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Kundenrezension

am 31. Oktober 2012
Seit Mitte der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts (D L. Moody) schiessen Veröffentlichungen über dieses Thema wie Pilze aus dem Boden. Leider ist auch manche unseriöse Abhandlung zu finden. Der Autor, Krebsarzt und Spezialist für Gehirntumore hat sich in einer sehr sachlichen Weise dieses Themas angenommen. Kurz zu seiner Vorgehensweise, die er in diesem Buch vorstellt. Dr. Jeffrey Long hat einen Fragebogen über Nahtoderfahrungen (im Folgenden NTE) ausgearbeitet und ihn ins Internet gestellt. Nach Anlaufschwierigkeiten haben sich mittlerweile ca. 1.500 Personen gemeldet und diesen Fragebogen ausgefüllt. Um Missbrauch und auch Trittbrettfahrer einzudämmen bzw. auszuschließen, hat er Filter in diese Umfragen eingebaut, die mit Fehlern behaftete Aussagen eliminieren. Dieses Buch ist unter Berücksichtigung aller wissenschaftlichen Standarts entstanden, um somit den Wahrheitsgehalt nachvollziehen zu können. Dabei hat der Autor in seinem Fragebogen ethnische und religiöse Hintergründe ausgeklammert, auch um eine rein wissenschaftlich anerkannte Arbeit abzuliefern. Diese Vorgehensweise wird in Fachkreisen am ehesten anerkannt. Der Autor hat sich sehr viel Mühe gegeben und versucht auf jeder Seite seines Buches den Leser von der Seriösität seiner Publikation zu überzeugen. Bemerkenswert ist der Satz auf den Seiten 39 und 40 wo er Blacher wörtlich zitiert: "Ärzte müssen ganz besonders sorgfältig darauf achten, dass sie nicht etwa religiösen Glauben als wissenschaftliche Daten akzeptieren. Ich möchte dem hinzufügen, dass wir mit derselben Vorsicht vermeiden sollten, wissenschaftlichen Glauben als wissenschaftliche Daten zu akzeptieren." Ende des Zitates. Soweit zu einem Buch, das auf Grund der Korrreketheit des Autors lesenswert ist und deshalb auch von mir mit 5 Sternen bewertet wurde.
Nicht desto trotz bleiben bei einem kritischen (nicht im negativen Sinne) Leser, und dazu zähle ich mich, Fragen offen, die ich hier gerne einmal anschneiden möchte, zumal der Autor in seinem Buch auch nicht darauf eingegangen ist. Zunächst ist zu bemerken, dass diese Studie und ihre Auswertung nicht im Labor nachvollzogen werden kann. Ebensowenig sind die ausgefüllten Fragebögen (ich möchte sie hier jedoch nicht anzweifeln) nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfbar, selbst für den Autor nicht. Dr. Long und seinen Lesern bleibt nur die Möglichkeit, die geschilderten NTE zu glauben. Da sich viele Aussagen nicht nur ähneln sondern oftmals Übereinstimmung erzielen, möchte ich diese Erfahrung auch nicht in Frage stellen. Bemerkenswert ist jedoch, dass sich nahzu alle medizinischen Kapazitäten weltweit darüber einig sind, dass selbst ihr Fachwissen bei weitem nicht ausreichend ist, alle biochemischen, physiologischen, hormonellen Schwankungen, elektrophysikalische und auch bekannte und unbekannte Botenstoffe des Gehirns und ihre Funktionsweisen auf den physischen, seelischen und geistigen Teil des menschlichen Individuums ausreichend zu erklären. Ein namhafter Professor bekannte vor Kurzem, dass "wir ja noch in den Kinderschuhen stecken". In diesem Bereich muss also noch intensiv geforscht werden, um zu verbindlichen Aussagen zu kommen.
Bei der obigen Studie hat der Autor gezielt ethnische, kulturelle und religiöse Fragen genauso wie den Sozialstatus außen vor gelassen. Ob diese Vorgehensweise bei dem behandelten Thema sinnvoll ist, erscheint mir doch bedenklich. Das Einfließen dieser Fakten hätte nach meiner Auffassung mehr Transparenz gebracht, ist aber vermutlich aus den wissenschaftlich vorgegebenen Rahmenbedingungen unterblieben.
Wir alle wissen, dass sich jegliche Religionen dieser Welt mehr oder minder mit einer Weiterexistenz nach dem physischen Tod beschäftigen und daran glauben. Mit einer Ausnahme müssen sich die Menschen aller Religionen während ihrer Erdenzeit mit irgendwelchen Rythen und Anstrengungen auf das Leben nach dem Tod vorbereiten. Das bedeutet: ohne menschlichen Fleiß keine schönes Leben im Jenseits.
Die einzige Ausnahme macht hier die Bibel. Gott hat seinen Sohn Jesus auf diese Erde geschickt, um für unsere Sünden zu sterben. Diese Erkenntnis und Annahme des Erlösungswerkes Jesu ist ein Gnadengeschenk Gottes, das wir nur für uns persönlich annehmen müssen. Damit wird uns Gottes Gnade (ein unverdientes Geschenk) und damit auch das Ewige Leben nach unserem leiblichen Tod versprochen. Dies können wir zwar auch nicht beweisen - aber daran glauben - und dies weckt die Hoffnung und Zuversicht auf ein Weiterleben nach dem physischen Tod. Im Übrigen befinden sich in der Bibel unzählige Stellen, die auf eine Weiterexistenz nach unserem irdischen Dasein hinweisen. Bitte glauben Sie nicht, dass ich mich irgendeiner Denomination zugehörig fühle. Auch bibelgläubige Christen unterliegen täglich ihren Sünden und Fehlern. Aber gerade dafür ist Jesus gestorben, um uns unsere Verfehlungen zu vergeben. Aus diesem Grund hat er die verlorengegangene Kommunikationsfähigkeit zu Gott wieder hergestellt. Dafür bin ich persönlich sehr dankbar und betrachte das obige Buch auch aus dieser Perspektive.
Geschrieben am 31. Oktober 2012
von Friedhelm Seelig
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4,5 von 5 Sternen
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