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Kundenrezension

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein starker Thriller der etwas härteren Gangart !!, 11. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Kinder des Chaos (Horror Taschenbuch) (Broschiert)
Nur ein paar kurze Worte vorweg, damit meine Rezension auch richtig eingeordnet werden kann. Nach seinem Debüt-Roman „Blutiges Frühjahr“, erschienen im Hause Festa, war mir klar, von dem Herrn wird in naher Zukunft noch einiges mehr auf dem hiesigen Markt der Schreiberlinge zu finden sein, und so kam es – dem Herrn sei Dank – ja auch. Und spätestens nach seinem zweiten in Deutschland veröffentlichten Roman, „Die Einsamkeit des Todbringers“, avancierte Greg zu meinem Liebling der unter Vertrag stehenden Autoren bei Festa. Vielleicht, oder auch gerade deswegen, begutachte ich seine Romane immer etwas kritischer, lege die Messlatte ein Stück weit höher, als ich es vielleicht bei anderen Autoren machen würde.

Zur Story: In „Kinder des Chaos“ lässt Greg F.Gifune seine Hauptfigur Phil die Story als Rückblende erzählen, angefangen mit einem Prolog im Jahre 1978 als 14 jähriger Bengel – als das Unheil beginnt und die Welt der Freunde Phil, Jamie und Martin auf eine schreckliche Probe gestellt wird – und jetzt 30 Jahre später. Auch wenn inzwischen 30 Jahre vergangen sind, seit sie diesen komisch anmutenden Mann in einer verregneten Nacht brutal getötet haben, so bleibt in der Regel keine Tat ungesühnt und wenn vielleicht doch, dann zumindest zerfrisst sie- und verfolgt einen, Stunde um Stunde, Tag für Tag, wie auch in diesem Fall. Phils Leben, der die Hauptrolle in diesem Roman um Schuld und Widergutmachung spielt, wird seit dieser Nacht von Schuldgefühlen gepeinigt und von daraus resultierenden, schrecklichen Albträumen verfolgt und förmlich zerfressen. Kurz um, sein Leben ist kaum den Dreck unter den Nägeln wert, bis er eines Tages die Möglichkeit bekommt, um zumindest einen Teil seiner Vergangenheit wieder gerade zu rücken...

Der wichtigste Bestandteil eines Romans sind seine Figuren, das weiß natürlich auch Gifune, und deshalb legt er natürlich großen Wert auf deren Ausstattung, auf Details. Wo er seinen einfachen 'flachen' Randfiguren nur einen kurzen Auftritt gewährt – das Interesse an ihnen hält sich für gewöhnlich auch in Grenzen -, sie nur mit dem Nötigsten für ein kurzes Gastspiel ausstattet, schenkt er hingegen Phil, der Hauptfigur in diesem Roman, vollste Beachtung. Er wird in der Vorstellung des Lesers lebendig, mit all seinen Gefühlen, Wünschen, Begehren und Motiven, er wird greifbar, er ist präsent. Auch wenn er kompliziert, flatterhaft und schon ein Stück geheimnisvoll ist, so fühlt man sich ihm verbunden.
Gifunes Figuren sind in all seinen Romanen, und natürlich auch in „Kinder des Chaos“, durch die Bank hinweg traurige Gestalten und haben größtenteils eine schwere Last aus der Vergangenheit zu schultern. Sie tragen großes Leid in sich, welches schon vor dem eigentlichen Roman begonnen hat und sie dieses nun in die aktuelle Geschichte mit hineintransportieren, es somit von Anfang an zugegen ist. Das zeichnet Gifune aus, das ist sein Markenzeichen, die personifizierte Melancholie mit so viel Schwärze in sich, dass selbst eine mondlose Nacht noch hell gegen sie erscheint.

**Greg F.Gifune ist der David Copperfield unter den Schriftstellern, er führt den Lesern den zu beschreitenden Weg vor Augen, nur um ihn kurz vor dem Ziel verschwinden zu lassen, um so für Verwirrung zu sorgen. Diesem Phänomen wird er hier nicht ganz gerecht.**

Die Story selbst – gepaart mit seinem unvergleichlichen Schreibstil - ist wirklich gut, aber dennoch fehlt ihr das gewisse Etwas, um für ein langes Nachhallen im Kopf zu sorgen, um die Leser noch lange nach Beendigung zu beschäftigten. Gewiss, sie verfolgt ein klares Ziel, welches als Leser nachvollziehbar- und natürlich auch erstrebenswert ist, aber es kommt immer darauf an, wie man auf dieses Ziel zusteuert. Für mich ein Hauch zu gradlinig. Damit einhergehend, kommt vielleicht auch dieses spezielle Feeling, das zu erzeugen zu seinen Stärken- und schon fast zu seinen angeborenen Fähigkeiten gehört, mit dem er eigentlich im Stande ist, seine Leser an nichts anderes mehr denken zu lassen, als an den in den Händen haltenden Roman, nicht ganz so zum tragen, wie man es von ihm gewohnt ist. Somit ist „Kinder des Chaos“ weniger düster als seine anderen Werke, und man vermisst einen Hauch dieser besonderen Atmosphäre und fühlt die Story aufgrund dessen nicht ganz so intensiv.

Mein Fazit: „Gifune ist bekannt dafür, seine Leser am Ende seiner Bücher mit herunter geklappten Kinnladen, nach Fragen und Antworten suchend, im Regen stehend zurück zu lassen. Er gibt den Lesern die Möglichkeit, was heißt gibt, er fordert sie förmlich auf aktiv zu sein und mitzudenken, sich mit den vielen zur Verfügung stehenden Ausgängen auseinanderzusetzten um schlussendlich ans Ziel zu gelangen. Dieses von ihm in der Regel erzeugte Gefühl zurückgelassen zu sein, fehlt mir in diesem Roman. Des Weiteren ist er mir eine Spur zu linientreu, bewegt sich geradewegs auf das angestrebte Ziel zu, ohne die so spannenden Ausfallschritte nach links oder rechts mit einzubeziehen. An seinen Figuren hingegen gibt es nichts zu mäkeln, sie sind einfach rundherum genial gezeichnet, und somit bringt es „Kinder des Chaos“ auf 4 Sterne.
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