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Customer Review

on October 30, 2006
...wenn Du der letzte Mensch auf Erden wärst?

Diese Frage, mit der sich wahrscheinlich jeder von uns schon einmal beschäftigt hat, ist der Ausgangspunkt der Handlung des neuseeländischen Spielfilms "The Quiet Earth" aus dem Jahre 1985.

Als der Wissenschaftler Zac Hobson eines Morgens in einem anonymen Motelzimmer zu sich kommt, ist er zunächst aufgrund einer ganz anderen Tatsache verwirrt: er lebt, obwohl er eigentlich tot sein müsste bei der Menge an Schlaftabletten, die er geschluckt hatte. Anstatt ein zweites Mal zu versuchen, sich umzubringen (aus Gründen, die erst später bekannt werden), beschließt er, dem Leben eine neue Chance zu geben. Auf dem Weg zur Arbeit muss er allerdings feststellen, dass etwas Unheimliches geschehen ist. Überall stehen verlassene Fahrzeuge auf den Straßen, sämtliche Häuser sind menschenleer, und im Stadtzentrum brennen die Trümmer eines abgestürzten Verkehrsflugzeuges, doch von den Passagieren fehlt jede Spur.
Hobson findet seinen schlimmsten Verdacht schließlich in jenem unterirdischen Forschungszentrum bestätigt, in dem er selbst an dem Projekt eines weltumspannenden Energienetzes mitgearbeitet hat, welches offenbar außer Kontrolle geraten ist und jedes organische Leben auf der Erde ausgelöscht hat ' ausgenommen ihn selbst, da er sich exakt zu diesem Zeitpunkt auf der Schwelle zwischen Leben und Tod befand.
In den folgenden Wochen und Monaten versucht Hobson, mit der Situation und seiner eigenen Schuld fertig zu werden und durchläuft dabei verschiedene Stationen, vom rational denkenden Wissenschaftler, der sich sämtlicher ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten bedient, um etwaige andere Überlebende auf sich aufmerksam zu machen, über den kindlich-verspielten Egoisten, der seine neuen Freiheiten nach Herzenslust auslebt und genießt, bis hin zum völlig verzweifelten Amokläufer, der sich dem Wahnsinn bedenklich nähert. Am Ende jedoch gewinnt die Vernunft wieder die Oberhand, und Hobson findet zu sich selbst zurück.
Als Hobson fast schon die Hoffnung aufgegeben hat, noch weiteren Überlebende zu finden, stoßen die junge Frau Joanne und etwas später der Maori Api zu ihm. Auch sie starben im Augenblick des "Effekts" - und haben dadurch überlebt. Trotz der extremen Lage brechen zwischen den Männern schon bald urzeitliche Verhaltensweisen im Kampf um die Frau hervor. Eifersucht, Aggressionen und Mißtrauen drohen die Gruppe zu zerstören. Erst die Erkenntnis, dass der vernichtende "Effekt" durch das Energienetz jederzeit wieder eintreten kann, zwingt die drei zur Einigkeit und zu einem nahezu selbstmörderischen Plan, um die Gefahr zu bannen...

Das überraschende und großartige Ende des Films, das von manchen Kritikern sogar mit dem Finale von "2001 - Odyssee im Weltraum" verglichen wurde, sei an dieser Stelle nicht vorweg genommen, zumal es jedem Zuschauer frei stehen sollte, es auf seine ganz persönliche Weise zu interpretieren.
Regisseur Geoff Murphy, der bei uns u.a. mit den Filmen "Freejack" (mit Emilio Estevez, Rene Russo, Mick Jagger und Anthony Hopkins) und "Alarmstufe: Rot 2" (mit Steven Segal) bekannt wurde, schuf mit "The Quiet Earth" ein spannendes und faszinierendes Endzeit-Drama, was in erster Linie natürlich den Darstellern zu verdanken ist, allen voran Bruno Lawrence, der als Zac Hobson die erste Hälfte des Films wortwörtlich im Alleingang bestreiten muss und diese Aufgabe mit Bravour meistert. Vielleicht lag es an Murphys Fingerspitzengefühl, vielleicht auch nur am geringen Budget, dass "The Quiet Earth" keine überladene Special-Effects-Show im Stile Hollywoods wurde, sondern die Protagonisten und deren Schicksale in den Mittelpunkt der Handlung stellt. Ein besonderes Lob gebührt dem Soundtrack aus der Feder von John Charles, der die einzelnen Stimmungen und Situationen des Films auf geniale Weise unterstreicht und hervorhebt.
Sieht man von kleinen Ungereimtheiten ab (warum verschwinden die Menschen eigentlich zusammen mit ihren Kleidern?). bleibt unter dem Strich ein hervorragender und innovativer Science-fiction-Film, der zum Nachdenken anregt.
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