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Kundenrezension

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sonntagnachmittag mit Clapton, 4. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Clapton (Audio CD)
Es ist nicht der heiße Samstagnacht-Blues, der nebst Rauchschwaden angereichert mit allerlei undefinierbaren Substanzen aus angesagten Jazzkellern dringt. Auch nicht der Testosteron- und Spiellaune-Blues, den man laut und mit heruntergelassenen Fenstern beim Autofahren an einem sonnigen Tag von Ampel zu Ampel hört, um dem Kultur-Krüppel mit angewachsenem Basecap und extra bequemer Jogginghose in seinem völlig verbastelten 3er BMW zwei Wagen weiter das Kontrastprogramm zu Bushidos Bass gepimpter Proll-Lyrik aufzunötigen. Und auch um irgendwelchen ungeliebten Besuchern aus entfernter Verwandtschaft, wie zufällig und nebenbei, die eigene intellektuelle Überlegenheit durch schräge Klangkunst zu suggerieren, die man lässig als Hintergrund-Musik laufen lässt, während sie das heimische Sofa belagern, ist dieses Album nicht geeignet.

Das Clapton-Werk anno 2010 ist das perfekte Album für einen entspannten Sonntagnachmittag. Füße hochlegen, ein gutes Glas Wein, Gedanken schweifen und die Songs ihre Wirkung entfalten lassen - einfach mal 62 Minuten lang alles außerhalb dieses Raumes für unwichtig erklären.

Daß die Platte nicht von allen mit Jubelstürmen entgegen genommen wurde, ist daher wenig verwunderlich. Die rhetorischen Ausfälle hingegen, finde ich schon einigermaßen irritierend. >langweiliges Gedudel, seichte Fahrstuhlmusik, Kreativität verflogen< und was da nicht alles zu lesen war. Wie erwähnt, wer die oben beschriebene Atmosphäre eines entspannten Sonntagnachmittags nicht mag, wird mit dem Album nicht viel anzufangen wissen, das ist auch okay: aber ruhig ist nicht gleich seicht! Und entspannt nicht oberflächlich oder unkreativ! Und Langeweile im ursprünglichen Wortsinn, gelegentlich sogar wünschenswert, denn gehetzt und reiz-überflutet hängt es sich schwerlich tiefer gehenden Gedanken nach, dazu bedarf es langer Weile.

Mir scheint bezeichnend, daß Eric Clapton ausgerechnet dieses ruhigste all seiner vielen Alben in seiner langen Karriere schlicht "Clapton" betitelte. Ausgeglichen und in sich ruhend, wie die Platte wirkt, scheint auch Clapton in den letzten Jahren bei sich angekommen. Natürlich ist er Mister Slowhand und natürlich kann er auch heute noch die Kuh fliegen lassen (was er nur ein Jahr später 2011 auf "Play the Blues: Live from Jazz at Lincoln Center" bereits wieder eindrucksvoll unter Beweis stellte), aber er braucht die Pose nicht mehr.

Und sollte es tatsächlich Fahrstühle geben, in denen dieses Album tönt, dann empfehle ich einfach ein paar mal vom Dachgeschoss bis in den Keller und retour zu fahren - einfach so, nur der Muße wegen
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 14.03.2015 03:27:31 GMT+01:00
Ute meint:
Hallo Herr Günther,

mir hat Ihre Rezension gut gefallen. Ihr Stil ist sehr klar und vielschichtig. Ihre Person stellte ich mir in einer Fakultät vor, im Bereich Philosophie, der Kunst oder der Musik.
Vielleicht auch der Germanistik. Ich googelte ein wenig herum und landete bei einem Betrieb der anscheinend nichts von einer Fakultät an sich hat und doch sehr viel damit zu tun
haben kann. Da geht es um Gästebewirtung und das diese eine gute Zeit bei Ihnen verbringen und sich wohl fühlen. Das sie gerne wieder kommen und eine Bereicherung mitnehmen.
Leider erscheint mir der Ort wo Sie sind zu weit weg, als dass ich vorbeikommen könnte um in netter Atmosphäre einen Kaffee zu trinken, daher grüße ich Sie aus der Ferne.

Ihre Rezension ist schon 2 Jahre alt und ich fand sie erst heute, da ich in meiner Vergangenheit schwelgte und dabei auch wieder Eric Clapton ausgrub.
Fast den ganzen Tag hörte ich die Musik des Sängers Andreas Kümmert und Chris Rea und natürlich von Eric Clapton. Von dieser handgemachten Musik ließ ich mich gerne berühren.
Die Musik dieser Künstler wird überdauern, während die heute angesagte schnelllebige Musik vieler anderer Künstler kaum überdauern wird.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.04.2015 03:29:42 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.04.2015 00:16:27 GMT+02:00
Haben Sie herzlichen Dank für Ihren überaus schmeichelhaften Kommentar.
Und ja, Sie haben ganz richtig gegoogelt. Aber auch wenn Sie mich in keiner Fakultät in einer der aufgezählten Geisteswissenschaften dozierend erleben werden, so ist auch das von Ihnen ergoogelte (es ist und bleibt ein seltsames Wort, umso mehr, wenn man es unserer Grammatik unterwirft) Café nur ein Teil dessen, was mein Leben füllt.

Beste Grüße in die Ferne zurück.

Veröffentlicht am 08.06.2015 20:49:04 GMT+02:00
Andy Arbeit meint:
Super Rezension, die die künstlerische Arbeit würdigt und versucht ihr das passende räumliche und zeitliche Umfeld zu geben. Als Wein empfehle ich einen schönen leichten, spritzigen Sommerwein z.B. ein 2014 Rivaner aus Rhoihesse...
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