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Kundenrezension

am 19. Februar 2008
Bücher von Politiker sind meistens langweilig und zäh. Bücher von amerikanischen Politikern sind hier keine Ausnahme. Hillary Clinton lieferte für ihr Machwerk 596 Seiten, ihr Ehemann Bill Clinton 1064 Seiten - aber beide Werke ("Making History" und "My life") langweilten mich von Anfang bis Ende.

Barack Obamas Buch ist hier genauso eine löbliche Ausnahme wie auch er eine löbliche Ausnahme unter den Politikern ist.
"Ein amerikanischer Traum. Die Geschichte meiner Familie." ist pures Lesevergnügen und ein rundherum gelungenes Buch.

Barack Hussein Obama, Jr. wurde am 4. August 1961 in Honolulu, Hawaii geboren. Sein Vater war Afrikaner, seine Mutter ist US-Amerikanerin. Er studierte Rechtswissenschaft, trat der Demokratischen Partei bei und gewann die Wahl zum Senator von Illinois. Er wurde damit 2004 erst der fünfte afroamerikanische Senator der amerikanischen Geschichte.
Seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2008 wurde zuerst belächelt, erst nach der gewonnen Vorwahl in Iowa wurde er ernst genommen. Damals hat mich seine beeindruckende Rede überzeugt.
Noch nie hörte ich einen Präsidentschaftskandidaten so klar seine Position beziehen, sich gegen die Erdölindustrie wenden (!!!), für das Volk gegen die Reichen, gegen die US-Politik des Schwarz/Weiss Schemas usw.
Wer sich selber eine Meinung bilden will dem rate ich sehr den folgenden link anzuschauen:
[...]

Obama schildert in diesem Buch auf sehr intime Weise seine Identitätssuche. Eine Trennung zwischen Politk und Person findet nicht statt, das Buch erweckt dadurch den Eindruck Obama als Privatperson = Obama als Politiker.
In den 60er Jahren als Obamas Eltern, ein Kenianer und eine weiße US-Amerikanerin sich kennenlernten war noch in über einem Drittel der US-Staaten "Rassenvermischung" ein Strafbestand!
Die Gleichbehandlung von Schwarzen und Weißen war höchstens auf dem Papier ein Thema.
Obamas Vater verlässt die Familie als Obama gerade mal 2 ist, seine Mutter zieht mit ihm nach Indonesien. Auch hier erlebt er Rassismus, genauso wieder zurück in den USA in Chicago.
Das Thema Rassismus zieht sich auch weiters durch das ganze Buch. Auch wenn Obama über seine Vorbilder redet.
Er liest zwar klassische schwarze Autoren wie James Baldwin findet aber einen Malcolm X faszinierender. Allerdings gefällt ihm dessen aggressive Haltung gegenüber Weißen nicht.
Ganz überraschend für einen US-Politiker bleibt Obama auch bei heiklen Themen ehrlich.
Während ein Bill Clinton hier nur Blödsinn erzählte (Haschisch geraucht aber nicht inhaliert) gibt Obama zu das er Haschisch rauchte und gibt auch zu das ihn seine Rassenzugehörigkeit seelisch zerriß.

Erst bei seinem Kenia Aufenthalt mit seiner Schwester Auma gelingt ihm die Versöhnung mit seinem Erbe. Er sieht ein das die von Kolonialismus und Rassismus geschlagenen Wunden nur durch politische Aktivität bewältigen kann.
Gleichzeitig gibt Obama für mich einen Ausblick das wir hier zum ersten Mal einen US-Präsidenten haben könnten dem die Ungleichheit auf der Welt, die Mißstände in Afrika nicht egal sind wie zuvor den Herren Clinton und Bush und der durch seine persönliche Lebensgeschichte ein Mittler zwischen den Kulturen sein könnte.
Durch Obamas Buch wird aber auch schon klar das ein Sieg eines Obamas alleinig in Vorwahlen schon ein Sieg des multikulturellen, kosmopolitischen Amerikas ist.

Im Verlauf der Reise, im Verlauf des Buches wird Obama immer klarer als komplexe Person deutlich - Vereinfachung liegt ihm nicht - wie wohltuend in einer Zeit der verlogenen "ich bin ja so toll" Politiker.
Am Schluß war für mich Obama Welterfahrenheit, Ehrlichkeit und Weisheit verblüffend.
Für mich ist dieses Buch für jeden der sich für amerikanische Politik interessiert ein Muss. Es ist aber auch für jeden interessant der eine wirklich ehrliche, faszinierende Erfahrungsreise eines intelligenten Mannes miterleben will.
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