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Kundenrezension

am 23. Dezember 2013
Ich habe mich riesig auf die Fortsetzung von Machete gefreut und gehofft, den Film des Jahres im Kino zu erleben. Ich bin ein wahrer Fan von Robert Rodriguez insbesondere von seinen Werken "Machete" und "Planet Terror". Aber...

Der Film begann schon im Vorspann mit dem Ausblick auf Teil 3. Dort fragte ich mich: "Habe ich das jetzt wirklich gesehen?" Der Trailer für Teil 3 war schon unter aller Würde. Dann kam noch eine halbwegs annehmbare Anfangsszene in der noch etwas herummachetiert wurde. Das konnte man noch Splatter nennen. Doch was dem Kinozuschauer im Folgenden geboten wurde, war hirnloser, langweiliger, oft lächerlicher Trash mit einer temporären Disney-Atmosphäre. Kein Wunder, dass die FSK das 16-er-Siegel vergab. Einige rare Splatterszenen, waren so übertrieben dargestellt, dass man nicht von Gewaltverherrlichung sprechen konnte. "Machete" meets "Spy Kids" & "Hot Shots". Vieles im Sequel wurde vom Original übernommen und ein wenig abgewandelt ("Machete twittert nicht", "Machete verkackt nicht",...). Quasi: Im Süden nichts Neues. Die kopierte Darmszene mit dem Helikopter wusste sogar noch als Actionsequenz exploitationlike zu glänzen. Und das soll schon was heißen. Die Effekte waren rar gesäht. Der Film plätscherte so dahin. Der Machine-Gun-BH mochte mich noch zum Lächeln bringen, aber der Penis-Revolver war eine Kopie aus "From Dusk Till Dawn". Zwei Gedanken wiederholten sich mehrfach während des Films: "Kopiert." und "Boah, wie schlecht." Ich habe schon eine hohe Frustrationstoleranz und kann manchen Filmen noch was abgewinnen, wo andere schon den Saal verlassen, aber dieser Film ging gar nicht. Die Hoffnung, dass "Machete tötet" noch die Kurve bekommt, ging mit dem Abspann ins Nirvana über.

"Machete" hatte wenigstens noch einen spannenden Handlungsstrang, eine sozialkritische Aussage und wusste mit Ideen zu überraschen. "Machete kills" hat keine Qualitäten außer einer Besetzung von Stars, die weit unter ihren Möglichkeiten agiert. "Machete" war noch eine Gesellschaftskritik mit überzogenen Splatterszenen. "Machete kills" ist wohl eher eine Satire für pubertierende Jugendliche, deren Gags allesamt nicht zündeten bzw. so flach waren, dass es teilweise unerträglich wurde. Die Anfangssequenz war noch akzeptabel, aber dann nahm das Grauen seinen Lauf. Die Synchro war zudem sehr schwach. Beispiel: Titel wurden mit "Machete tötet" und "Machete tötet wieder... im Weltall" synchronisiert. Wenn das so gewollt war, dann ist es wirklich bedauerlich. Das hatte noch nicht einmal "Hot Shots" - Niveau!

Hier wäre ein Faketrailer ausreichend gewesen. Und der Ausblick auf Teil 3, der hoffentlich nie erscheinen wird, ist nicht besser. Dieser wird wohl eine Satire von Star Wars sein auf dem unterirdischem Level von Iron Sky.

Wenn ein Regisseur keine neuen Ideen mehr hat und hauptsächlich seine Ideen nur noch aus seinen eigenen Vorgängerfilmen kopiert, dann sollte er besser aufhören. Ein Tarantino hat diese Verweistechnik auf andere Filme etwas impliziter und raffinierter gelöst. Bei Rodriguez wirkt es leider ideenlos. Und die Satire kommt um Längen nicht an einen Jim Abrahams heran.

Einen Troststern bekommt für mich Danny Trejo. Die "Machete"-Box wird keinen Sequel-Partner im DVD-Regal bekommen.
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3,3 von 5 Sternen
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