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Kundenrezension

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen " Keiner von uns, der nicht sündigte, wir sind Menschen, nicht Götter." ( Petronius), 19. Januar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fellinis Satyricon (DVD)
Fellinis Satyricon geht auf den gleichnamigen fragmentarisch überlieferten, satirischen Roman von Petronius Arbiter (ca. 4 - 66 n. Chr.) zurück.
Der fahrende Schüler Encolpius streitet mit Ascyltos um den Strichjungen Giton. Gezeigt wird der Zwist und der Schmerz, die durch Eifersucht entstehen.
Ferner wird das Gastmahl des Trimalchio thematisiert. Es handelt sich hierbei um die längste erhaltene Episode aus dem Roman.
Encolpius geht gemeinsam mit seinem Lehrer Agamemnon sowie Ascyltos und Giton zu diesem Gastmahl. Das Fest wird von Trimalchio, einem ehemaligen Sklaven, der zu Reichtum gekommen ist, gegeben. Dieser möchte seine Gäste durch Speisen, Darbietungen, seine fragwürdige Bildung und durch seine dichterischen Fähigkeiten beeindrucken. Der gebildete Agamemnon macht sich über den Halbgebildeten lustig. Sie Szenen dieses Festes sind hervorragend dargestellt und zeigen die Dekadenz im Rom jener Tage.
Es folgen weitere Eifersuchtsgeschichten, auch wird die Furcht Encolpius nicht mehr potent zu sein subtil auf die Schippe genommen. Der Protagonist ist zunächst homosexuell und später bisexuell. Die Auslebung der Lust wird betont positiv und unverklemmt visualisiert.
Nach vielem Hin und Her ist Encolpius bei der Testamentseröffnung des Dichters Eulopius zugegen. Dieser macht es seinen Erben zu Auflage seine Leiche zu verspeisen. Die raffgierigen Erben lassen sich die Leiche munden. Encolpius zeigt sich angewidert und segelt mit freigelassenen Sklaven davon. Er ist der Liebe und nicht dem Mammon verpflichtet. Er tritt die Zivilisation nicht mit Füßen.

Fellinis Kunstfilm hat mich wegen der surrealen Bilder und der Kostüme stark beeindruckt. Inhaltlich hebt er sich völlig von den üblichen Amischinken, die im alten Rom spielen, ab. Hier wird das hedonistische Rom zu Zeiten Kaiser Neros in einer Weise thematisiert, die die Dekadenz jener Tage wirklich begreifbar macht.

Empfehlenswert.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.01.2009 10:50:07 GMT+01:00
kpoac meint:
Der Film hat mich nicht so überzeugt, aber Petronius zu lesen, ist schon ein Spaß, gerade wegen der übertriebenen Beschreibung aller Szenen. Alles ist "Gegen den Strich" und in diesem Buch, welches Kunst und Natur in den Gegensatz bringt und zur Dekadenz führt, taucht eben auch Petronius auf. Und Huysmans "Gegen den Strich" ist das Buch, was im Kapitel 11 bei Wilde gemeint ist im Dorian Gray.
Schöner Zusammenhang, kleine Empfehlung.
Gruss

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.01.2009 11:16:13 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.01.2009 11:36:46 GMT+01:00
Helga König meint:
Hi kpoac, den Film habe ich das erste Mal vor vielen Jahren als Studentin im Programmkino gesehen und war damals bereits sehr begeistert. Ich mag Fellinis überzeichnete Inszenierungen, wohl wissend , dass sie gewöhnungsbedürftig sind. Nun habe ich nach vielen Jahren den Film als DVD abermals gesehen und war erfreut, dass der Streifen mir noch immer gefiel. Fellini hat ein Händchen Dekadenz zu visualisieren. Mir gefällt, dass er nicht wertet, sondern nur zeigt.
Die Szene, in der die Raffgierigen den Dichter verspeisen ist grandios filmisch umgesetzt.
Fellinis Gabe subtile Ironien in seine Filme einfließen zu lassen, schätze ich besonders.
Sowohl in diesem Film als auch in " Casanova " ironisiert er das Potenzgebaren der Protagonisten in einer Weise, die ihresgleichen sucht. Dabei bleiben seine Ironien immer liebevoll.
Danke für Ihre Tipps. Ein Gruss zurück.
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Helga König
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