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Kundenrezension

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios, 13. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Eternium (Audio CD)
Die finnische Melodic Death-Thrash-Gruppe "Diablo" geniesst in Finnland längst absoluten Kultstatus. Ihr hier besprochenes Album "Eternium" landete in den Album-Charts von Metal-Paradies good ole Suomi auf Platz 3; etwas, wovon man in Deutschland nicht nur träumen kann, sondern was ihnen angesichts der knappen Bevölkerungszahl Finnlands von knapp über 5 Millionen auch nicht gerade Reichtum beschert hat. Seltsamerweise sind Diablo im Rest der Welt jedoch ziemlich unbekannt, und gelten allenfalls als "Geheimtipp". Warum? Wieso, wo hier fenno-skandinavische Metal-Importe sich mehr als bewährt haben?
Um den Sound von Diablo zu kathegorisieren, reicht die Bezeichnung "Melodic Death" nicht aus. Ihren Sound kann man als eine Kombi aus dem Stakatto-Gewitter von Meshuggah in zahm und eingängig, der melodiösen Dudeldidu von Children Of Bodom ohne Gameboy-kompatibilität, der Ausgewogenheit aus hartem Metal und Melodie von In Flames, ohne jedoch zu anbidernd und kommerziell zu wirken, und der Geisterschloß-Keyboardsound-Rumpelriff-Kombi von Rammstein bezeichnen. Dazu noch Einflüsse aus den Bereichen des Thrash, von Pantera über die härteren Seiten von Iced Earth bis alt-schul (Anglizismen sind für'n Arm!!!) Metallica. Vielleicht noch ein Schuß Entombed, und fertig ist ein kaum widerstehlicher Sound. Und dieses Album gilt als ihr bislang bestes. Die Songs im Einzelnen.
1.Symbol Of Eternity - ähnlich wie Accepts Klassiker "Fast As A Shark" beginnt man hier mit einem Volkslied vom Grammophon. Diesmal aber naheliegenderweise einem Finnischen. Was danach auf den Hörer einstürzt, ist keine Speed-Orgie, wie Fast As A Shark, sondern eine von tonnenschweren Stakattoriffs und unaufdringlichen Dudelgitarren getriebene Midtempo-Metal Hymne der modernen Art. Melodic Death? Na ja, bis auf den halbwegs melodiösen Refrain ist der Gesang hier clean, jedoch düster und charismatisch, nahezu ideal an die Musik angepasst.
2.Read My Scars - düstere Keyboardssounds unterlegen das nächste Riffgewitter. Wieder ein Song in mittlerer Geschwindigkeit mit drückenden Ratterriffs. Der Gesang zur Strophe ist melodisch mit leichten Gothic Anleihen. Nach der zweiten Strophe dann ein gefühlvolles Solo.
3.Queen Of Entity - in noch ruhigerem Tempo geht's weiter. Langsam, aber tiefdüster. Nach zwei Minuten der Schock: nicht nur, dass der Drummer es zu dramatischem Keyboardgeseusel rattern lässt, nein, da ist auch noch 'ne Frau zu hören. Ach ja, die "Queen Of Entity". Jedoch das alles, wie gesagt, unaufdringlich.
4.Lovedivided - mit ähnlichem Saitengeträller, wie bei Children Of Bodom, geht es in die nächste Runde. Zu Pantera-mässigen Stotterriffs entwickelt sich echtes Stück Groove Metal/Neo-Thrash, wie zu besten Zeiten dieses Genres Mitte der 90er. Einen kurzen Einsatz von atmosphärischen Keyboardsounds kann man sich hier anscheinend nicht verkneifen. Dieses Lied überzeugt dennoch durch seine Dynamik.
5.Faceless - fast im Stile von Meshuggah beginnt dieses Stück, wechselt dann jedoch schnell in einen atmosphäreschwangeren Refrain zu sattem Geknüppel vom Herren an den Töpfen. Mit den Stakatto-Riffs haben sie's anscheinend.
6.The Preacher - von seiner Laut/Leise-Dynamik profitiert dieses Stück. Abgedunkeltes Abiente zur Strophe, richtig auf die Nuss in Richtung Refrain. Dazu ein bezauberndes melodiöses Solo... Auch dieser Song überzeugt, ohne, wie so oft bei Liedern dieser Struktur, schablonenhaft zu wirken.
7.In Flash - abermals ein derbe aus den Saiten gestotterter Meshuggah-Groove zu ähnlichem Gekeife, jedoch im Kontrast mit weitaus melodischeren Sequenzen. Ein weiteres Highlight!
8.Black Swan - groovig geht's weiter. Die hier im Refrain angeschlagene Kombi aus Grusel-Synthiesounds und Stakattoriffs erinnert beinahe schon an Rammsteins erste Alben. Allerdings hatten Rammstein doch nie so schöne Soli, wie in diesem Lied. Wieder eine Nummer, die das bisherige hohe Niveau in keinsterweise anfallen lässt.
9.Omerta - Track Nummer 9 ist ein Instrumental. Anfang kriegt man die Ahnung, hierbei würde es sich um eine Ballade handeln, denn genauso beginnt es. Es wird jedoch immer progressiver, dass beinahe ein Hauch von Opeth aufsteigt, doch gegen Ende adipöse Metalriffs, die sehr an Metallicas "Orion" erinnern.
10.Shape Shifters - passend dazu Lied Nummer 10, welches Anfangs Erinnerungen an das ebenfalls von Metallica stammende und "Orion" angeschlossene "Damage Inc" aufkommen lässt. Ein richtiger Thrasher mit teilweise ähnlichen Riffs, jedoch im finnischen Melodic Death-Stil. Tatsächlich erinnert mich hier aber vieles an die großen Taten von Metallica in den 80ern. Das mag Wunschdenken sein, jedoch haben wir es hier, wie erwähnt, mit einem richtig schnieken Stück Thrash Metal zu tun.
11.Reptiles - das längste und letzte Stück der Platte. Gemächlich mit melodiösen Gitarren beginnt der Spaß, jedoch werden gleich wieder die Rolladen runtergezogen, und thrashiges Saitengehämmer nachgeliefert. Ein sehr leidenschaftler Refrain rundet die Sache ab. Die lange Spielzeit von fast 6 Minuten verheisst schon das epische Ausmaß dieses Songs.
Wem Children Of Bodom und In Flames ob ihrer Anbiderung an die Bravocharts zum Hals raushängen, aber dennoch nicht auf den modernen Metalsound nicht verzichten will, ist hier richtig. Diese Band liefert den aus der Death Metal-Szene der letzten 10 Jahre herausenstandenen Sound, jedoch in einer Art "Best Of", mit Einigem mehr an Düsternis. Und sie haben definitiv ihren ur-eigenen, unverkennbaren Sound. Ein grossartiges Album, dass viel mehr Aufmerksamkeit verdient hat.
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