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Kundenrezension

TOP 1000 REZENSENTam 10. Juni 2013
Mit SPARTACUS: WAR OF THE DAMNED (WOTD) erlebt die Serie SPARTACUS ihr Finale - die Geschichte, welche in "Spartacus: Blood And Sand" (BAS), dem Prequel "Spartacus: Gods Of The Arena" (GOTA) und der zweiten Staffel "Vengeance" begonnen wurde kommt nunmehr zu ihrem definitiven Abschluss. SPARTACUS gehört als Serie für mich ganz allgemein zu den bemerkenswertesten Serien der letzten Jahre, und wie man sich denken kann konnte ich kaum abwarten zu erfahren, wie man das Ende des Ganzen inszenieren würde.

Die Handlung von WOTD setzt ungefähr ein Jahr nach den Ereignissen von "Vengeance" ein: Spartacus und seine Getreuen haben ein stetig wachsendes Heer von Sklaven um sich versammelt, mit welchem sie die römische Republik in Angst und Schrecken versetzen. Längst hat man in Rom erkannt, dass die von Spartacus losgetretene Bewegung viel mehr ist als lediglich ein paar entlaufene und plündernde Gladiatoren, sondern eine handfeste Rebellion, welche die gesamte Republik in ihren Grundfesten gefährdet... und man überlegt verzweifelt, wie man sich dieser Streitmacht im eigenen Land entgegenstellen kann. Der römische Senat beauftragt den reichsten Mann der Republik, Marcus Licinius Crassus, mit der Aufgabe, ein Heer aufzustellen, um die Rebellion des Spartacus endgültig niederzuschlagen. Mit Hilfe des jungen und verschlagenen Gaius Julius Cäsar (ja, genau DER Cäsar) macht sich Crassus daran, Spartacus zu besiegen - fest entschlossen, die Fehler seiner Vorgänger nicht zu wiederholen.

SPARTACUS bleibt sich auch bei WOTD in Punkto Inszenierung absolut treu - auch hier bestimmen furiose und cinematische Kampfszenen, eine an Filme wie "300" erinnernde Optik, theatralische Gewalt mit viel Blut, recht expliziter Sex, Nacktheit und eine ziemlich derbe Sprache das Gesamtbild ... da sich aber WOTD ohnehin nur Fans ansehen werden, denen die Vorgängerstaffeln zusagten (als Stand-Alone funktioniert WOTD nebenbei gesagt ohnehin nicht allzu gut, die Vorgängerstaffeln sollte man einigermaßen kennen, um WOTD genießen zu können), denke ich nicht, dass hiermit jemand ein Problem hat. Wer also GOTA, BAS und "Vengeance" mochte sollte hier auf seine Kosten kommen.
Im Gegensatz zu den Vorgängerstaffeln bestimmen natürlich nun häufiger Massengefechte das Geschehen - Spartacus und seine Mannen führen ja mittlerweile ein in die Tausende gehendes Heer an, genau wie seine Gegner. Wenn auch das Skript immer wieder Gründe findet, die Hauptdarsteller in Einzelkämpfe zu verwickeln (z.B. in Duellen oder Kommandoeinsätzen), ereignen sind nunmehr regelmäßig größere Gefechte und richtige Schlachten... welche natürlich auch im SPARTACUS-Stil inszeniert sind.

Wie bei SPARTACUS allgemein üblich steht selbstverständlich die Inszenierung ganz klar über dem Realismus - auch hiermit dürfte wohl Keiner mehr ein Problem haben, der die Vorgängerstaffeln kennt und mag. Gerade die Hauptfiguren Spartacus, Gannicus, Crixus, Naevia oder Agron sind daher auch bei WOTD heroische Kampfmaschinen, für welche die Gesetze der Physik nicht gelten und die natürlich permanent Dutzende und Aberdutzende schwer bewaffnete und gepanzerte Gegner stylisch und in Zeitlupe zerlegen.
Genauso wie die Action over-the-top ist darf man natürlich auch den Realismus der Locations nicht zu sehr hinterfragen - auch hier steht Optik ganz klar über Glaubwürdigkeit. Daher steht also schon mal ein altes Theater mittem im Nichts an einem Abgrund, eine kilometerlange Mauer erhebt sich an einem Pass und ein ebenso kilometerlanger Graben wird offenkundig über Nacht unbemerkt ausgehoben... Hauptsache ist hier ganz klar, dass es optisch cool wirkt.
Wie gesagt: bei SPARTACUS gehört dies irgendwie dazu und man braucht nicht zu erwarten, dass die Serie in der letzten Staffel hier plötzlich eine andere Gangart einschlägt... das auch bei WOTD die Grenze zu "völlig überdrehter" Action mitunter etwas überschritten darf also keinen wundern.

