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Kundenrezension

am 16. Oktober 2008
Auch mit der D90 hat Nikon wieder eine solide Kamera mit gutem Preis-Leistungsverhältnis vorgelegt. Hier wird konsequente Modellpflege betrieben, der Nikon-Benutzer wird sich sofort wieder zurechtfinden. Als "Aufsteiger" von einer doch in die Jahre gekommenen D70 erlebt man natürlich einen Quantensprung: allen voran das sensationelle Megapixel-Display zur Bildkontrolle, die wesentlich höhere Geschwindigkeit bei der Datenverarbeitung und Bildanzeige, Live-View und so Kleinigkeiten wie besser gestaltete Bedienelemente, einen frei belegbaren Funktionsbutton, mehr individuelle Einstellungen, ein persönliches Favoritenmenü und vieles mehr. Natürlich gibt es an der D90 viel mehr AF-Sensorfelder, die Chance, dass auf irgendwas Unwichtiges im Vordergrund scharfgestellt wird bleibt unverändert hoch - ein für mich fragwürdiger "AF-Sensor-Wettbewerb", ich bleibe doch wohl bei der manuellen Anwahl des Sensorfeldes und da spielt es dann nicht so eine Rolle, wieviele davon zur Verfügung stehen.

Die Bildqualität in JPEG direkt aus der Kamera ist auch bei hohen ISO *** äusserst*** beeindruckend (z.B. im direkten Vergleich mit Nikon D70 und Sony Alpha 700). Selbst bei ISO 6400 liefert die Kamera noch zumutbare Bilder - Hut ab vor dieser Leistung. Bei anderen Kameras (Alpha 700) ist da schon RAW mit Nachbearbeitung am Computer nötig, um ein ähnliches Ergebnis zu erzielen.

Ein paar Schattenseiten dürfen nicht verschwiegen werden: Der Video-Modus ist beeindruckend und natürlich ein absolutes Novum, die Korrekturmöglichkeiten (z.B. nur schon Belichtung) sind jedoch SEHR limitiert und der Autofokus während der Aufnahme generell tot, vor allem der Ton ist jedoch eine Katastrophe (man wird z.B. ein Verstellen des Zooms oder Fokus deutlich bei der Wiedergabe hören). Nach wie vor dürften viele "Pocketkameras" hier insgesamt bessere Ergebnisse bringen, ausgenommen natürlich bei der Verwendung von Spezialobjektiven an der Nikon.

Der Life-View ist ebenfalls eine erfreuliche Bereicherung und wird wohl in einigen Situationen (z.B. ab Stativ, Makro, Überkopf) regelmässig zum Einsatz kommen, der Kontrast-Autofokus in diesem Modus ist jedoch SEHR langsam, sogar gemütlicher als an vielen Kompaktkameras. Nikon scheint eine recht "lustige" Fokusstrategie zu verwenden (es werden wohl fest mehrere Fokuspunkte angefahren und dann daraus direkt die richtige Fokusstellung berechnet - 1-2 Sekunden dauert das gerne Mal. Hier gibt es wesentlich bessere Implementationen von Kontrastautofokussi z.B. in Bridge-Kameras). Gelungene Schappschüsse in diesem Modus sind nur mit Vorfokussierung realistisch, trotzdem, eine insgesamt sehr wertvolle Funktion.

Das 18-105 Kit-Objektiv kann bei der Preislage natürlich nicht der Hammer sein, aber es ist sehr brauchbar, quasi ein Universalzoom mit Bildstabilisator zum Schnäppchenpreis mitgeliefert. Auch der Bildstabilisator in diesem Objektiv scheint sehr wirksam, jedoch nicht "Spitzenklasse" zu sein, die Sony 700 mit ihrem eingebauten Stabi scheint da auf Basis erster subjektiver Versuche in diesem Brennweitenbereich eine sichtbar bessere Leistung zu erbringen (z.B. Arme aufgestützt bei 1 Sec. Belichtung, nicht übermässig praxisnah, aber ganz nett für einen Test).

In Summa eine Kamera, die auf der Höhe der Zeit ist und kaum enttäuschen wird, einzelne Funktionen sind anderswo vielleicht besser implementiert, doch die D90 bietet eine sehr runde Gesamtleistung und am Wichtigsten bleibt am Schluss die Bildqualität und da kann die D90 locker auch mit der höherpreisigen Konkurrenz mithalten.

