Kehrseite, besonders wenn man auf "soziale" Fertigkeiten setzt und so trotz hohem Level schlechte Kampffertigkeiten besitzt. Außerdem geht so der Reiz des "Auflevelns" etwas verloren, denn was nutzt einem dies, wenn die Gegner sowieso immer die gleiche Stärke wie man selbst haben?

Die deutsche Lokalisation ist (bis auf die hervorragenden Stimmen) sehr schlampig und fehlerhaft, ich empfehle entweder die Originalversion zu erwerben oder auf einen Patch zu warten, Ungeduldige können es aber auch so spielen...

Insgesamt streift das Spiel also denkbar knapp an 5 Sternen vorbei. Für Rollenspiel-Kenner und Profis ist es trotzdem ein Muss, wenn die aufgelisteten Negativpunkte nicht übermäßig stören (kann teilweise per Mods verändert werden), aber auch Einsteiger könnten sich vielleicht heranwagen, wenn sie viel Zeit und Elan fürs Einarbeiten besitzen.

Ein High-End oder sehr guter Mittelklasse PC allerdings vorrausgesetzt, die Hardwareanforderungen sind nämlich ebenso "riesig", wie dieses Spiel.
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