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Kundenrezension

am 5. März 2014
Ich habe sehr viele der untenstehenden Rezensionen vor dem Kauf des Scanners gelesen. Und mein Fazit nach 2 Wochen Intensiv-Test:

* Einsatzgebiet:
Ausschliesslich Dia und KB-Scans

* Der Scanner
an sich ist gut. Mir erschliesst sich zwar nicht, warum man Geräte mit schwarzer Glanzoberfläche bauen muss, denn Staub sieht man nirgends besser - und der Gutschein für die Putzfrau oder den Putzmann ist nicht mit im Karton. Aber sonst macht der Scanner macht einen guten und schnellen Eindruck. Man muss sich aber beim Scannen von Dias und Kleinbildfilmen gewahr sein, dass der Scanner nur maximal 17% der Bildinformationen aus einem Negativ oder Positiv rausholen kann. Die 9600 dpi sind eine fiktive Auflösung, die Bilddateien, die man damit erzeugt, sind bei einem Dia über 300MB gross (als TIFF) und enthalten viele Pixeldoubletten, also deutlich weniger reine Bildinformation. Damit kann ich aber leben, weil ich meine Dias eh nicht mehr ansehe und eigentlich nur die wichtigen Erinnerungen in halbwegs annehmbarer Qualität konservieren will. Die Kratherentferung funktioniert übrigens erstaunlich gut, macht aber eine separate Infratot-Scan-Durchlauf erforderlich. Es dauert also länger.

* Ausstattung
Eigentlich alles mit an Bord. Wenn da nur nicht dieser super frikelige und wackelige, wenig durchdachte und in der Bedienung echt eine Qual darstellende Filmstreifenhalter wäre. Wer sich den ausgedacht hat, müsste eine Woche lang dazu verdonnert werden, Filmstreifen in den "Halter" einzulegen und versuchen, sie exakt zu platzieren. Das hätte man mit sehr wenig Aufwand viel leichter machen können, ja müssen. Beim Dia-Halter muss man wissen, dass man erst den Halter auf dem Scanner-Glas befestigt - dafür gibt es Aussparungen - und dann maximal 4 Dias einlegen kann. Direkt aufs Glas in die Aussparungen. Das bedeutet immer: Deckel auf, Dias rausnehmen, bloss nicht aufs Glas tatschen, neue Runde einlegen und dann vorsichtig mit den Finger exakt platzieren, denn meine 2mm Gepe-Rähmchen sind ein wenig kleiner als die Aussparung. Deckel wieder zu. Nächster Lauf. Usw. Naja ...

* Software
Hier finde ich den Preis irreführend, denn gegenüber dem hardwareseitig exakt baugleichen "Vorgänger"-Modell Canon 9000f liegt dem Mark II eben kein SILVERFAST SE von Lasersoft mehr bei, sondern eine Canon eigene Lösung, die sich SCAN GEAR nennt und die Fotos am liebsten in MY IMAGE GARDEN lädt - wohl auch eine Eigenkreation, die entfernt an Lightroom erinnern soll. Wahnsinn ... SCAN GEAR ist so unlogisch angelegt, dass man sich die Finger verkreuzt. Die Automatik-Einstellungen sind kaum zu gebrauchen oder fehlen einfach. Mehrfachscan zur Kontraststeigerung gibt es nicht. Die Doku ist eine Zumutung und kaum zu gebrauchen. Ein anderer Schreiber hat schon darauf hingewiesen, dass ohne den unscheibaren "Hohe Qualität" Haken, der im Normalfall auch in den Einstellung ausgegraut ist, die Resultate katastrophal sind. Dazu gibt es dann noch ein hässliches und unpraktisches Quick-Menü, das sich rechts unten in der Bildschirmkante einnistet. Und ein "IMAGE DISPLAY" genanntes "Bilderrahmen" Fenster. Wer braucht das bitte? MY IMAGE GARDEN schlägt SCAN GEAR aber noch um Längen. Die Einstellungen sind unlogisch, fehlen teilweise völlig oder sind manchmal unsinnigerweise ausgegraut. Und bei mehr als 20 Bildern im Ordner dauert das Starten von MY IMAGE GARDEN schon mal an sich 15 Sekunden, weil erst alle Bilder im Verzeichnis neu eingelesen werden. Völlig unbrauchbar.
Hier hat Canon meiner Ansicht nach eine einfache Rechnung aufgemacht. Silverfast SE kostet für einen Grossabnehmer X Euro - und die eilig aus der Mottenkiste zusammengestöpselten Softwarebeigaben beim MARK II kosten einfach weniger als X Euro. Insofern ist die Marge grösser.

