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Kundenrezension

23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fünf Sterne gehen auf, 7. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Saturnine (Audio CD)
Manchmal muss man sich fragen, ob all die A&R's in den wirklich wichtigen Plattenfirmen eigentlich mehr tun, als sich wahlweise selbst zu feiern oder angesichts von Tauschbörsen in kollektive Depression zu verfallen.

Wie sonst kann man sich erklären, dass eine Band, wie Dante, an mir völlig vorbei ging - obwohl ich mich durchaus auch als Kenner und Liebhaber des weitläufigen Genres Progressive Rock / Metal bezeichnen würde. "Saturnine" ist bereits das zweite Album dieser, ja man muss es sagen, Ausnahmeband (dazu später). Das Debut wird irritierenderweise auf Amazon gar nicht vertrieben und ich kenne es auch (noch) nicht. Keine Kritik oder Rezension in den großen Zeitschriften, keine Interviews - eigenartig.

Warum mich das so beschäftigt? Geht man von dem hier vorliegenden Album aus, dass ich mir (eher zufällig) bei einem anderen Anbieter bestellt habe, handelt es sich hier schlicht um den besten Act, der, wenigstens in der deutschen Szene, seit langem in Erscheinung getreten ist.

Der Musik Dream Theaters nahestehend, entfalten Dante ein sehr eigenes Spektrum progressiver Töne - Irgendwo in der bisher unbesetzten Nische zwischen Progressive Metal und Progressive Rock. Das ist zunächst der Stimme geschuldet, die in ruhigen Momenten (Maybe One day, drifting, All my Life) absolut überragend erscheint, aber auch bei den (wenigen) konsequent harten Nummern des Albums (Last) überzeugen kann und überhaupt nicht dem Klischee vom typischen Metal-Sänger entspricht. Kein Kastratengesang und kein Pathos. Aber auch keinerlei Anleihen aus Nu-Metal und Co. Das allein ist schon sehr angenehm.

Noch angenehmer und wirklich bemerkenswert: Trotz Spielzeiten von zum Teil über 12Min hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass es hier extrem versierten Musikern (wie leider sooft) nur um die Präsentation der eigenen Fähigkeiten geht. Endlich wieder eine Band, bei der trotz langer Spielzeiten, der Song und seine Aussage selbst im Vordergrund zu stehen scheint. Pink Floyd, Dream Theater, Yes, Porcupine Tree - alles findet sich auf Saturnine irgendwie wieder und doch klingt Dante so erfrischend eigenständig und vielversprechend dass der Begriff "Progressive" endlich auch einmal wieder Sinn macht.

Das Album ist schwierig, dann wieder zugänglich und ganz sicher nichts für völlig ungeübte Ohren. Was es den meisten aktuellen Veröffentlichungen aus diesen Genre (meiner unmaßgeblichen Meinung nach) voraus hat ist eine ungewöhnliche emotionale Tiefe. Der Mittelteil und das Finale von dem Songmonster "Vanessa" ist im Zusammenspiel mit dem Text schlicht ergreifend und dürfte Pink Floyd wie Dream Theater Fans gleichermassen begeistern.

Ist "Saturnine" ein Meisterwerk des Genres wie etwa Dream Theaters "Scenes.." oder "a social Grace" von Psychotic Waltz? Das ginge sicher zu weit - dazu ist die Musik Dantes doch (noch) zu sehr von ihren offensichtlichen Vorbildern beeinflusst. Auch die für mich persönliche "Unart" des Instrumentals - in diesem Fall "Modal Acousma" hindert das Album in dem Verdacht zu stehen, ein Klassiker zu sein. Rockmusik, gleich welcher Spielart, braucht für mich eine Stimme. Es ist mir schleierhaft, warum Bands, die ohnehin in einem Genre spielen, in denen Instrumentalteile innerhalb der Songs gerne mal dominieren, diesbzüglich immer noch etwas drauflegen müssen. Hier verkommt die Musik zum Schwanzvergleich mit Anderen Musikern. Für den normalen Rock-Fan (wie ich finde) langweilig und überflüssig. Allerdings sind Dante da (leider) in prominenter Gesellschaft.

Ist "Saturnine " hingegen ein heisser Anwärter auf den Titel bestes Progressive Album 2010? Diese Frage würde ich definitiv mit JA beantworten. Mal sehen was noch so kommt.

Anspieltipps: "All my Life", "Never Return", "Vanessa", "Maybe one Day"

Das Ganze kommt übrigens auch noch mit einem extrem geilen Booklett daher, wie man es als Käufer viel zu selten in die Hände bekommt. Genau so sollte ein Album aufgemacht sein. Irre.

Für mich sind Dante und das Album "saturnine" trotz der wenigen Kritikpunkte eine der interessantesten Neuentdeckungen der letzten Jahre und daher gebe ich 5 Sterne ohne Wenn und Aber.

Zieht euch dieses Album rein und bildet euch eure eigene Meinung
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 01.05.2013, 19:45:19 GMT+2
A. Dietmann meint:
Großartige Rezension, vielen Dank! Aber die Einwände eines Prog-Metal-Fans gegen Instrumentals kann ich wenig nachvollziehen. Gerade Dream Theater und ähnliche Bands leben doch hauptsächlich von ihren Instrumentalpassagen. Und ich persönlich bin großer Fan von instrumentaler Rockmusik. Ob es nun darum geht, dass man sich gerade durch diese Stellen unbedingt mit Größen messen muss, aber in den Instrumentalpassagen zeigt sich in meinen Augen die musikalische Qualität einer Band wie an keiner anderen Stelle. Sicherlich muss die Stimme sich dem gut einfügen und darf hinter den Instrumenten nicht den Kürzeren ziehen (was bei Dante erfreulicherweise nicht der Fall zu sein scheint), aber wie oft hört man Bands mit großartiger instrumentaler Qualität, die beim ersten Ton des Sängers prompt verlieren! Das ist traurig und geht mir leider allzuoft so, da ich wirklich kein Fan jenes überstrapazierten metaltypischen Kastratengesangs bin!
Ich bin immer auf der Suche nach rein instrumentalen Prog-Metal-Bands (ein, wie ich denke, auch eher unbekanntes, aber dennoch herausragendes Beispiel: Psychostatus), also falls du als Kenner den ein oder anderen Tipp für mich hast, nehme ich ihn gerne an!
Grüße aus Jena

Veröffentlicht am 10.05.2013, 10:59:52 GMT+2
Ralf Klein meint:
Sehr schöne Bewertung, die dieser Scheibe absolut gerecht wird.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.07.2013, 03:28:24 GMT+2
so ganz spontan - die Band Relocator mit ihrem gleichnamigen Album könnte was für Dich sein - fand und finde ich, der ja eigenlich nicht auf instrumentale Mucke steht, wirklich herausragend!

Check das mal an.
Relocator

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.07.2013, 22:22:36 GMT+2
A. Dietmann meint:
Ja, das klingt tatsächlich nicht schlecht. Für meinen Fall vielleicht ein bisschen zu Keyboard-lastig, aber danke für den Tipp!
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