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Kundenrezension

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gemischte Eindrücke, 17. Juli 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Jacques Offenbach: Les Contes d'Hoffmann (Hoffmanns Erzählungen) (Opern-Gesamtaufnahme) (3 CD) (Audio CD)
Diese Aufnahme wurde bei ihrem Erscheinen vor 20 Jahren als Non plus ultra gefeiert, was sie damals nicht war und heute schon gar nicht mehr ist:

Das fängt an mit der hier eingespielten Fassung des Stückes: Wegen des Todes des Komponisten vor der endgültigen Fertigstellung der Oper, der vom Intendanten dann verfügten Verstümmelungen und eines Opernbrandes kurz darauf, dem ein Großteil des Notenmaterials zum Opfer fiel, gibt es so etwas wie eine authentische Fassung nicht. So besteht die traditionelle Fassung des Stückes (teilweise sogar mit einem männlichen Nicklausse!) teilweise aus Musik aus anderen Offenbach-Werken und Ergänzungen anderer Komponisten.

Dieser Aufnahme liegt eine Fassung des Musikwissenschaftlers Fritz Oeser auf Grundlage neuerer Notenfunde zugrunde, die dem Original erheblich näher kommt. Dramaturgisch ist diese Fassung nicht schlecht, gibt dem Stück seine fünfaktige Form und der Muse/Nicklausse seine/ihre Bedeutung als zweite weibliche Hauptrolle zurück. Wer aber die noch neuere und vollständigere Fassung von Michael Kaye gehört hat (eingespielt vor ihrer endgültigen Fertigstellung von Jeffrey Tate, danach von Kent Nagano), wird feststellen, dass Oesers Fassung teilweise reichlich spekulativ bleibt und mehrfach deutlich in die Irre führt.

Unter den Sängern dieser Aufnahme sind keine "Ausfälle", aber auch keine absoluten Referenzleistungen:

Neil Shicoff singt mit schöner Stimme, aber ohne Gefühl für "französische" Artikulation: Dieser Hoffmann klingt (etwa im Gegensatz zu Gedda oder Araiza) nicht nach Offenbach, sondern eher nach Donizetti oder Verdi - und teilweise schon ziemlich angestrengt.

Jose van Dam dagegen singt die Gegenspieler sehr intelligent und stilsicher und ist als Lindorf auch sehr überzeugend. Für den Coppelius aber und insbesondere den Docteur Miracle fehlt seiner schönen, kultivierten Stimme die Dämonie, das Metall, er wirkt etwas harmlos.

Völlig schleierhaft ist mir die Besetzung der Giulietta mit Jessye Norman - sie klingt nicht nach femme fatale, sondern fast jungfräulich bzw. mütterlich. Als Antonia (wie bei Tate) wäre sie sehr viel besser aufgehoben gewesen.

Luciana Serra ist als Puppe außerordentlich überzeugend (sie klingt immer etwas mechanisch), Rosalind Plowright als Antonia dagegen fällt stimmlich deutlich ab.

Ann Murray singt den Nicklausse erwartet enorm stilsicher und souverän und zeigt, dass diese Rolle für eine gelungene Einspielung des Stückes unbedingt mindestens so wichtig ist wie die übrigen Frauenrollen. Leider hat sie keine wirkliche Mikrophonstimme: Live stört ihr starkes Vibrato erheblich weniger, auf CD wirkt es etwas enervierend.

Insgesamt also eine gute Aufnahme, aber keine wirklich Hervorragende. Dank besserer Konkurrenz - wie erwähnt Tate (mit Araiza, von Otter, Studer, Norman in der richtigen Rolle), Nagano oder - wenn man mehr Wert auf große Stimmen als eine authentische Einspielung legt - Cluytens (mit Gedda, de los Angeles, Schwarzkopf) oder Bonynge (mit Sutherland, Domingo) aber nur eine Ergänzung, kein Höhepunkt des Kataloges.
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