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Kundenrezension

am 9. September 2013
In dieser beeindruckenden und umfassenden Studie zerschmettert Manning die immer noch verbreitete These, dass die Sklaverei nicht der letzte Grund des amerikanischen Bürgerkrieges war, indem sie nachweist, dass die Männer, die in ihm kämpften, vom ersten Tag an verstanden, dass dieser Konflikt um die Ausweitung oder Abschaffung der Sklaverei ausgefochten wurde. Manning unterfüttert ihr Argument mit einem riesigen Quellenkorpus, den sie vor allem unter dem Gesichtspunkt der Representativität ausgewählt hat - Meines Erachtens ist nach dieser Untersuchung die einzige Möglichkeit gegen die Sklaverei als causa causarum des Bürgerkriegs zu argumentieren zu behaupten, die damaligen Beteiligten hätten in ihrer überwältigenden Einschätzung, dass dieser Krieg die gewaltsame Lösung des seit Jahrzehnten schwelenden gesellschaftlichen Grundkonflikts Sklaverei war, völlig daneben gelegen. Solange niemand diese These überzeugend vertreten kann, ist Mannings Untersuchung die Abrissbirne, für alle Thesen, die versuchen der Sklaverei nur eine Nebenrolle unter den Kriegsgründen einräumen.
Neben dieser Leistung ist an dem Buch noch hervorzuheben, dass es Manning gelingt durch die chronologische Vorgehensweise Veränderungen in den Einstellungen der Soldaten beider Seiten nachzuzeichnen. Besonders bei den Unionssoldaten liefert das hochinteressante Ergebnisse: Manning legt nahe, dass die Soldaten ein Katalysator für die (1861 noch sehr wenig verbreitete) Emanzipationsidee waren. Ihr Leiden für und ihr Kontakt mit den versklavten Amerikanern wirkte als Multiplikator, der im Norden - trotz allem Rassismus - ein gesellschaftliches Klima erzeugte, das die Emanzipation möglich machte. Diese These muss durch Untersuchungen an der "Heimatfront" gegengeprüft werden, doch Manning gebührt auch hier das Verdienst, durch sorfältige und systematische Quellenarbeit die wissenschaftliche Diskussion vorangetrieben zu haben.
Schlussendlich bleibt an dem Buch zu loben, dass die Leserlichkeit trotz Mannings systematischem Vorgehen keineswegs gelitten hat. Im Gegenteil: Die jungen Männer, die sie zu Wort kommen lässt, liefern einen faszinierenden Einblick in die Mentalitäten des 19. Jahrhunderts - manchmal unfassbar fremd, manchmal zeitlos menschlich.

Dieses Buch ist eine Bereicherung für die Forschung und eine spannende Lektüre für Laien.

Als einzige Einschränkung bleibt zu erwähnen, dass es sich NICHT um ein Buch für Neulinge handelt. Weder Ereignisgeschichte noch politische Hintergründe des Kriegs werden dargestellt. Wer einen kurzen und guten Überblick sucht, dem sei das Beck Wissen Heftchen von Michael Hochgschwender (München 2011) wärmstens empfohlen.
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