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Kundenrezension

am 3. September 2012
Ich habe die Canon Powershot SX240 HS nun fast schon ein halbes Jahr in Benutzung und habe sie umfangreich ausgetestet. Die technischen Daten kann man als Datenblatt im Internet abfragen. Hauptmerkmale: kompaktes, hochwertig verarbeitetes Metallgehäuse, 12 Megapixel-CMOS-BSI-Sensor in kompakttypischer 1/2,3''-Größe, 25-500-mm-20fach-Zoom bei Lichtstärke 3.5-6.8.

Letzteres klingt auf den ersten Blick nicht berauschend. Die 6.8 liegen nur bei vollem 500 mm Vollzoom an. Ein optischer Zoomfaktor von 20 kostet nun mal an anderer Stelle… Weiter lässt beim Zoomen die hervorragend arbeitende Bildstabilisierung mehrere zusätzliche Blendenstufen (Fachpresse behauptet, bis 5 Blendenstufen) für wackelfreie scharfe Bilder zu. Der Sensor ist zudem ein moderner rückseitig belichteter CMOS, der ebenfalls die Lichtstärke des Objektivs im Nachhinein günstig beeinflusst. Die erfreulich niedrig gehaltene Megapixelanzahl ist ein weiteres Merkmal dafür, dass mit dem einfallenden Licht sorgsamer umgegangen wird, als es die angegebene Lichtstärke zunächst vermuten lässt. Nur bei 500 mm Zoom und Dämmerungslicht werden die Aufnahmen beinahe unbrauchbar. Aber es gibt einen Effekt, der auch das zu reduzieren schafft: Die 3-fach-Nachtaufnahme. Dabei werden 3 Bilder in sehr kurzer Zeit (unter 1 s) gemacht und übereinander gelegt, wobei die Bildbearbeitung der Kamera die Helligkeitswerte addiert. Bei unbewegten Nachtaufnahmen funktioniert das toll, sehr stimmungsvolle Bilder.

Die Bilder insgesamt werden erfreulich rauscharm, natürlich lässt sich das Rauschen bzw. dessen Korrektur je nach Lichtsituation nicht ganz vermeiden. Bei Zoombildern plus Tageslicht tritt es praktisch nicht auf. Meine letzte Kamera (Panasonic Lumix TZ10) verwischte schon mal das Kopfhaar oder die Web-Struktur eines Sofas zu einer braunen Fläche. Und das bei Einstellung des Rauschfilters auf die niedrigste Stufe! Die Canon lässt die Details fast unangetastet. Auch bei Dunkelheit müht sie sich redlich, so wenig wie möglich Details im Rauschen bzw. im Rauschfilter zu verlieren. Dazu sei auf die beiden Bilder der Bildergalerie verwiesen, die den Heißluftballon abbilden. Auf dem 500-mm-Zoombild ist sogar die Korbflechtstruktur des Korbes zu sehen. Auf dem Mondbild sind ebenfalls viele Details zu erkennen. Dieses Bild mit der Lumix TZ10 ist mir bei Weitem nicht so gelungen. Auch aus 35 km Entfernung habe ich das Uni-Hochhaus von Leipzig am Horizont erkennen können.

Weitwinkelaufnahmen in 25 mm werden kaum verzerrt, extreme Zoomaufnahmen verzeichnen am Rand, Gesichter werden am Bildrand schon verzerrt. Mit den Details von Tageslichtaufnahmen bin ich sehr zufrieden, natürliche Farben inklusive. Da die Farben in der Kompaktkamerawelt der Hobbyfotografie immer etwas satter und damit gefälliger aufgezeichnet werden als in der originalen Situation, hat man sich auch was einfallen lassen: Einen Filter ("N") für eine neutralere Farbgebung. Wer Wert auf absolute Natürlichkeit legt, sollte damit arbeiten, für die große Masse dürfte das Bild aber leicht blass wirken. Anhand von Gras-/Baumgrün und bunten Blüten habe ich das getestet und kann das so bestätigen.

Auch habe ich schon ein paar Erfahrungen gesammelt mit den manuellen Funktionen (Blendenautomatik, Zeitautomatik, voll manuell). Durch die echte Irisblende ist der Blendenwert-Umfang groß (8 Stufen). Bei Mondaufnahmen (siehe Bildergalerie zum Artikel) muss man die Belichtung erheblich verkürzen wie bei Dämmerung verlängern.

Sonst fotografiere man am besten im Belichtungsprogramm "P", womit nur die automatische Belichtung geregelt ist. Hier lassen sich viele weitere, wichtige Merkmale (ISO) manuell festlegen, die im Vollautomatikmodus von der Kamera übernommen werden. Das wird umso komplizierter, als dass die Kamera gleich drei verschiedene Vollautomatiken zur Verfügung stellt. Ich bin immer noch nicht durchgestiegen (will auch nicht), was genau welches dieser drei einstellt. Sicher findet die Kamera immer die passende aus fast 60 Bildsituationen heraus und macht das Beste aus dem Motiv, aber es kann dann schon mal vorkommen, dass dabei zugunsten einer kleinen Blende oder Belichtungszeit unbemerkt auch mal ISO 1600 gewählt wird, was das Bild dann doch sehr mitnimmt… Aufnahmen in die Sonne hinein bekomme ich manuell allerdings nicht gut hin, hier habe ich das "grüne" Automatikprogramm genutzt, was ein tolles Ergebnis lieferte (siehe Bildergalerie zum Artikel, Bahnhofsgleise vor Sonnenuntergang).

