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Kundenrezension

33 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Harry Hole auf "Gespensterjagd", 16. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Larve: Harry Holes neunter Fall (Ein Harry-Hole-Krimi, Band 9) (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt

In Oslo wird ein junger Drogenabhängiger erschossen. Die Polizei hat sogleich einen dringend Tatverdächtigen verhaftet und betrachtet den Fall als abgeschlossen. Bei dem Verhafteten handelt es sich um Oleg, den Sohn von Harry Holes großer Liebe Rakel, die der Leser schon aus den vorhergehenden Bänden der Serie kennt. Harry Hole hat sich nach dem Abschluss des letzten Falls ("Der Leopard") wieder nach Hongkong zurückgezogen, wo er seinen Lebensunterhalt als Geldeintreiber verdient. Er hat auch dem Alkohol abgeschworen, ist seit nunmehr drei Jahren trocken und nur die nie erloschene Liebe zu Rakel veranlasst ihn, sein selbstgewähltes Exil zu verlassen und nach Norwegen zurückzukehren, in der Hoffnung Olegs Unschuld beweisen zu können.
Auch wenn Harry nicht mehr der Polizei angehört, hat er seine Ermittlungskünste nicht verlernt und es gibt auch noch Menschen, die ihm den einen oder anderen Gefallen schulden. Er bemerkt schnell, dass das Drogenmilieu ein richtiger Dschungel ist, in dem die Ermittlungen im Mordfall schnell zu weiteren Verbrechen und moralischen Abgründen der Korruption bis in gehobene Gesellschaftskreise führen.
Die Drogenszene in Oslo wird von einer neuartigen Droge namens "Violin" beherrscht, die länger wirksam ist als Heroin und nicht so schnell zu tödlicher Überdosierung führt, sodass die gewaltige Nachfrage es den Dealern erlaubt, die Preise nach ihrem Gutdünken zu steigern und einen gewaltigen Gewinn zu erwirtschaften. Diese Dealer arbeiten alle für einen einzigen Boss, den geheimnisvollen "Dubai", den niemand kennt, von dem aber gemunkelt wird, er streife nachts wie ein Gespenst durch die Straßen. Dieser ebenso geniale wie unsichtbare Mann hat mit Hilfe einflussreicher Beamter und Politiker seine Konkurrenten aus dem Verkehr ziehen lassen. Wer ihm zu nahe kommt, stirbt auf recht unerquickliche Art.
Als Harry feststellt, dass Oleg und das Mordopfer Gusto sich mit "Dubai" und seinen Leuten eingelassen haben, erweisen sich seine Ermittlungen als Fass ohne Boden und bringen ihn wiederholt in Lebensgefahr.

Aufbau

Der Roman ist in zwei einander abwechselnde Erzählebenen unterteilt. Die gegenwärtige Haupthandlung erzählt aus der Sicht des allwissenden Erzählers über die Handlungen der diversen Romanfiguren, dabei folgt der Leser nicht nur Harry, sondern auch Kriminalbeamten und Politikern, die alle ihre eigene Agenda verfolgen, da sie sich finanziellen oder Machtgewinn versprechen. Aufgrund dieser "Allwissenheit" ist der Leser Harry Hole in vielerlei Hinsicht voraus. Einen wirklichen Überblick über die vergangenen und gegenwärtigen Ereignisse gewinnt man jedoch erst durch die Lektüre des zweiten Erzählstrangs, in dem der sterbende Gusto sein Leben Revue passieren lässt. In diesen kursiv gedruckten Kapiteln wird klar, auf welche Weise Gusto sich viele Feinde gemacht hat, sodass sich jetzt verschiedenen Tatverdächtige mit unterschiedlichen Tatmotiven präsentieren.

