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Kundenrezension

VINE-PRODUKTTESTERam 28. September 2006
Ich habe "Need for Speed Underground 2" (= im folgenden U2) bis zum geht-nicht-mehr gezockt und über alles geliebt. Also bin ich mit großen Erwartungen an den Nachfolger "Need for Speed Most Wanted" (= im folgenden MW) herangegangen. An für sich ein richtig gutes Spiel. Nicht nur für Rennspielfans. Aber an U2 kommt es für mich nicht heran.

Das Spielprinzip: Ihr fahrt mit einem Auto, das ihr euch beim Autohändler kauft, durch eine riesige Stadt, deren einzelne Bezirke ihr nach und nach freispielt. Auf einer Landkarte sind Events (diverse Autorennen) und Shops (Tuning-Shop, Autohändler, Unterschlupf) eingezeichnet, die ihr (auf Wunsch mithilfe eines Navi-Systems) anfahrt. In U2 musste man ein Rennen nach dem andren gewinnen, um im Spiel voran zu kommen. In MW geht es um die sogenannte "Black List". Diese beinhaltet die 15 meistgesuchten Raser der Stadt. Euer Ziel ist es nun, auf Platz 1 zu gelangen, d.h. der meistgesuchte Raser (= Most Wanted) zu werden. Bevor ihr gegen den Typen auf Platz 15 antreten könnt, müsst ihr eine bestimmte Anzahl an Rennen gewinnen, Meilensteine erreichen und euer Kopfgeld erhöhen.

Die Rennen sind wieder sehr abwechslungsreich, allerdings gibt es leider die aus U2 bekannten Scart- und Drift-Rennen nicht mehr, dafür neue (K.O., Radarrennen etc.). Meilensteine erreicht ihr, indem ihr euch von in der ganzen Stadt verteilten Radaren bei bestimmten Geschwindigkeiten blitzen lasst oder möglichst spektakuläre Verfolgungsjagden mit den Bullen anzettelt, wobei wir auch schon beim Hauptaspekt von MW sind: Die Cops. In U2 konnten ihr machen was ihr wollt, denn es gab keine. Nun werden sie bereits auf euch aufmerksam, wenn ihr nur auf dem Weg zu einem Shop ein paar Autos rammt oder Laternenpfähle wegfetzt. Ihr hört dann auch die Funkrufe, die sich die Cops gegenseitig durchgeben. Wird dann einer auf euch aufmerksam, was ihr kaum verhindern könnt, beginnt eine Verfolgungsjagd, der ihr euch nicht entziehen sondern die ihr durchstehen müsst. Je länger die Verfolgungsjagd dauert, desto mehr steigt euer Fahndungslevel, desto schwerer wird es den Cops zu entkommen, desto höher steigt euer Kopfgeld. Anfangs jagen sie einen nur mit einem Auto, später sogar mit einem Hubschrauber oder sie legen Nagelbänder aus und legen Straßensperren. Die Verfolgungsjagden machen anfangs Spaß, werden aber immer schwerer. Ihr könnt die Cops abschütteln, indem ihr z.B. durch Baugerüste rast, unter denen die euch verfolgenden Autos dann verschüttet werden. Diese "Stopper" sind auf der Karte überall eingezeichnet. Seit ihr entkommen, müsst ihr für eine gewisse Zeit unentdeckt bleiben, z.B. indem ihr euch irgendwo versteckt. Ist die Verfolgungsjagd dann beendet, bekommt ihr eine Statistik - je mehr Schaden ihr angerichtet habt, je mehr Nagelbänder ihr umfahren habt, je mehr Polizeiautos ihr geschrottet habt, desto höher ist das Kopfgeld. Das hört sich alles ganz toll an, man wird aber doch im Lauf des Spiels relativ oft erwischt, und dann ist erst mal schlechte Laune angesagt, wenn eine zehnminütige Verfolgung umsonst war und ihr noch ein hohes Strafgeld zahlen müsst. Passiert das öfter, ist sogar euer Wagen weg! Dazu kommt es jedoch eher selten. Das sie euch kriegen, passiert aber ziemlich oft - wenn sie euch mit 10 Wagen einkreisen, reicht es aus, wenn ihr euch 2 Sekunden nicht mehr bewegt, schon seid ihr "erwischt". Außerdem kann es gut sein, dass ihr keine 2 Meter mehr durch die Stadt fahren könnt, ohne gleich einen Cop hinter euch zu haben - meiner Meinung nach extrem nervig.

