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Kundenrezension

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kennen Sie Big Jim Slade?, 4. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Kentucky Fried Movie [DVD] (18) (DVD)
Allgemeinwissen hat auch eine popkulturelle Komponente: Als Filmfan sollte man schon wissen, wer Big Jim Slade ist und welchen ungewöhnlichen Job Rex Kramer ausübt.

Im dritten Teil der "Die Hard"-Filmreihe gibt es eine Szene, in der die Figur, die Bruce Willis spielt, mit einem Schild durch Harlem laufen muss, auf dem "I hate niggers". Wer den 1977 unter der Regie von John Landis ("Blues Brothers") entstandenen Episodenfilm "Kentucky Fried Movie" kennt, dem wird die Szene bekannt vorkommen, denn "Rex Kramer, danger seeker" riskiert auf verdächtig ähnliche Weise eine große Lippe - anders gesagt: Die Idee zur Szene in "Die Hard - Jetzt erst recht" dürfte geklaut sein.

Auch Kentucky Fried Movie hat seine Vorbilder; die allerdings werden 85 Minuten lang gnadenlos durch den Kakao gezogen. Ob Werbeclip für Bier ("Willer's") oder Kopfschmerzmittel ("Sanhedryn"), Sexfilm-Trailer ("Katholische Schulmädchen in Not") oder Nachrichtenbeitrag - nichts ist sicher vor den ätzenden Gags der berühmt-berüchtigten Drehbuchautoren Jim Abrahams und Jerry und David Zucker, die später durch ihre Katastrophenfilm-Parodien "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug" und die Fortsetzung "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff" zu Weltruhm gelangen sollten.

Zwischen den aneinander gereihten Sketchen, die unterm Strich wie eine sehr frühe Ausgabe der deutschen TV-Parodie "Switch Reloaded" wirken, gibt's dann sogar noch einen immerhin gut halbstündigen Hauptfilm. Der stammt, wie der bereits angekündigte Film über katholische Schulmädchen, aus der fiktiven Produktionsfirma eines gewissen Samuel L. Bronkowitz, trägt den schönen Titel "Für eine Handvoll Yen" und parodiert zum einen die in den 70er Jahren ungemein populären Kung Fu-Filme, zum anderen die Beiträge der James Bond-Filmreihe.

Spätestens bei "A Fistful of Yen" werden Filmfans dankbar dafür sein, dass die DVD-Ausgabe für den deutschsprachigen Markt auch über eine Tonspur mit dem englischsprachigen Originalton verfügt, denn nicht nur der Akzent des Helden Lu (der im Original ein bisschen wie Zeichentrickfigur Elmer Fudd klingt) sowie seines bösen Gegenspielers Dr. Klahn (bei dem so ziemlich alles of "extraordinary magnitude" ist) tragen zum Vergnügen bei, sondern auch eine Reihe nicht angemessen zu übersetzender Kalauer. Auf den letzten Metern wartet der "Film im Film" dann noch mal mit einer unerwarteten Wendung auf und parodiert im Vorbeigehen das Musical "The Wizard of OZ".

Die deutsche DVD bietet den Film einer Breitwandfassung sowie einer fürs TV adaptierten Letterbox-Version und punktet mit passabler Bild- und Tonqualität. Einen sowohl auf der DVD für die USA als auch der Ausgabe für Großbritannien enthaltenen Super 8-Film der Zucker-Brüder unterschlägt die deutsche Ausgabe zwar, aber das ist, finde ich, zu verschmerzen.

R e s ü m e e

"Kentucky Fried Movie" ist ein früher Klassiker aus der berühmten Drehbuch-Autoren-Konstellation "Zucker/Abrahams/Zucker" und ein Film, den man unbedingt gesehen haben sollte - am besten schaut man sich den Streifen im Kreise guter Freunde an; idealerweise in einem Programmkino und mit einer Dose Bier der Marke Tuborg in der Hand (zur Not tut's aber natürlich auch das heimische Puschenkino).
Zwei meiner persönlichen Favoriten unter den parodistischen Kurzfilmen sind der knapp zeitminütige Pseudo-Lehrfilm "Zinkoxid und Sie!" sowie ein Werbespot für eine Monopoly-Parodie namens "Scot Free", die sich um den Mordanschlag an US-Präsident John F. Kennedy dreht; der Rest der Clips sowie die Easternfilm-Parodie "Für eine Handvoll Yen" ist aber auch großartig.

Wer sich die in diesen Tagen aktuelle Werbespots für Lufterfrischer ansieht, wird ggf. überrascht sein, wie wenig sich offensichtlich in den letzten 30 Jahren getan hat - der parodistische 40-Sekünder "Üble Haushaltsgerüche" unterscheidet sich in Machart und Aussage jedenfalls nichts wesentlich von den ernstgemeinten Originalen aus jüngerer Zeit. Mit kleinen Gastauftritten beehren die Produktion übrigens Donald Sutherland, Einmal-Bond-Darsteller George Lazenby und Henry Gibson, der kurze Zeit später in "Blues Brothers" den namenlosen Sturmbannführer mimen durfte.

Der Film wurde übrigens für ein Budget von 650.000 Dollar realisiert - eine Summe, die schon 1977 als bemerkenswert niedrig galt. Top-Qualität sollte man weder in Sachen Bild und Ton erwarten; das, was geboten wird, ist mehrheitlich aber qualitativ solide - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Erwartungsgemäß liegt der Ton lediglich im Stereoformat vor - immerhin, denn selbst das war seinerzeit noch nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit. Zum Glück hat man nicht nur die deutsche Synchronfassung auf die Scheibe gepackt, sondern auch den O-Ton, der auch im Falle von "Kentucky Fried Movie" die bessere Wahl ist.
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