* Resultate:
Mit SCAN GEAR ein Graus. Ich kann auch die Vorschreiber nicht verstehen, die von der wahnsinnig schnellen Scan-Leistung berichten. Ja, der Canon ist schnell - im Grunde. Aber wenn ich die 2 Minuten hinzunehme, die ich für jedes Dia hinzurechnen muss, um in SCAN GEAR an den Kurven zu ziehen, dann bremst die mangelhafte Software den Scanner aus. Dann hilft auch ein an sich feiner Scanner nichts.

* Fazit:
Guter Scanner, wenn man mit der eingeschränkten Qualität leben kann, Die Geschwindigkeit-Hurra-Meldungen sollte man nicht überbewerten. Wer mit Mehrfachscans und Korrektur für Kratzer und Staub arbeiten möchte, der wird eben warten müssen. Ob nun 290 Sekunden für 4 Bilder oder 500 Sekunden. Aber die Softwarebeigaben und die Dokumentation ist ein Graus. Der Scanner hätte von mir 3-4 Punkte bekommen. So kriegt er nur 2, weil die Zusatzinvestition von über 100 Euro für eine Silverfast SE 8 PLUS Lizenz nahezu zwingend erforderlich ist, wenn man einigermassen vernünftige Scans bekommen und nicht bei jedem Bild 2 Minuten an Kurven rumspielen möchte.

=====
UPDATE am 20.1.2016

Ich nutze den Scanner nun fast seit 2 Jahren mehr oder weniger intensiv vor allem zum Einscannen meiner Dias. Es ist Zeit für ein kleines Fazit:

(1) Der Scanner "lebt" immer noch. Bisher (toitoitoi!) keine Beanstandungen oder Probleme im Betrieb.

(2) Die Software von CANON ist/war wirklich Schrott - ohne SILVERFAST SE PLUS 8 wäre ich verzweifelt und hätte niemals ansprechende Scans meiner Dias vornehmen können. Diese Zusatzausgabe muss man berücksichtigen, wenn man vernünftige Qualitätsscans von Dias erzeugen möchte.

(3) Der Scanner ist grottig langsam. Am Anfang bemerkt man das ja nicht, aber sobald man den "Mehrfachscan" von Silverfast zur Kontrastverbesserung nutzt (was ich ausdürcklich empfehle), dauert das Scannen ... und es dauert ... und dauert ... Wer das als Hauptbeschäftigung sieht, sollte sich nach anderen Produkten umsehen. Ich scanne nebenbei, wenn ich etwas anderes mache. Aber der Scanner ist einfach langsam ...

(4) Die Filmhalter, die ich ursprünglich kritisiert hatte, sind sehr praktisch. Und bisher haben sie auch noch gehalten. Sind zwar etwas wackelig und in der Bedienung gerade so ok, aber auch nicht so schlecht, wie ich sie zuerst empfunden habe.

(5) Der Dia-Halter fasst nur 4 gerahmte Dias. Deckel auf, vorheringe Dias rausnehmen, neue Dias einlegen - dabei darauf achten, dass diese in etwa so platziert werden wie die vorherigen (ich habe fast alles in 2mm GePe Rähmchen mit Metallmaske - da ist noch viel Luft im Halter), dann nochmals entstauben, Deckel zu, Vorschauscan anwerfen, Rahmen in der Scansoftware Dia fuer Dia nachjustieren, alles erfordert einen (oder zwei bei Mehrfachscan-Option) Vorschauscans, dann die Regler der Software einstellen, weil die Automatik fast nie perfekt passt, dann Stapelscan auslösen. Die 4 Dias brauchen dann in bestmöglicher Auflösung (die noch Sinn macht) ca 15 Minuten. Also 16 pro Stunde. Oder ein Hunderter-Magazin braucht dann etwa 6 Stunden nebenher. Nicht schnell ...

Fazit nach fest 2 Jahren und vielen tausend Dias:

Der Scanner an sich ist gut, die Software eine absolute Unverschämtheit, vor allem, wenn man bedenkt, dass Canon bei dem Vorgänger zumindest Silverfast SE mitgeliefert hatte. Ohne Silverfast (ich habe mich für Plus wegen des Mehrfachscans entschieden, das dauert zwar länger, liefert aber um Welten bessere Ergebnisse als ohne) kann man den Scanner gut zum Dokumenten-Scan verwenden - da ist er auch ausreichend schnell für. Aber sicher nicht zum Dia-Scannen. Qualitativ ist das Gerät gut, die 3 verschiedenen Halter sind ok, aber nicht perfekt.

Ich stehe weiterhin zu den 2 Sternen, weil die 100 Euro für gute Software notwendig, und Canons Softwarebeigaben nutzlos sind. Das relativiert dann auch den Preis erheblich.
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