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Kundenrezension

5 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts für Puristen. Alles für Musikliebhaber, 31. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Tief.Tiefer (Audio CD)
Vorweg: Auf die Vergleiche, die so mancher Ein-Stern-Rezensent hier abgibt sollte man sich nicht einlassen, da diese bestenfalls einer kühnen Vermutung entsprechen. Auch Bezeichnungen wie "Mädchen Band", "Pop" oder "Schlager" halte ich als Beschreibung für dieses großartige Werk der Reiter für absolut deplatziert und überflüssig.

Meiner Meinung nach haben die Reiter hier ein ganz und gar einzigartiges musikalisches Manifest aufgezogen. Klänge aus Indie Rock, Post Rock, Shoegaze und Electro verbinden sich hier mit dem typischen und dennoch neuen Reiter-Sound,

Tief.

Das harte Album. Es beginnt mit "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit". Dieser energische Titel legt die Marschrichtung der 1. Langrille fest. Die Strophe kommt stampfend und fordernd daher, Industrial-Elemente verschmelzen mit leicht verzerrten Gitarren, weiten Keyboarduntermalungen und präzisem Drumming. Der epische Refrain bringt die gewünschte Abwechslung und macht Lust auf mehr. Fuchs' Frage: "Habt ihr Angst vor der Freiheit, weil sie etwas verlangt?" Sollte man sich mal durch den Kopf gehen lassen.

"Wir". Eine unfassbar straighte und groovende Nummer, die hier und da Stimmungen der Licht-Ära durchblitzen lässt. Die Gitarren knallen, Bass und Drums treiben und homogenisieren zugleich, Dr. Pest steuert ganz selbstverständlich elektrolastig anmutende Keys bei und Fuchs beweist im wiederholt sehr eingängigen Refrain, das auch harte Growls immer noch super funktionieren.

"Wo es dich gibt" Präsentiert sich sehr schwelgerisch. Ein tragendes Element sind dafür die Tastentöne von Dr. Pest. In der Strophe treibt die gesamte Instrumentalfraktion wieder ordentlich an, nur um im Refrain in Romantik und Schwelgerei zu verfallen. Der ganze Song ist wunderbar straight und hoch emotional. Der Super Text überzeugt auch vollens. Highlight.

"Was Bleibt Bin Ich" Indielastig geht es in die nächste Runde. Diese Nummer macht einfach Spaß, überzeugt mit jeder Menge straightness und beweist das auch leicht angezerrte Gitarren absolut rocken können. Im Mittelteil wird es kurz recht verträumt was von reichlich Hall und schönen Synths gut unterstützt wird. Der absolut treibende Refrain schließt diesen Track ab. Textlich geht es um den Verfall und Neubeginn der Liebe.

Hallende und akzentuierte Gitarren und leichte Drums ertönen zu Beginn des nächsten Songs "Ein leichtes Mädchen". Im Refrain hingegen erinnern besonders die Gitarren, die eindeutig Anleihen von Melodic Death Metal aufweisen, sowie die gesamte Instrumentierung wiederholt an den 2008er Erfolg "Licht". Ein Song also der aufzeigt, das entgegen aller Vorurteile doch noch jede Menge des alten Charmes in der 1. Scheibe steckt. Thematisch greift Fuchs die Flüchtigkeit des Glücks auf.

"Ein Vögelein", Ein sehr kurzes und sphärisches Stück das lediglich von Pest's Pianoklängen und einer einzelnen Shoegaze Linie geführt wird. Fuchs "erzählt" dabei mehr oder weniger von der Präsenz des Todes. Ein schöner Übergang in die 2. Hälfte des Albums. Man hätte da zwar etwas mehr rausholen können aber nichts desto trotz passt der Titel super auf die Platte.

"Es wird Nacht" setzt die Post Rock und Shoegaze Anleihen recht konsequent fort wobei alle anderen Musiker sich auch wieder sehr gut einbringen. Die ruhige Strophe ist kunstvoll umgesetzt. Die Drums, weite atmosphärische Gitarrenklänge, kleine elektronische Spielereien und wohl platzierte Klaviermelodien bereiten auf einen umso rockigeren Refrain vor der durch viel Bombast und Eingängigkeit, erneut voll überzeugen kann. Fuchs findet höchst Souverän auch hier zur Höchstform.

"Die Wahrheit". Ein Titel der gewissermaßen, zumindest in der Strophe an "Was bleibt bin Ich" erinnert. Die Strophe ist rockig und auch hier wurde wieder mit dem Schuss Electro nachgewürzt. Der darauffolgende Refrain ist für mich persönlich ein absolutes Highlight. Textlich, in Sachen Gesang und Melodieführung und Authentizität. Super Song!

"2 Teufel" glänzt sofort zu Beginn wieder mit ungeheurer Straightness. Die Rock Attitüde in der Strophe führt den eingeschlagenen Weg des Songs einwandfrei fort. Alles funktioniert schlüssig. Der ruhige Mittelpart entspannt die Nummer kurzzeitig. Fette Gitarren, hammer Drums, toller Refrain und passgenaue Melodien. Hier blinzelt er, der "alte Reiter".

"Die Welt ist Tief". Es beginnt mit einem Riff das der 70er Jahre Prog-Szene anmutet. In der recht kurzgehaltenen Strophe frickelt eine einzelne Gitarre munter neben den Drums her ehe es im Refrain nochmal richtig ordentlich zur Sache geht. Nach einem kurzen Break gipfelt diese Nummer in ihrem umso härteren Ende und die Reiter zeigen sich mit "Die Welt ist Tief" auf dem aktuellen Rundling von ihrer härtesten Seite und dabei schielt die Band ganz gewaltig auf ihre alten Pfade. Auch gegrowlt wird nochmal absolut amtlich. Pop? Schlager? Unheilig? Nur um das nochmal zu erwähnen. Aus dem Blinzeln ward der Ritt.

