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Kundenrezension

am 7. Dezember 2011
Eins vorweg, keine Frage, das Spiel macht Spaß und hat ein gewissen Suchtpotential. Die bisher hier veröffentlichten Rezensionen treffen die Vorzüge des Spiels bereits recht gut, daher ist es müßig, diese Punkte nochmal zu wiederholen.

Für wen ist dieses Spiel geeignet?
Nun, es richtet sich einerseits an Casual-Spieler, die nur mal zwischendurch eine schnelle Runde durch die Heide drehen wollen -- hierfür sind die Stufen 1-3 ideal, und Frustmomente können quasi nicht auftreten. Allerdings sind fast alle Panzer dieser Stufen Vorkriegs- und Versuchsmodelle, die niemals einen Kampfeinsatz gesehen haben oder schnell ausgemustert wurden.
Auf Stufe 4 trennt sich dann die Spreu vom Weizen - diese Panzer sind großteils in der Anfangsphase des 2. Weltkriegs zu verorten, werden allerdings in den Gefechten oft bereits mit viel später auftretenden Fahrzeugen zusammengeworfen, was in der Praxis bedeutet, dass man sich hier speziell als Anfänger nur "durchsterben" kann.
Stufe 5 stellt endlich die Fahrzeuge dar, die das Rückgrat der jeweiligen Panzerwaffen bildeten -- hier finden sich z.B. der M4 Sherman, der Panzer IV oder die russische Legende T-34.
Die höheren Stufen schließlich beinhalten spätere Entwicklungen während des Krieges sowie schließlich auch aus der Nachkriegszeit bis in die 50er Jahre hinein.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Spielmechanik ist, dass Panzer bis einschließlich 5. Stufe zuverlässig Geld verdienen bzw. zumindest niemals Verlust einfahren. Auf Stufe 6 riskiert man bereits, Credits (also Spielgeld) zu verlieren, da hier Reparaturen und Munition langsam richtig ins Geld gehen. Dies verstärkt sich mit jeder weiteren Stufe. Auf Stufe 8 kommt man selbst als guter Spieler oft nur auf Null raus, und die höchsten Stufen sind quasi immer ein massives Verlustgeschäft, selbst wenn man dank Premiumaccount 50% mehr Credits einfährt. Dies ist aber durchaus so gewünscht, da der Designer so sicherstellt, dass auch die niedrigen Stufen niemals aussterben -- jeder muss sie gelegentlich fahren, um sich die Einsätze der stärksten Wannen leisten zu können.

Doch nun komme ich zur Kritik: so ist etwa der Kritikpunkt, dass der Matchmaker (d.h. der Algorithmus, der die Zusammenstellung der Teams durchführt) bisweilen für Frust sorgt, absolut berechtigt, und jeder der dieses Spiel über T3 hinaus zockt, wird alsbald ein Lied davon singen können. Besonders sauer stößt dabei die übermächtige Präsenz eines bestimmten Premiumpanzers (d.h. nur gegen echtes Geld verfügbar) auf, der zwar an sich von den Werten her nicht mächtiger ist als andere Panzer seiner Klasse, aber bei der Teamzusammenstellung vom Matchmaker enorm bevorzugt wird (er muss so gut wie nie gegen stärkere Panzer antreten).

Ein weiterer Kritikpunkt jedoch wurde hier bisher noch nicht genannt, auch wenn er in der WoT-Community weithin bekannt ist und lebhaft diskutiert wird: die Fahrzeuge der drei Nationen USSR, Deutschland und USA sind mitnichten zueinander ausbalanciert, auch nicht innerhalb jeweils einer Entwicklungsstufe. Sowjetische Panzer sind in fast allen Punkten besser als ihre westlichen Gegenstücke, vor allem aber verfügen sie über gewaltige Feuerkraft. Dies wird auf dem Papier durch "geringere Genauigkeit" der Kanonen ausgeglichen, was allerdings auf den meist kleinen und verwinkelten Maps sowie der vom Programm auf 500 Meter (!) begrenzten Sichtweite mangels Schußdistanz überhaupt keine Rolle spielt. Es ist fast schon peinlich, wenn man dazu noch anmerkt, dass die Entwickler selber aus Weißrussland stammen.

Besonders schlecht kommen im Vergleich die deutschen Geschütze weg, da die Entwickler sich zwar an historischen Durchschlagswerten orientiert haben, dabei aber trotz vielfacher Hinweise geflissentlich und hartnäckig ignorieren, dass die deutschen Ingenieure die Durchschlagswerte bei 30° Aufschlagwinkel maßen, Amerikaner und Russen jedoch bei 0°. Der Unterschied beträgt entsprechend ca. 30%. Daher hinken im Spiel die deutschen Panzer in Punkto Bewaffnung permanent meilenweit hinterher. Auch die reinen Schadenswerte haben mit den historischen Belegen nichts zu tun. In der Praxis tragen russische Panzer der Stufe 5 bereits bessere Kanonen als deutsche Panzer der Stufe 7. Die Amerikaner liegen irgendwo dazwischen.
Auch in Sachen Panzerung haben die Reichskampfwannen das Nachsehen, da die Entwickler hier wiederum nicht zwischen dem robusteren Walzstahl und billigem Gußstahl unterscheiden, obwohl die Leistungsdifferenz der entsprechenden Qualitätsstufen zwischen 10 und 25% betrug.
In der Summe führt dies dazu, dass beispielsweise der historische Tiger-Panzer im Spiel eine echte Lachnummer ist, dessen Panzerung wirklich alles durchlässt und mit seinem Geschütz Gegner anderer Nationen kaum ankratzen kann, obendrein auch noch viel langsamer als das Original gemacht, dafür aber das beliebteste Ziel wirklich aller gegnerischen Spieler ist, weil hier einfach und gefahrlos viele XP und Credits abzugreifen sind.

Die Teams sind zwar nicht nach Nationen getrennt; vielmehr fahren in jedem Team Panzer aller Nationen mit. Es fällt aber dennoch auf, dass auf höheren Stufen immer mehr Spieler auf russische Wannen setzen, und deutsche Vehikel zunehmend in der Garage verstauben.

Alles zusammengenommen rate ich interessierten Neueinsteigern dringend: zieht euch erstmal das Programm gratis aus dem Netz und probiert es im Free-to-Play Modus aus, ehe ihr echtes Geld investiert. Macht euch also zunächst selbst ein Bild, ob die oben ausgeführten Frustfaktoren für euch zu spaßstörend wirken. Ich persönlich bin trotz allem Haareraufen immer noch dabei, fahre aber mit wenigen Ausnahmen (z.B. Tiger II, Stufe 8) fast nur noch Panzer bis zur 5. Stufe.
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