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Kundenrezension

38 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein matt gewordener, dunkler Diamant, 10. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Anastasis (Audio CD)
Anastasis klingt nach Dead can Dance, was v.a. der Stimme Brendan Perrys geschuldet ist, man hört jedoch mehr Synthesizer, eine mittelmäßige Produktion mit einem wenig definierten Sound, mehr Instrumentalpassagen, die Stücke klingen kaum je zwingend, austauschbarer.

Am befremdlichsten: Die sonst alles beherrschende Stimme von Lisa Gerrard ist eigenartig wenig zu hören, weniger als Brendan Perry. Dessen Stimme profitiert zwar von ihrem ungewohnten Freiraum, doch nur in wenigen Stücken (v.a. "The return of the She- king") blitzt die soghafte Wirkung von Klassikern wie "Song of the Sibyl" für einige Momente auf. Man möchte fast mutmaßen, dass die Parts der Sängerin ohne persönliche Anwesenheit mit modernen elektronischen Produktionsmethoden "eingeflogen" wurde, dass die Platte nicht wirklich von beiden gewollt war, nur auf Druck der Plattenfirma oder des Sängers entstand. Das ist ein echtes Problem, da "Dead can Dance" ohne Lisa Gerrard ihre Seele verloren hat. Ihr beschwörender Gesang, ihre Mantren des Geheimnisvollen in einer für uns nicht verstehbaren Sprache konnten in ihren besten Momenten einen tiefen Sog, eine dunkel glühende Magie entfalten, der man sich nicht entziehen konnte, nicht wollte. Unvergesslich: "Sanvean", "Song of the Sibyl", auch "Fortune presents Gifts not according to the book" vom uneinholbaren Meisterwerk "Aion".

Was Lisa G. auch auf ihren Soloplatten mit diversen Begleitmusikern immer wieder schaffte: berückende Melodien durch ihre Stimme mit Tiefe und Bedeutung aufzuladen (wie mit Klaus Schulze: "And now we are free" oder "Sacrifice" mit Pieter Bourke) - und zu Momenten purer, einsamer Schönheit zu verschmelzen, das gelingt hier nur noch ein Andeutung, wie ein entferntes Echo vergangener Perfektion.

Auf Anastasis glaubt man nur noch Versatzstücke zu hören, Versuche, sich auf Altbewährtes und im Schlaf Beherrschtes zurückzubesinnen. Irgendwie gute Musik, irgendwie interessant, aber wer will so etwas von Dead Can Dance hören?

Schwer vorstellbar, dass Dead Can Dance noch einmal die kreative Spannung finden, ein weiteres Meisterwerk zu schaffen. Schwer aber auch, sich sagen zu müssen, dass der Diamant erloschen ist....
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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 10.08.2012 20:47:52 GMT+02:00
dahmane meint:
Genau meine Meinung. Aber "Diamant erloschen"? Das ist die Wendung des Tages! ;-)

Veröffentlicht am 12.08.2012 09:29:58 GMT+02:00
Ganz so melodramatisch würde ich es nicht ausdrücken, aber im Kern sind wir der selben Meinung, dies ist eine Perry-Platte, mit allen Stärken und Schwächen, für mich persönlich langweilig und eben nicht DCD.

Veröffentlicht am 12.08.2012 16:05:54 GMT+02:00
Fay Wray meint:
wie mit Klaus Schulze: "And now we are free":

Sorry, aber das war mit Hans Zimmer für den Film "Gladiator".

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.08.2012 11:34:51 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.08.2012 11:36:03 GMT+02:00
Bernhard Ess meint:
Stimmt, hab ich verwechselt, die CD mit Klaus Schulze fand ich völlig öde und strukturlos, gefühlte 4 Stunden Gewabere...

Veröffentlicht am 16.08.2012 17:59:08 GMT+02:00
kann ich nicht nachvollziehen, für mich isses echt ne richtig, richtig gute scheibe mit funkelnden diamanten. am anfang noch nicht so, aber beim 3.,4. mal anhören hats zoom gemacht und sie klingt ebenso magisch wie "into the labyrint"
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