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Kundenrezension

am 21. September 2010
Ein Thriller, der in Venedig spielt und im Stile Patricia Highsmiths geschrieben ist?
Genau das Richtige, dachte sich der kulturliebende, italophile Krimifan in mir und stürzte sich erwartungsvoll in die Lektüre.
Tatsächlich liest sich dieser Roman äußerst flüssig und ist auch noch ziemlich spannend obendrein.
Die Geschichte dreht sich um einen jungen Nachwuchsschriftsteller, der in Italien seinen Debütroman verfassen will und unversehens in die Dienste eines alten, kauzigen Starautoren gerät, dessen Vergangenheit ein großes Geheimnis ist und der sich in einem venezianischen Palazzo ins Einsiedlertum zurückgezogen hat. Kurzerhand verwirft er sein Romanprojekt und plant heimlich, hinter dem Rücken des Alten dessen Biographie zu schreiben. Bei seinen Recherchen stößt er auf immer düsterere Geheimnisse aus dessen Vergangenheit. Aber auch in seinem Leben tun sich immer größere Abgründe auf, und es entwickelt sich ein packendes Katz- und Mausspiel.

Man merkt, daß der Autor ein großer Fan und Kenner der Romane von Patricia Highsmith ist. Leider bleibt aber kritisch anzumerken, daß er nicht wirklich über die stilistische Ausdruckskraft und die psychologische Raffinesse der großen Lady of Suspense verfügt. Das Buch ist zwar unterhaltend, aber doch etwas platt formuliert, finde ich. So interessant und gut die Story großteils auch ist, da wäre viel mehr drin gewesen. Und was mich überdies gestört hat, war die Veränderung der Hauptfigur. Er ändert ziemich abrupt seinen Charakter, und leider wird er im Verlauf des Buches immer unsympathischer, was bei einem Protagonisten, der in der Ich-Form erzählt, immer problematisch ist.

Trotzdem ist die Lektüre für ein unterhaltsames Lesewochenende durchaus empfehlenswert.

UND JETZT NUR WEITERLESEN, WENN MANS SCHON GELESEN HAT ODER MAN DAS ENDE WISSEN MÖCHTE:
Was mich nämlich am meisten stört, ist, dass aus dem sympathischen jungen Schriftsteller quasi aus dem Nichts heraus ein kaltblütiger Mörder wird - nur wegen einer Biographie? Dieser Wandel und diese Begründung erschienen mir abrupt, willkürlich und überhaupt nicht plausibel, tut mir leid. Wilson wollte damit vielleicht einen zweiten Tom Ripley erfinden, aber das ist ihm meiner Meinung nach überhaupt nicht gelungen. Einen Mörder so charmant und charismatisch zu schaffen ist eine Kunst, in der ihm halt Frau Highsmith oder auch Ingrid Noll haushoch überlegen sind. Ich habe mich im Verlauf des Buches dabei immer mehr ertappt, daß ich auf der Seite des alten Mannes war. Dessen Schuld erschien mir bei weitem nicht so hoch - und so gesehen verläuft das Ende ja dann auch gerecht.
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