Die Leistung der Darsteller beeindruckt bei WOTD durch die Bank weg. Wer denkt, das SPARTACUS nur von der Inszenierung und Sex & Violence lebt, verkennt meiner Ansicht nach, dass in allen Staffeln durchaus talentierte Schauspieler zu sehen sind.
Stark finde ich ganz allgemein, dass man, zumindest ein Stück, von der bei "Vengeance" etwas zu penetranten Schwarz / Weis Malerei der Figuren abgewichen ist. Die Rebellen um Spartacus und auch Spartacus selbst treffen daher moralisch durchaus fragwürdige Entscheidungen, totale Lichtgestalten sehen definitiv anders aus. Auch ihre Gegenspieler sind nicht zwingend despotische Sadisten wie in der Vorgängerstaffel "Vengeance", sondern handeln aus ihrer Perspektive betrachtet nachvollziehbar.
Gerade der neue Hauptgegner Crassus ist eine wirklich interessante Figur und in Vielem ein komplettes Gegenteil zu dem aus den Vorgängerstaffeln bestens bekannten Glaber. Crassus ist intelligent und sehr weit davon entfernt, Spartacus irgendwie zu unterschätzen - er empfindet sogar echten Respekt und eine Art Sympathie für ihn. In Vielem ist Crassus sogar ein Spiegelbild von Spartacus, er verfügt über einen durchaus existenten Ehrenkodex und Integrität. Gut gespielt wirkt Crassus deutlich gefährlicher als der ebenfalls gut gegebene Glaber in den Vorgängerstaffeln.
Auch Cäsar (welcher historisch m.W. mit dem Aufstand des Spartacus nichts zu tun hatte) ist hier eine spannende Figur: verschlagen, ambitioniert, mutig und definitiv intelligent erweist er sich als ein wesentlich bedrohlicherer Feind als so mancher Antagonist in den Vorgängerstaffeln.
Auch Liam McIntyre als Spartacus und (vor allem) Manu Bennet als Crixus liefern einmal mehr eine überzeugende Leistung ab. Manu Bennet zeigt wieder einmal, dass er Crixus sehr facettenreich geben kann (gerade Crixus macht in der gesamten Serie die meisten Entwicklungen durch), und Liam McIntyre hat sich in die Rolle des Spartacus toll eingefunden.

Die Handlung von WOTD ist natürlich weitgefasster und schlichtweg "strategischer" als bei den Vorgängerstaffeln. Spartacus und seine Getreuen führen nunmehr eine richtige Rebellion an und haben hinter sich ein großes Heer versammelt, dies ist also weniger die Geschichte von Gladiatoren, welche in der Arena überleben wollen, als die von überlebensgroßen Anführern, welche sich auch um ihre Leute sorgen und die mit Unmut in den eigenen Reihen klarkommen müssen. Sicherlich steht die altbewährte Action noch ganz klar im Mittelpunkt der Serie, aber die Handlungsbögen und die Storylines unterscheiden sich schon merklich von den Anfängen der Serie - was natürlich auch notwendig ist.

Insgesamt hat mir WOTD einmal mehr sehr gefallen und mich auch mehr überzeugt als die (immer noch gute) Vorgängerstaffel "Vengeance" - auch wenn GOTA und BAS vermutlich für mich die stärksten SPARTACUS-Staffeln bleiben. WOTD garantiert jedenfalls starkes Entertainment und sollte sicherlich jeden Fan von SPARTACUS rundrum zufriedenstellen!

4 Sterne mit Tendenz nach oben!
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