Habt ihr genug Rennen, Meilensteine und Kopfgeld, tretet ihr gegen den nächsthöheren Blacklist-Raser in 2, später mehr Rennen an. Gewinnt ihr, dürft ihr euch etwas von ihm aussuchen - Tuning-Extra-Teile, Entlassungsscheine für die Cops, mit etwas Glück erhaltet ihr sogar das vollgetunte Auto des Gegners! So stehen schon nach kurzer Zeit mehrere Autos in eurer Garage. Habt ihr den Typen besiegt, seid ihr Platz 15 der Liste - und so geht es immer weiter, bis ihr auf Platz 1 seid.

Der allergrößte Nachteil von MW gegenüber U2 ist die große Einschränkung in Bezug auf das Tuning eures Autos. Vor allem was die Optik anbelangt - Kleinigkeiten wie mehrere Auspuffe, die Farbe des Scheinwerferlichts und die Form des Außenspiegels sind komplett und erstatzlos weggefallen und wurden auf wenige Aspekte (Karrosserie, Felgen, Spoiler) beschränkt. So habt ihr bereits nach der Hälfte des Spiels alle Extras freigespielt und könnt euer Auto nicht großartig verändern - auch mehrschichtige / mehrfarbige Vinyls gibt es nicht mehr. Das ist meiner Meinung nach ein Rückfall gegenüber U2, der in keiner Weise zu entschuldigen ist. Euer Auto wird also nicht immer toller im Lauf des Spiels und wird auch nicht mehr nach der Optik bewertet, vielmehr kommt es darauf an das Auto unfreiwillig verändern zu müssen (z.B. ständig neuer Lack) damit euer Fahndungslevel sinkt und ihr von den Bullen nicht mehr erkannt werdet. Das hat mir ganz schön gestunken, dass ich mein Auto nicht schwarz lassen sondern es in eine völlig andere Farbe umsprühen musste, nur wegen er Cops.

Das Technik-Tuning dagegen ist wie in U2 - ihr könnt einen immer besseren Motor, besseres Fahrwerk, Bremsen, Reifen etc. einbauen und habt dann ein immer besseres, schnelleres Auto, das sich hervorragend steuern lässt. Geld habt ihr eigentlich immer, nach jedem gewonnenen Rennen gibt's Kohle, und es reicht locker für mehrere vollgetunte Autos, da ihr ja bereits nach der Hälfte des Spiels (also ca. Platz 7 der Blacklist) alles freigespielt habt, was es freizuspielen gibt.

Die Grafik von MW ist gegenüber U2 etwas besser und schärfer, die Steuerung der Autos ist gewohnt gut. Der Soundtrack ist - wie gehabt - genial: Eine echt gute Mischung aus Metal und Rap. Weitere Besserung: Während es in U2 überwiegend Kleinwagen gab, könnt ihr euch nun Porsche, BMW, Lamborghini und Mercedes kaufen. Oder ihr erhaltet so ein Auto mit etwas Glück von einem eurer Gegner, wie gesagt. Genau wie in U2 gibt es kein Schadensmodell, d.h. ihr könnt euer Auto schrotten wie ihr wollt, es sieht immer gleich aus und geht nie kaputt.

Was ich noch zu kritisieren hätte, wäre der Schwierigkeitsgrad. U2 konnte ich mit etwas Übung locker durchspielen, bei MW steigt er zweimal abrupt an und es wird richtig heftig schwer. Ihr könnt die Autos während der Rennen auch leider nicht mehr so leicht von der Straße abdrängen - das war in U2 besser.

MW finde ich nicht so toll wie U2 - die nervigen Verfolgungsjagden alle 3 Minuten, das stark eingeschränkte optische Tuning und der Schwierigkeitsgrad machen den Spielspaß richtig kaputt. Ich hatte mehr als einmal Lust, mit dem Spiel aufzuhören oder den Controller in die Ecke zu werfen. Wenn man MW unabhängig von U2 beurteilt, gibt es jedoch an dem Spiel nicht viel zu rütteln - super Grafik und Gameplay, tolle Atmo, tolle Musik, ein Rennspiel deluxe.

Lohnt sich MW, wenn man U2 schon hat? Auf jeden Fall. Die beiden Spiele haben nur wenig gemeinsam. Wenn ihr damit leben könnt, dass euch die Freiheit, ohne Cops Mist zu bauen, genommen wurde und ihr auf die Rennen an sich sowieso mehr Wert legt als auf das optische Tuning eures Autos, wird euch MW gefallen.
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