Mein persönlicher Eindruck

Ich hatte zunächst Probleme, mich in dieses Buch einzulesen. Von Anfang an werden viele verschiedene Personen und Szenen in schnell abwechselnder Folge vorgestellt, sodass die Zusammenhänge mir nicht klar waren. Mir persönlich waren die Einblicke ins Drogenmilieu auch zu detailliert, erst ab der Hälfte des Romans, als die Handlung actionlastiger wurde und ich anhand der kursiv gedruckten Abschnitte die Puzzleteilchen zusammensetzen und Theorien entwickeln konnte, wurde "Die Larve" für mich zu einem Pageturner. Die zweite Hälfte empfand ich als extrem spannend...und zum Ende dann doch völlig überraschend, weil Nesbø wieder einmal mit einer unvorhergesehenen Auflösung aufwartet, die den Leser bestürzt zurücklässt und zu Spekulationen über den Fortgang der Serie einlädt.
Sehr gut hat mir die äußerst ungewöhnliche Erzählperspektive einer Ratte gefallen, die mit ihren neugeborenen Kindern die Wohnung der Junkies teilt und deren Blick auf die Ereignisse in dieser Wohnung gewissermaßen einen Ringschluss zwischen dem Romanbeginn und Ende bildet.
Die schon bekannten Superman-Qualitäten Harry Holes, der auch in diesem Roman wieder den medizinischen Naturgesetzen trotzt und ungeachtet schwerer Verletzungen Unglaubliches vollbringt, finde ich nach wie vor überzogen.
Trotz dieser Kritikpunkte ist "Die Larve" ein sehr komplexer, intelligent konstruierter und über weite Teile hochspannender Krimi, für den ich 4 Sterne vergebe. Die Auswahl des deutschen Titels kann ich nicht nachvollziehen.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.10.2011, 09:47:50 GMT+2
"Die Auswahl des deutschen Titels kann ich nicht nachvollziehen."

Das kommt dabei raus, wenn man - wie ich gerade - völlig begeistert eine Rezension schreibt. Dieses Detail ist mir dabei
vollkommen entfallen. Sie haben vollkommen recht mit Ihrer Bemerkung.
Allerdings hätte das Buch für mich auch "Jim´s Geschichten", "Der Ring" oder das "Das Opernhaus aus Marmor" heißen können.
LG aus Hamburg

Veröffentlicht am 30.10.2011, 17:53:32 GMT+1
Warum wird bei den Rezensionen immer eine Inhaltsangabe mit aufgeführt? Der Inhalt ist doch in der Buchbeschreibung schon beschrieben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.11.2011, 14:35:32 GMT+1
Alfa Fähe meint:
Zitat Kreitmayr: "Warum wird bei den Rezensionen immer eine Inhaltsangabe mit aufgeführt? Der Inhalt ist doch in der Buchbeschreibung schon beschrieben. "

Weil dies in der Regel bei Rezensionen üblich ist!
Sehen Sie mal in diversen Bücherforen um, bei Rezensionen haben Sie überall auch eine Kurzbeschreibung des Inhalts dabei.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.11.2011, 13:53:46 GMT+1
Ich stolpere immer wieder über Bücher, deren Beschreibung bzw. deren Klappentexte des Verlags ungenau und unpräzise sind und in extremen Fällen sogar einer Themaverfehlung entsprechen, falsche Inhalte suggerieren oder reine Lobhudelei aus der Marketingabteilung des Verlags sind, ohne tatsächlich auf den Inhalt einzugehen. Erst vor einigen Wochen haben sich Redakteure mit dem Phänomen des stetig sinkenden Qualitätsniveaus der Klappentexte beschäftigt und eindrucksvoll bewiesen, dass sich verstärkt und vielfältig die Klappentexte kaum noch neutral und objektiv auf den Inhalt beziehen und stattdessen mit blumigen Worten unabhängig vom tatsächlichen Inhalt zum Kauf animieren und motivieren wollen. Beispiele? Die Buchbeschreibungen von zwei VÖs der Autorin 'Fred Vargas' verzichtete vollständig darauf, zu erwähnen, dass es sich um Cartoons und keine Romane handelte. Die Buchbschreibung Guillermo Del Toro's "Die Saat" verichtete darauf, zu erwähnen, dass es sich um einen Vampir-Roman und keinen 'klassischen' Thriller handelte. Oder aktuell etwa ärgern sich viele Leser des neuen Krimis von Andrea Camilleri, dass seitens des Verlags erwähnt wurde, dass es sich um einen Briefroman handelt. Das sind nur beliebige Beispiele, die zeigen, dass auf die Buchbeschreibungen nicht zwingend Verlass ist:

ich selbst freue mich dahingehend also immer, wenn eine Rezension auch eine kurze Zusammenfassung des Inhalts darstellt, denn nicht selten findet man so erst markante Unterschiede zu den Verlagstexten.
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