Serienbilder werden bedingt durch die schnelle Bildverarbeitung des CMOS-Sensors in hoher Abfolge geschossen, bis zu 10 Bilder pro Sekunde sind bei voller Auflösung drin. Andererseits kann man Zeitlupenfilme in 5- oder 10-facher Verlangsamung aufnehmen. Das auszuprobieren ist zu empfehlen, aber nur bei Tageslicht. Der Makroaufnahmebereich beginnt erst bei 5 cm, das können viele Kameras ab 1 cm. Aber die Bilddetails sind teilweise atemberaubend, wie das Bild in der Artikelgalerie mit der Biene zeigt. Ich nutze die Makrofunktion oft und gern.

Der Blitz geht weit, ist in der Intensität einstellbar – gut bei dunklen Portraits auf Nähe. Nur ist das Ausfahren des Blitzes dort, wo man den linken Zeigefinger ablegt, auch nach längerer Zeit noch gewöhnungsbedürftig und man kommt sich in die Quere. Auch benötigt der Blitz eine recht lange Wiederaufladezeit, der Akku sollte eigentlich stärker sein. Die Pause zwischen den Bildern wird daher etwas zu lang. Ohne Blitz ist die Kamera schnell wieder schussbereit. Ein zweiter Akku ist dringend zu empfehlen, der mitgelieferte ist doch sehr schnell leer. Das zeigt er leider nicht im Display mit einer kontinuierlich sinkenden Anzeige an, sondern aus drei vollen Balken oder noch zweien wird recht fix ein blinkender roter.

Video: Full HD (1080p) im 24-Bilder/s-Modus (typisch Canon) mit stereo-Ton-Aufzeichnung. Ich nehme im 720p-HD-Modus mit 30 Bildern/s auf und bin hochzufrieden. Der Ton in weiterer Entfernung könnte besser, also lauter sein - das hängt aber auch von der Umgebungsgeräuschkulisse ab. Man sollte jede Kamera für ein ruhiges Bild langsam bewegen, das Zoomgeräusch ist kaum wahrnehmbar. Allerdings zoomt das Objektiv ähnlich schnell und damit zu aufgeregt wie im Fotomodus, das sollte idealerweise deutlich langsamer und gleichmäßiger zoomen. Da ist für langsames Zoomen ein sensibler Finger am Zoomschalter gefragt. Die Videoqualität auf meinem 102-cm-TV reicht mir persönlich absolut aus. Aber immer schön den Speicherplatz im Auge behalten, für eine Minute fallen selbst in 720p schon mal 150-200 MB an. Es empfiehlt sich zur Archivierung eine datenkomprimierende Nachbearbeitung.

Die heutigen lustigen Effekte sollen das Ende bilden: Miniatureffekt will ja jetzt jeder, bekommt er hier auch in Foto und Video. Grundsituation sollte aber sein: weitwinklige Landschaft, schräg von oben. Sonst wirkt es nicht. Video-Zeitraffer, Schärfezone und Farbüberzeichnung werden von der Kamera übernommen. Schön auch der Farbauswahleffekt. Damit legt man eine Farbe fest, der Rest des Bildes wird schwarz-weiß. Da diese Farbe aber heimtückischerweise auch an anderen Bildstellen auftaucht, muss man das Bild nachbearbeiten, dass es konsequent wirkt (Bsp. Kundenbildergalerie "blaues Mädchen"). Also die betreffenden Stellen nachträglich schwarz-weiß gestalten. Nur - dann kann man jedes beliebige bunte Bild nehmen und das gleich alles am Rechner machen… (mach ich jetzt so). Aber zum Effekt probieren toll! Auch kann man in ähnlicher Weise zwei Farben gegeneinander austauschen (rotes Gras, grüne Blüten). Jede Menge andere Effekt kann man ausprobieren, ich finde sie nicht so wichtig, um hier den Artikel noch länger zu schreiben.

Ich bin sehr zufrieden mit meiner Wahl, stand doch eigentlich eine Bridge- oder DSLR auf dem Wunschzettel. Aber neben der Bildqualität ist es mir sehr wichtig, meine Kamera jederzeit in meiner Jackentasche oder im kleinen Fahrradrucksack mitzunehmen. Erst so macht man überhaupt die Bilder, bei denen man bereuen würde, dann gerade nicht seine große Kameratasche mit geschleppt zu haben.

Ich würde gern 4,5 Sterne geben, weil serienmäßig eine HDR-Funktion fehlt ebenso wie eine Schwenkpanoramafunktion oder ein Live-Histogramm. Das haben andere Konkurrenten. Aber 4 scheint mir etwas zu wenig, deshalb grad noch 5 Sterne. Außerdem denke ich an die kostenlose Aufsatzsoftware CHDK, die die vermissten Funktionen evtl. dann bietet. Ggf. editiere ich dann hier noch mal...
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