"So Fern". Ein wahnsinnig toller Abschlusstitel des ersten Albums. Epische Melodien, dichte Gitarren, der intensive Gesang von Fuchs und der gesamte Songaufbau mit all seinen Harmonien schaffen einen der wohl emotionalsten Songs des Albums und runden dieses damit gekonnt ab. Gänsehaut!

"Tief" ist rund und absolut schlüssig. Nachvollziehbar und modern. Ja, es wurden große Schritte in teils gänzlich andere Gefilde gewagt. Aber wer im Stande ist seine konservativen Ansichten mal hinten anzustellen, der wird bei genauem Hören der Platte feststellen das es sich bei "Tief" um eine reinrassig erstklassige Veröffentlichung handelt die die Reiter mutig, gereift und höchst authentisch darstellt. Kreativität und Mut zahlen sich also in jedem Fall aus, wie eine der besten Veröffentlichungen des Jahres noch zu genüge beweisen wird.

Tiefer.

Ein, wie sage ich es am besten...ein akustisches Rock Album, das den 2. Teil des Albums darstellt. "Tiefer" präsentiert neu aufgelegte Stücke quer durch die Reiter-Diskografie, die obendrein noch durch zwei neue, ebenfalls akustische Songs, ergänzt werden. Was auf Hausboot-Sessions so alles passieren kann. Schon beeindruckend.

"Die Zeit" Gleich zu Beginn ein neuer Song, der quasi den Weg von "Tief." weiter geht. Die akustischen Instrumente fügen sich hier wunderbar zusammen und offenbaren eine ganz neue Seite an den Reitern. "Die Zeit" - ein Song welcher das Auseinanderleben zweier Menschen ausfrückt und dennoch mehr als zuversichtlich in eine neue Zeit schaut.

"Der Weg". Und sofort habe ich die Gitarren des Originals im Ohr. Wer jetzt aber glaubt, das man den Song einfach lieblos "entstromt" hat der irrt gewaltig. Es gibt in jedem Song zu gewissen Teilen Neuarrangements. Die Gesangsmelodie im Refrain des Songs wurde beispielsweise komplett geändert. Sehr schönes Stück.

"Friede sei mit Dir": Eine Interpretation die sich nah am Original bewegt. Das ist aber nicht negativ aufzufassen. Im Gegenteil. Der Charme des Originals wurde in die Neuinterpretation mitgenommen. Was die von "Tief" begonnene Fahrtrichtung auf alternativer Route fortsetzt.

"Flieg mein Herz". Ein durch und durch positiver Song, der nicht nur Laune sondern auch Sinn macht.Man merkt einfach, die Reiter haben Spaß - und der Funke springt über. Großartig!

"Das Paradies" Ein Song der wahnsinnig gekonnt in sein neues sehr sphärisches Gewand gepackt wurde. Die Band verschmilzt auch hier zu einer absoluten Einheit. Neue Arrangements und Melodien machen diesen Song zu einem Highlight. Kein Fremdschämen. Schlicht sehr mutig.

"Die Leidenschaft"; so der Name des Neulings. Besonders begeistert mich die Ehrlichkeit dieses Songs und seiner Inszenierung. Emotionaler Gesang, wundervolle Streicher, tolles Piano und eine Mannschaft die sich voll mit dem Identifiziert was sie tut. Absolutes Highlight! Dauerschauer!

"Die Liebe" kommt schon mit massig Folkeinfluss daher und auch hier bewegte man sich nah an der Originalversion, was ich befürworte, denn das Temperament dieser Nummer erhalten zu haben bringt der Platte noch einmal jede Menge Schwung. Die Reiter wissen was sie wollen und was sie tun. Auch hier wird das wieder spürbar.

"Der Wahnsinn". Jetzt wird es psychedelisch und schon fast verstörend. Bei diesem Song handelt es sich meines Erachtens nach um eine komplette Neuvertonung, die einem mit massig Atmosphäre so manchen Schauer bescheren wird. Zusammengefasst also der Wahnsinn.

"Terra Nola". Nochmals eine mehr als gelungene Version dieses schon recht alten Songs. Trotz akustischer Inszenierung konnte alles von der weite des Songs erhalten bleiben, was am Schluss noch einmal sehr intensive Hörmomente beschert und zwar vom ersten Saitenzupfer bis zum letzten Geigenstreich. Sehr sehr gelungen!

Auch "Tiefer" überzeugt auf ganzer Linie mit altem und neuem. Und ganz nebenbei wird klargestellt das die Reiter auch als Akustikband eine mehr als gute Figur machen und "Tiefer" in keinem Fall einfach nur ein liebloser Bonus ist!

Fazit: Dieses Album ist Freiheit, Liebe und Hingabe über 20 Songs verteilt die ich so noch nicht erlebt habe. Exzellente Songs, wundervolle Harmonien und Arrangements und jede Menge Mut formten das mit Sicherheit eindrucksvollste Doppelalbum des Jahres. "Tief.Tiefer.", eine Hommage an die Freiheit. In jeder Hinsicht. Nichts für Puristen, alles für Musikliebhaber.
25 Euro sind da jeden Cent Wert. Musik, Aufmachung, alles passt zu 100%.

Da sie die einzig wahre Alternative sind - eine Kaufempfehlung!!
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