Als gleichzeitiger Sony Alpha 700-Nutzer kann ich mir eine Bemerkung leider nicht verkneifen - bitte liebe Nikon schau Dir doch mal dieses Konkurrenzmodell an, hier könntest Du, was die intuitive Bedienung betrifft, noch so einiges lernen und die Liste der "Kleinigkeiten", die an der A700 deutlich besser gelöst sind, ist leider ziemlich lang: AE-Lock schaltet auf Wunsch direkt auf Spotmessung um, Zoom ins Bild springt auf 10fach Zoom und direkt auf die Stelle im Bild, auf welcher der Fokus(-Punkt) gelegen hat [schnellste Fokuskontrolle!], der Mini-Joystick und die direkte Anwahl von Funktionen auf dem Display, ISO-Auto auch direkt übers Einstellrad aus-einschaltbar, AF-Start wenn man die Kamera ans Auge nimmt, Display automatisch ausgeschaltet, auch das vordere Einstellrad hat bei der A700 IMMER eine vernünftige Funktion (und ist auch wesentlich besser an der Kamera angeordnet), Gut erreichbare Daumen-Buttons oben auf der Kamera und alle Einstellungen auf dem Hauptdisplay [bei der D90 ist ein magerer Kompromiss implementiert, Nikon sollte sich da meiner Ansicht mal entscheiden, in welche Richtung man gehen will, kleine Buttons hinten unten für ISO etc. und ein Mini-Display oben auf der Kamera passt nach wie vor nicht zusammen, da soll sich doch gleich das Display hinten einschalten und nicht erst auf Knopfdruck wie jetzt an der D90], Rotes LED-AF-Hilfslicht an der A700 ist wesentlich unauffälliger als der seit der D70 unverändert hellen und unnötig früh aktivierten "Taschenlampe" an der D90 etc. etc. etc.

Kurz gesagt, meine absolute Traumkamera wäre eine Kreuzung der Bedienung und Bildstabi aus der A700, Lifeview-Autofokus aus der A350, die Bildqualität, Bracketing und ein paar weitere Kleinigkeiten aus der D90 und ein noch etwas vernünftigerer Videomodus... Aber man darf ja noch träumen. Trotzdem 5.0 Punkte für die D90, weil es zwar immer noch was zu verbessern gibt, das für die anderen Kameras aber auch gilt und die D90 zu meiner eierlegenden-Traum-Wollmilchsau genausoviel hübsches, vor allem aber die tolle JPEG-Bildqualität direkt aus der Kamera auch bei hohen ISO beitragen würde...

Eine winzige Kleinigkeit noch, die aber allen Umsteigern und Parallel-Nutzern von anderen Systemen bisher wohl wie mir an den Nikons grausam auf den Keks gegangen ist: an der D90 lässt sich nun die Anzeige für Belichtungskorrektur und Drehrichtung des hinteren Einstellrades umkehren, damit das nun so rum funktioniert wie z.B. an der Sony. Man mag den "Fehler" der bisherigen Nikons beim Rest der Welt gesehen haben, aber nicht nur bei Sony sondern auch in der restlichen Technik sind die negativen Werte nun halt mal links und nicht rechts auf der Skala und dass dann der Zeiger weiterhin in die Richtung läuft, in der man das (hintere) Einstellrad dreht ist doch wohl auch naheliegender - vor allem wenn das Rad dann wie die meisten Wasserhähne der westlichen Hemisphäre funktioniert (Licht auf-Licht zu), danke Nikon für diese beiden Custom-Optionen in der D90 !!!

Nachtrag: Erst beim Bearbeiten der ersten RAW (NEF)-Bilder ist mir eine weitere hervorragende Funktion der Kamera aufgefallen: Chromatische Fehler (CA) werden im JPG-Modus von der Kamera automatisch korrigert. Farbsäume, bei fast allen Objektiven ein unterschiedlich starkes Qualitätsproblem, werden von der Kamera bei der JPG-Verarbeitung nahezu zum Verschwinden gebracht. RAW-Bilder werden nicht behandelt, sodass einem erst beim direkten Vergleich die (positive) Einflussnahme der Kamera auf die JPG-Bilder auffällt. Bei RAW muss man massiv am Computer (z.B. mit PTLENS) nachhelfen, erst dann erreicht man mit deutlich mehr Aufwand eine insgesamt bessere Qualität als JPG - dies unterstreicht einmal mehr meine Aussage von oben, dass die JPG-Qualität direkt aus der D90 derzeit wohl konkurrenzlos ist.
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