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Kundenrezension

am 22. März 2014
[Manche Songtitel mussten zensiert werden, da die Rezension sonst im Amazonfilter hängen bleibt.]

Schon letztes Jahr bekam der geneigte Combichristfan bereits einen Vorgeschmack auf das neue Album in Form des Songs From My Cold Dead Hands. Bereits hier waren die Meinungen gespalten, ich für meinen Teil fand das Lied beim ersten Hören etwas ungewohnt, aber schon beim zweiten Durchlauf einfach nur grandios. Combichrist haben hier gezeigt, wie man leichte Dubstep-Einflüsse in seiner Musik verarbeiten kann, ohne dabei wie jeder x-beliebige Interpret zu klingen und haben einen kraftvollen, innovativen und ohrwurmtauglichen Monstertrack auf die Beine gestellt.

Besonders gespannt war ich demzufolge lange Zeit auf das komplette Werk und gerade die Frage nach der stilistischen Ausrichtung ist nicht von unerheblicher Wichtigkeit. Für Feinde des DmC-Soundtracks lässt sich leider keine Entwarnung geben: In mehreren Liedern herrschen dominante Gitarren vor und ein Track geht sogar fast gänzlich in Richtung Hardcore. Ebenso präsent sind allerdings die elektronischen Parts, die einerseits an frühere Alben erinnern, andererseits aber auch komplett neue Wege gehen. Eine CD, die fast komplett nach From My' klingt, darf man nicht erwarten. Das Ergebnis ist aber ein äußerst abwechslungsreiches Album, das sich nicht wirklich in ein Musikgenre einordnen lässt. Nach dem ersten Hördurchgang hatte das Album überhaupt nicht bei mir gezündet, da man nie so recht weiß, was man von den Liedern erwarten darf und oftmals bekommt man nicht das, was sich in dem Moment gewünscht hätte. Mit der Zeit weiß man aber, mit was man es zu tun hat und kann sich besser auf die Lieder einlassen, auf die jetzt noch einzeln eingegangen werden soll.

Den Auftakt liefert We Were Made to Love You, eine stark metallastige Nummer, die ziemlich chaotisch und uneingängig daherkommt und mehr als Einleitung denn als eigenständiger Song konzipiert ist. Nach einer Weile hat mir aber auch dieser Track gefallen. Every Day Is War erinnert stark an frühere Stücke wie What the F*** Is Wrong With You, kommt was die Melodieführung betrifft aber etwas, sagen wir 'fröhlicher' daher und wird durch Gitarren begleitet. Eingängiger, gut tanzbarer Track. Can't Control ist ein kleines, nicht ganz so aggressives, mehr an einen Gamesoundtrack erinnerndes und rein elektronisches Musikexperiment, auf das man sich erst einlassen muss, das sich dann aber richtig entfaltet und Combichrist von einer neuen Seite zeigt, sehr zu empfehlen! Satans Propaganda ist eine witzige kurzweilige Mischung aus Aggrotech und Metal-Breakdowns, die u.a. zu der nicht vorhandenen Möglichkeit der Genreeinordung dieses Albums beiträgt. Maggots at the Party setzt daraufhin auf groovige Gitarrenriffs und einen eingängigen Chorus. Eigentlich ist dieser Track rundum gelungen, leider empfinde ich Andys Gesang im Chorus irgendwie als etwas deplatziert wirkend, schade, aber ansonsten trotzdem wirklich guter Song. Denial ist etwas langsamer und zu Beginn ruhiger und unspektakulärer, überzeugt dann aber durch einen wirklich gelungenen Refrain und steigert sich mit der Laufzeit. The Evil in Me ist so eine Sache. Mir persönlich gefällt Andys Akzent in seinen Balladenliedern nicht sonderlich. Der Schluss ist aber schön atmosphärisch geworden. F*** Unicorns ist wirklich ein ungewöhnlicher Song geworden, irgendwie eine kryptische Tanznummer, was gänzlich neues von Combichrist, interessant anzuhören, wird aber nicht jedem gefallen. Love Is a Razorblade ist die zuvor genannte Hardcorenummer. Hier wird ohne große Elektronikparts durch die Laufzeit gebrettert. Sonderlich innovativ ist der Song nicht, aber als Einzelstück zur Abwechslung zwischendurch finde ich das wirklich gelungen. From My Cold Dead Hands ist wie vorher schon angemerkt ein absoluter Oberkracher. We Rule the World, Motherf***ers ist ein gelungener atmosphärischer EBM-Song, der wieder an frühere Tage erinnern. Retreat Hell Part 1 fällt leider zu belanglos aus und der Refrain ist verdammt schief gesungen, der einzige richtige Ausfall auf dem Album. Part 2 geht zwar über acht Minuten, ist aber eigentlich nur ein ruhiges Outro, das nach dreieinhalb Minuten keine richtige Musik mehr enthält.

We Love You muss man unbedingt mehrere Chancen geben, dann erwartet einen eine wirklich innovative Genremixtur. Beinhartfans der alten Alben werden wohl Ihre Probleme mit dieser CD haben, aber wer sich für eine vielfältige Verbindung aus diversen elektronische Genres, Brüllgesang und Gitarren interessiert, sollte sich unbedingt näher mit diesem Album beschäftigen. Es ist nicht jedes Lied ein richtiger Volltreffer, aber in seiner Gesamtheit weiß es auf jeden Fall zu überzeugen und nur zum Ende hin gibt es ein Lied, das nicht als gelungen zu bezeichnen ist. Die Band hat sich definitiv in eine interessante und eigene Richtung weiterentwickelt.

8/10

Anspieltipps: Every Day Is War, Can't Control, Satans Propaganda, Maggots at the Party, From My Cold Dead Hands, We Rule the World, Motherf***ers

Noch kurz zur Darkside-CD namens The Art of Riots:
Hier sind wieder die typischen Musikexperimente von Andy enthalten, wie man sie aus den früheren Deluxe Editions kennt. Meinen Geschmack treffen sie nicht unbedingt, aber wer die früheren Darksides kennt und sich diese Edition holt, wird wissen, was ihn erwartet, und somit werde ich sie auch nicht negativ in die Albumwertung miteinrechnen. Hervorzuheben seien aber die Tracks Confrontation und Norwega.
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